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Konjunktur

Volkswirte sehen Aufschwung in Gefahr

Angesichts rasant steigender Corona-Neuinfektionen in Deutschland wächst unter Volkswirten die Sorge vor den möglichen ökonomischen Folgen einer zweiten Pandemie-Welle.

„Der konjunkturelle Aufschwung dürfte bis zum Frühjahr weitgehend zum Erliegen kommen“, sagte die Chefvolkswirtin der staatlichen KfW Bankengruppe, Fritzi Köhler-Geib. „Dadurch dürfte auch die Arbeitslosigkeit in den kommenden Monaten stagnieren oder - wenn es schlecht läuft - deutlich zunehmen.

Die Kritik am Beherbergungsverbot wird immer massiver.

Bund und Länder vereinbaren schärfere Regeln für Corona-Hotspots: Was jetzt gilt

Aus Sorge vor einer unkontrollierbaren Ausbreitung der Corona-Pandemie mit unabsehbaren Folgen für Bürger und Wirtschaft verschärfen Bund und Länder die Gegenmaßnahmen in Hotspots. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten verständigten sich am Mittwoch auf einheitliche Regeln für Städte und Regionen mit hohen Infektionszahlen. Dazu gehören eine Ausweitung der Maskenpflicht, eine Begrenzung der Gästezahl bei privaten Feiern, Kontaktbeschränkungen im öffentlichen Raum und eine Sperrstunde für die Gastronomie.

Jahresbericht zum Stand der Deutschen Einheit

DIW: Der Westen hat sich auch an den Osten angepasst

30 Jahre nach der Wiedervereinigung haben sich Ost und West aus Sicht des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung Berlin (DIW) bei wichtigen Themen angenähert.

So seien heute im Westen deutlich mehr Mütter mit kleinen Kindern erwerbstätig - vor allem dort, wo viele Menschen aus dem Osten zugezogen seien. Soziale und kulturelle Normen in westdeutschen Regionen hätten sich durch den Zuzug offenbar verändert, teilte das Institut mit.

„Die Erwartung war lange Zeit: Der Osten muss sich dem Westen anpassen“, sagte ...

Geschäftsaufgabe

Weniger Firmenpleiten im Halbjahr

Noch ist die Pleitewelle ausgeblieben - doch je länger die Corona-Krise dauert, umso wahrscheinlicher wird es, dass etlichen Unternehmen die Puste ausgeht.

Die schnelle Erholung in China allein werde die deutsche Exportwirtschaft „nicht aus dem Tal ziehen können“, prognostizierte das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW). Fast überall bestehe die Gefahr, „dass ein erneuter Rückschlag in den nächsten Monaten die Zahl der Unternehmensinsolvenzen sprunghaft steigen lässt“.

Einkaufszentrum

Corona-Newsblog: Das waren die wichtigsten Entwicklungen am Montag

Die wichtigsten Nachrichten und aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im Newsblog mit Fokus auf Deutschland und Schwerpunkt auf den Südwesten.

Aktuelle Zahlen des RKI¹: Aktuell nachgewiesen Infizierte Baden-Württemberg: ca. 3.675 (43.853 Gesamt - ca. 38.312 Genesene - 1.866 Verstorbene) Todesfälle Baden-Württemberg:  1.866 Aktuell nachgewiesen Infizierte Deutschland: ca. 16.474 (250.799 Gesamt - ca. 225.000 Genesene - 9.325 Verstorbene) Todesfälle Deutschland: 9.

Corona-Kinderbonus kommt aufs Konto

Auszahlung des Corona-Kinderbonus startet heute

Von diesem Montag an erhalten die Eltern von rund 18 Millionen Kindern in Deutschland 300 Euro extra pro Kind von den Familienkassen. Im September sollen zunächst 200, im Oktober dann noch einmal 100 Euro Corona-Kinderbonus ausgezahlt werden.

Das Geld muss nicht beantragt werden; ausgezahlt wird es automatisch. Voraussetzung: Ein Kind muss mindestens einen Monat im Jahr 2020 Kindergeld bezogen haben.

Der Kinderbonus wird aber nicht zusammen mit dem Kindergeld ausgezahlt, sondern als eigene Zahlung.

Koalition erzielt Durchbruch bei Wahlrecht und Kurzarbeit

Koalitionsvereinbarungen im Überblick: Wahlrechtsreform, Kurzarbeitergeld und Förderung für Klimaanlagen

Die Beschlüsse des Koalitionsausschusses für einen kleineren Bundestag und längere Corona-Hilfen stoßen bei der Opposition und teils auch bei Wirtschafts-Experten auf Kritik. Vor allem der Kompromiss von Union und SPD zu einer Reform des Wahlrechts - mit Übergangslösung für die Bundestagswahl 2021 — kam am Mittwoch außerhalb der schwarz-roten Koalition nicht gut an. Für die Verlängerung des Kurzarbeitergeldes dagegen gab es weitgehend Lob - aber auch Warnungen vor unliebsamen Nebenwirkungen.

Hubertus Heil

Mehrheit für Vier-Tage-Woche - Kritik aus der Politik

Eine Mehrheit der Deutschen (61 Prozent) steht laut einer Umfrage einer Vier-Tage-Woche zum Schutz von Arbeitsplätzen in der Corona-Krise offen gegenüber.

21 Prozent der Befragten stimmen dem von der Gewerkschaft IG Metall vorgeschlagenen Modell voll und ganz zu, weitere 40 Prozent unterstützen es eher, wie eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Yougov ergeben hat.

Bei Anhängern der Grünen ist die Unterstützung demnach mit 71 Prozent am höchsten.

Bundesfinanzminister Olaf Scholz

Im Corona-Schock hat vor allem die Kurzarbeit gewirkt

Die Corona-Krise hat bislang vergleichsweise geringe Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt in Deutschland gehabt.

Zwar ging von April bis Juni die Zahl der Erwerbstätigen so stark zurück wie noch nie seit der Wiedervereinigung, sie blieb aber in der Dimension deutlich hinter dem Wirtschaftseinbruch zurück.

Nach am Dienstag vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Zahlen waren im zweiten Quartal dieses Jahres in Deutschland 44,7 Millionen Menschen erwerbstätig, 1,3 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

Marcel Fratzscher

DIW: Vier-Tage-Woche bei Verzicht auf vollen Lohnausgleich

Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, hält die Einführung einer Vier-Tage-Woche für machbar - allerdings nur bei Verzicht auf vollen Lohnausgleich.

Der „Passauer Neuen Presse“ sagte Fratzscher: „Gegen eine Vier-Tage-Woche, gegen flexible Arbeitszeiten, ist erst einmal nichts einzuwenden, wenn das die Arbeitgeber und Arbeitnehmer so wollen. Entscheidend ist immer die Frage des Lohnausgleichs.