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Niedrigwasser am Rhein

Neues Niedrigwasser in den Flüssen in Sicht

Die Schneeschmelze in den Alpen klingt ab, der große Regen ist ausgeblieben: Der Trend in den Flüssen Baden-Württembergs zeigt wieder deutlich in Richtung niedriger Wasserstände. Der Rhein bei Karlsruhe führte am Donnerstag am Pegel Maxau zwar noch knapp fünf Meter Wasser. Das war nach den Gewitterregen der vergangenen Tage zwar nur etwas weniger als der mittlere Wasserstand. Aber es könnte bei fehlendem Niederschlag in den nächsten Wochen rasch weniger werden, sagte der Leiter der Hochwasservorhersagezentrale Baden-Württemberg, Manfred ...

Ein Schiff fährt bei Niedrigwasser auf dem Rhein

Experten befürchten neues Niedrigwasser in Flüssen

Die Schneeschmelze in den Alpen klingt ab, der große Regen ist ausgeblieben: Der Trend in den Flüssen Baden-Württembergs zeigt wieder deutlich in Richtung niedriger Wasserstände.

Der Rhein bei Karlsruhe führte am Donnerstag am Pegel Maxau zwar noch knapp fünf Meter Wasser. Das war nach den Gewitterregen der vergangenen Tage zwar nur etwas weniger als der mittlere Wasserstand.

Wir haben ein großes Niederschlagsdefizit vom vergangenen Jahr, das sich gehalten hat.

Wasserstand am Rhein bei Karlsruhe

Für den Rhein regnet es noch nicht genug

Der Rhein hat das extreme Niedrigwasser des vergangenen Jahres noch nicht wieder ausgeglichen, obwohl es im Winter reichlich Niederschläge im Südwesten gab. Der Flussschifffahrt stehe daher möglicherweise ein weiteres schwieriges Jahr bevor, sagte der Leiter der Hochwasservorhersagezentrale Baden-Württemberg, Manfred Bremicker: „Das kann passieren.“

Auch wenn es aktuell etwas regne, sei es nicht so viel, dass man sagen könne, das Defizit sei vergessen.

Die Untere Argen bei Isny im Allgäu.

Kein schnelles Ende der Dürre in Sicht

Es ist ein seltener Anblick, der sich derzeit den Spaziergängern bei Isny im Allgäu bietet: Ein Meer aus Steinen findet sich dort, wo sonst die Untere Argen fließt. Wegen der anhaltenden Trockenheit führt der Fluss an manchen Stellen oberflächlich überhaupt kein Wasser mehr. Wie in Isny sieht es auch an andern Gewässern in der Region aus. Ein Ende der Dürre ist vorerst nicht abzusehen.

„Furztrocken“, sagt Isnys Bürgermeister Rainer Magenreuter.

Ein Schiff fährt bei Niedrigwasser auf dem Rhein

Kein schnelles Ende der Wasserknappheit in Baden-Württemberg in Sicht

Seit inzwischen fünf Monaten führt der Rhein Niedrigwasser und niemand kann sagen, wie lange es noch dauert. Mitte Juni fiel der Wasserstand am Pegel Maxau (Karlsruhe) unter den Mittelwert von 5,16 Metern, seit Oktober sind es meistens weniger als 3,5 Meter (Freitag: 3,17 Meter) und damit für die Frachtschifffahrt viel zu wenig. „Es ist schon eine ungewöhnlich trockene Situation“, sagte der Leiter der Hochwasservorhersagezentrale Baden-Württemberg, Manfred Bremicker.

Lorch am Rhein

Auch im Herbst Niedrigwasser in Baden-Württemberg

An Baden-Württembergs Flüssen herrscht auch im Herbst vielerorts noch Niedrigwasser. In den vergangenen sechs Monaten fielen nach Angaben der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) nur rund 60 Prozent des langjährigen durchschnittlichen Niederschlags. Die Böden seien dadurch nachhaltig ausgetrocknet, so dass der Wasserstand trotz vereinzelt starker Regenfälle zum Herbstbeginn zum Großteil unter dem zur Jahreszeit üblichen Wert bleibe, teilte die LUBW mit.


Im Römerbad auf der Lindauer Insel, wo Rainer Hecht normalerweise schwimmen kann, reicht es jetzt nur zum Wassertreten.

Dem Bodensee fehlt es an Wasser

Vor allem Schwimmer bemerken es, weil sie weit in den See waten müssen, bis sie schwimmen können. Ein Kopfsprung vom Ufer wäre gefährlich. Denn das Wasser steht im Bodensee so niedrig wie schon lange nicht mehr. Und der Pegel wird weiter fallen. Fachleute erwarten ein Absinken auf die Tiefststände des Rekordsommers 2003.

3,37 Meter hat der Pegel Konstanz am Freitagmittag angezeigt. Das sind fast 70 Zentimeter weniger als Ende Juli normal wären.

Eine Taube

Nach Sturm: Experten erwarten kein dramatisches Hochwasser

Das Sturmtief „Burglind“ wird nach Einschätzung von Experten keine größeren Hochwasser im Südwesten zurücklassen. „Wir rechnen mit keiner dramatischen Lage“, sagte der Leiter der Hochwasser-Vorhersagezentrale, Manfred Bremicker, am Mittwoch in Karlsruhe. Dennoch werde es an etliche Flüssen im Land zu Hochwasser kommen, wie es alle zwei bis zehn Jahre zu erwarten sei - „eventuell auch alle 20 Jahre“.

Der Hochwasserschutz in den Gemeinden reiche aber in der Regel für Hochwasser, wie sie alle 50 bis 100 Jahre vorkommen.

Schifffahrt auf dem Neckar ruht teils wegen Hochwassers

- Auf dem Neckar ist wegen Hochwassers die Schifffahrt teilweise eingestellt worden. Der Pegelstand in Heidelberg erreichte am Mittwoch 2,78 Meter, wie eine Sprecherin des Wasser- und Schifffahrtsamtes in Stuttgart sagte. Ab 2,60 Meter sei der Grenzwert dort für die Schifffahrt überschritten. Die Schifffahrt bleibe wohl bis Donnerstag gesperrt. 

Trotz kräftigen Regens seien die sogenannten Hochwassermeldewerte im Südwesten aber bis auf verschiedene Stellen am Neckar und an der Tauber nicht überschritten worden, sagte Manfred ...

Hier versickert die Donau bei Immendingen. Wo Herwig Martin steht, ist die Donau normalerweise mindestens einen halben Meter höh

Niedrigwasser wie selten zuvor

Die Donau ist so ausgetrocknet wie er es selten gesehen hat, berichtet Wanderführer Herwig Martin aus Möhringen. Seit zwölf Jahren führt er Wandergruppen von der Donauversickerung zwischen Möhringen und Hattingen bis zur Versinkung in Immendingen. Seit Mitte Juni ist die Donau nun auf dieser Strecke komplett trocken.

Dass der Pegel der Donau schwankt sei ganz normal, sagt Herwig Martin. Im Sommer sei die Donau hier immer ein Fluss ohne Wasser, was ein weltweit einzigartiges Phänomen darstellt: Die Donau versickert bei Niedrigwasser ...