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Künstlerin Marlis Glaser spricht mit Landrat Heiner Scheffold (von links), CDU-Generalsekretär Manuel Hagel und Oberstadions Bur

Diese Ausstellung will mit Kunst ein Zeichen gegen Hass setzen

„Kunst verbindet – Gegen Antisemitismus, gegen das Vergessen“ ist der Titel einer Ausstellung, die am Sonntag, Corona-bedingt mit nur wenigen Besuchern, eröffnet worden ist. Zu sehen sind im Oberstadioner Krippenmuseum die Gemälde der regionalen Künstlerin Marlis Glaser, die im Rahmen eines bereits vor 15 Jahren begonnenen Kunstprojekts entstanden seien.

Eine Auswahl der mehr als 200 Portrait-Zeichnungen und Gemälde mit biblischen, historischen oder biographischen Elementen war am Sonntag im Oberstadioner Bürgersaal und wird in den ...

Bürgermeister Kevin Wiest ist froh, dass er die regionale Künstlerin Marlis Glaser für solch eine Ausstellung gefunden hat.

Diese Ausstellung will subtil auf Antisemitismus aufmerksam machen

Antisemitismus? Damit habe ich nichts zu tun. So zumindest lautet wahrscheinlich die Antwort der meisten Menschen, die auf Judenfeindlichkeit angesprochen werden. Dass dies jedoch in Deutschland immer noch – oder sogar allmählich wieder verstärkt – auftritt, das scheint vielen erst einmal kaum vorstellbar zu sein. Dass dies aber genau so ist, soll eine nun startende Sonderausstellung in Oberstadion deutlich machen.

Geprägt von christlicher KulturDies jedoch soll nicht mit erhobenem Finger, sondern vielmehr subtil geschehen.

Yoed Sorek begeisterte die Gäste mit seinem Klavierspiel.

Diese Ausstellung zu jüdischer Kultur stößt auf großes Interesse

Wesentlich spärlicher besetzt als üblich, war die Ausstellungshalle in Attenweiler am diesjährigen Tag der jüdischen Kultur. Wegen der Corona-Vorschriften durfte Marlis Glaser lediglich 31 Gäste empfangen, manche musste sie abweisen. Ein gelungener Tag wurde es dennoch.

In den jüdischen Gemeinden, an Gedenkstätten und Museen hatten Ehrenamtliche ein vielfältiges und abwechslungsreiches Programm für den Europäischen Tag der Jüdischen Kultur 2020 vorbereitet.

 Die meisten Bilder hängen bereits: Jetzt freut sich Marlis Glaser auf den Tag der jüdischen Kultur.

Außergewöhnlicher Tag der jüdischen Kultur: Das plant die Attenweiler Künstlerin Glaser

In rund 30 Ländern wird am 6. September der Europäische Tag jüdischer Kultur gefeiert. Auch die jüdische Künstlerin Marlis Glaser lädt wieder in ihre Ausstellungshalle nach Attenweiler ein. Dieses Jahr ist jedoch vieles anders.

Marlis Glaser hat ein Problem damit, die jüdische Geschichte nur auf den Holocaust zu verengen. „Das kann ich gar nicht leiden“, sagt sie. Kurz zeichnet sich Verärgerung in ihrem Gesicht ab. Dann macht sich wieder ihr Lächeln breit.

Dieses Porträt, gemalt von Marlis Glaser, zeigt das Museum zur Geschichte von Christen und Juden zu Ehren von Dr. Hertha Nathorf

„Doch eine Heimat ein Mal nur“

Als Hertha Einstein am 5. Juni 1895 in Laupheim geboren wurde, begannen die deutschen Universitäten gerade erst damit, Frauen zu einem ordentlichen Studium zuzulassen. Die dafür notwendige Hochschulreife erwarb Einstein in Ulm, nachdem sie zuvor als erstes Mädchen überhaupt die Laupheimer Lateinschule besucht hatte.

Diese Novität sorgte für einiges Aufsehen und musste 1905 von der eigens einberufenen Studienkommission erörtert werden, an der Vertreter der Stadt, der Schulen und der drei Konfessionen beteiligt waren.

 Stifter Veit Feger und Malerin Marlis Glaser neben dem von ihr gemalten Bild der aus Heilbronn stammenden Luise Bronner.

Veit Feger stiftet von Marlis Glaser gemalte Porträts

Die Luise-Bronner-Realschule in Heilbronn ist per Gemeinderatsbeschluss seit 2018 nach einer ungewöhnlichen Tochter der Stadt benannt – Luise Bronner, geboren als Luise Heilbronner in Heilbronn. Sie benannte sich in den USA in Bronner um. Die in Attenweiler lebende Künstlerin Marlis Glaser hat nun ein Bild dieser Frau gemalt. Es wurde vom früheren Ehinger Zeitungsverleger Veit Feger der Schule gestiftet, mit der Maßgabe, es an einem schönen, gut sichtbaren Platz im Gebäude zu präsentieren.

Gedichte jüdischer Autorinnen werden lebendig: Pfarrer Matthias Eidt stellt die Autorinnen vor, Schauspielerin Elinor Eidt spric

Gedichte von Leiden und Sehnsucht sprechen zum Herzen

„Es pocht eine Sehnsucht an die Welt...“ Unter diesem Titel hat die evangelische Friedenskirche am Sonntagabend zu einer Lesung von Gedichten jüdischer Autorinnen eingeladen. So viele sind gekommen, dass im Gemeindesaal kräftig nachgestuhlt werden musste.

Am Morgen hatte nach dem Gottesdienst die Vernissage der Künstlerin Marlis Glaser stattgefunden, die eine Serie von Bildern nach Gedichten von Else Lasker-Schüler ausstellt (die SZ berichtete).

Marlis Glaser vor ihren Bildern „Gebet“ (links) und „Genesis“.

Bilder der Sehnsucht und Leidenschaft

Eine unerschöpfliche Quelle der Inspiration sind Else Lasker-Schülers leidenschaftliche Liebesgedichte für die Künstlerin Marlis Glaser, die sie seit Jahren in ebenso leidenschaftliche wie feinfühlige Bilder umsetzt.

Der 150. Geburtstag der deutsch-jüdischen Dichterin war Anlass für Glasers Ausstellung „Deine Seele, die die meine liebet“, die am Sonntag in der evangelischen Friedenskirche und im Gemeindesaal eröffnet wird, eine Kooperation mit dem Evangelischen Bildungswerk Oberschwaben und dem Konditor-Kunst Café Langenargen, in ...

 Uwe Hertrampf vom Denkstättenkuratorium sieht in der „Galerie der Aufrechten“ mutige Vorbilder für heutige Zivilcourage.

Zivilcourage hat viele Gesichter

Mit 20 Porträts hat es begonnen, jetzt sind es mehr als 60 Bilder von mutigen Menschen, die dem Nazi-Terror trotzten. Und die „Galerie der Aufrechten“ kehrt zurück in die Akademie nach Weingarten. Dahin, wo vor zwei Jahren ihre Reise durch Deutschland und Österreich ihren Anfang nahm. Mit diesem künstlerischen Projekt will das Studentenwerk Weiße Rose zusammen mit dem „Denkstättenkuratorium NS-Dokumentation Oberschwaben“ Deutschlands dunkle Geschichte lebendig halten und die Aktualität von Widerstand und Zivilcourage aufzeigen.

Die Attenweilerin Marlis Glaser präsentierte in ihrer Ausstellungshalle wieder zahlreiche Kunstwerke zum ETJK.

Galerie in Attenweiler zeigt Kunstwerke innovativer Juden

Zum 20. Mal wurde der Europäische Tag der Jüdischen Kultur (ETJK) in ganz Europa gefeiert, in Attenweiler immerhin schon zum elften Mal. Der Tag will dazu beitragen, das europäische Judentum, seine Geschichte, seine Traditionen und Bräuche besser bekannt zu machen und stand dieses Jahr unter dem Motto Innovation. Dazu waren Ausstellungsstücke in der Galerie von Marlis Glaser zu sehen.

Die sich ständig erneuernde Landschaft, in der die Gemeinde Attenweiler gelegen ist, spiegele das Motto wieder, erklärt Attenweilers Bürgermeister ...