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Valentin Schwarz

Junge Generation übernimmt nächsten Bayreuther „Ring“

Bei den Bayreuther Festspielen zeichnet sich ein Generationenwechsel ab: Der neue Bayreuther „Ring“ wird jung. Der österreichische Regisseur Valentin Schwarz (Jahrgang 1989) wird Richard Wagners vierteiliges Mammutwerk „Der Ring des Nibelungen“ im kommenden Jahr auf dem Grünen Hügel inszenieren.

Am Pult wird der Finne Pietari Inkinen (Jahrgang 1980) stehen, wie Festspiel-Chefin Katharina Wagner am Mittwoch in Bayreuth bekanntgab. Der Chefdirigent des Deutschen Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern wird die vier Opern ...

 Wut treibt sie an: die Schweizer Künstlerin Miriam Cahn im Kunsthaus Bregenz.

Bilder von Miriam Cahn in Bregenz

Sie ist streitbar, ihre Bilder sind drastisch, direkt und verstörend. Mit fast 70 ist Miriam Cahn eine der wichtigsten Künstlerpersönlichkeiten ihrer Generation. Ihre Themen sind Flucht, Gewalt, Sex und das Verhältnis der Geschlechter. Unter dem Titel „Das genaue Hinschauen“ zeigt das Kunsthaus Bregenz (KUB) jetzt ihre erste große Einzelausstellung in Österreich.

Die Figuren leuchten in fluoreszierendem Licht, eingetaucht in mattes Blau.

Die geheimnisvollen Inseln des Mittelmeers

Geht es um Mittelmeerinseln, dann denkt man meist zuerst an Malta oder Mallorca, Korsika, Kreta und Sizilien. Doch wer kennt schon Ponza, Procida und Palagruža oder war schon mal auf Levanzo oder If?

Simone Perotti, italienischer Bestsellerautor und Segler, hat sie alle angesteuert mit seiner Jacht, erkundet und beschrieben. Herausgekommen ist eine literarische Liebeserklärung an das „Mare Nostrum“, wie die Römer das Mittelmeer einst nannten.

De-Phazz stehen für tanzbaren Jazz.

Jazz in Freiburg mit De-Phazz

Entspannt in einer Hängematte liegen, aufs Meer schauen und einen Cocktail dabei schlürfen – das verbinden viele mit der Musik von De-Phazz. Selbst in einer Zahnarztpraxis in Las Vegas sorgten die Klänge aus Heidelberg schon für Entspannung, das erfährt man beim Konzert der Formation im gut besuchten Freiburger Jazzhaus.

Aber live ist dann doch alles ganz anders. Schon mit dem Opener „Heartfixer“ geht es raus aus der Hängematte direkt auf die Tanzfläche, die den ganzen Abend vibriert.

Matteo Salvini

Die italienische Wende

Die Sonne brennt. Auch auf dem offenen Meer fällt es schwer durchzuatmen. Es gibt kaum Ecken, die Schatten spenden. Und Rückzugsorte gibt es gar nicht.

Wer schonmal an Bord eines Rettungsschiffs war, weiß, wie sich ein Tag im Juni dort anfühlt. Seit Sonntag harren Hunderte Migranten auf der „Aquarius“ im Mittelmeer aus, mit ihnen ein Dutzend Helfer. Ein Ende ist noch nicht in Sicht. Mehrere Tage wird es dauern, bis das Schiff die spanische Ostküste in 1500 Kilometern Entfernung erreicht.

Lenbachhaus

Pop Art und Gegenwartskunst: „I'm a Believer“ in München

„I'm a Believer“: In einer neuen Ausstellung spannt das Lenbachhaus in München einen Bogen von der Pop Art bis zur Gegenwartskunst. Pop Art-Künstler hätten nicht nur populäre Werke geschaffen, sagte der Direktor der Städtischen Galerie, Matthias Mühling, am Montag in München. Viele setzten sich auch kritisch mit politischen Themen auseinander, etwa mit den Folgen des Kapitalismus oder mit Krieg - Kunst als Kommentar, aber nicht abgehoben, sondern verständlich und immer wieder ironisch distanziert.

Erwin Feucht (rechts) erläutert Redakteur Christoph Wartenberg seine politischen Ansichten.

„Es kann keine Obergrenze für Flüchtlinge geben“

Die Bürger wählen am 24. September einen neuen Bundestag. Dabei dürfen im Wahlkreis Zollernalb-Sigmaringen die Kandidaten von CDU, SPD, Grünen, FDP, Linken und AfD auf die meisten Stimmen hoffen. Die „Schwäbische Zeitung“ fühlt den Kandidaten auf den Zahn und stellt sie vor der Wahl vor. Heute: Erwin Feucht (Bündnis 90/Die Grünen).

Feucht ist 57 Jahre alt, hat eine Partnerin und zwei Kinder. Er ist Konditormeister, war Chef und Eigentümer eines Cateringunternehmens und arbeitet derzeit für das große Hofgut Domäne bei Hechingen.

Rettung im Mittelmeer

Die Flüchtlingskrise auf dem Mittelmeer

Im vergangenen Jahr starben mehr als 5000 Menschen auf der Flucht von Afrika nach Europa im Mittelmeer. Es waren mehr Tote, als je zuvor in einem Jahr registriert wurden. Die meisten Menschen starben auf der zentralen Mittelmeerroute in Richtung Italien, die als die gefährlichste gilt.

Als Reaktion auf die Flüchtlingstragödien im Mittelmeer rief Italiens Regierung 2013 das Seenotrettungsprogramm „Mare Nostrum“ ins Leben. Es bewahrte nach Angaben aus Rom mehr als 100 000 Menschen vor dem Ertrinken.


Daniela Weingärtner

Konsequent handeln

Die Drohung Italiens, nur noch eigene Schiffe und solche der europäischen Grenzschutzagentur Frontex in die Häfen einfahren zu lassen, ist nachvollziehbar. Das Land wird mit den Folgen des Flüchtlingszustroms alleingelassen.

Es war zunächst die italienische Marine selbst, die die Rettungsaktion Mare Nostrum startete. Als das Projekt Ende 2014 aus Kostengründen eingestellt wurde, finanzierten immer mehr private Hilfsorganisationen eigene Schiffe.

Diesen Anblick hoffnungsloser Flüchtlinge vergisst der Aalener Arzt Harald Jahn nicht mehr. Knapp zwei Wochen war er mit der Hil

Eine Fahrt ins Ungewisse

„Diese Hoffnungslosigkeit der dicht an dicht sitzenden, verzweifelten Menschen lässt einen nicht mehr los.“ Seit eineinhalb Wochen ist Harald Jahn wieder in Aalen. Knapp 14 Tage war er für die private Hilfsorganisation Sea-Eye im Mittelmeer vor der libyschen Küste unterwegs, um Flüchtlinge vor dem Ertrinken zu retten und sie medizinisch zu versorgen. Elf Tage davon auf See. Mittlerweile ist bei ihm wieder der Alltag eingekehrt und er arbeitet als Orthopäde in seiner Crailsheimer Praxis.