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Alarm auf Lampedusa: Migranten kommen direkt aus Tunesien

Die großen Schiffe mit geretteten Migranten hat die italienische Regierung blockiert - dafür versuchen zunehmend Menschen mit kleinen Booten, direkt von Tunesien auf die Insel Lampedusa zu gelangen. Die Regierung um Innenminister Matteo Salvini konzentriere sich auf Schiffe wie die „Diciotti“, „während auf Lampedusa die Ankünfte weitergehen und wir keinerlei Vorgaben bekommen, wie wir damit umgehen sollen“, sagte Bürgermeister Salvatore Martello der Zeitung „La Repubblica“.

„Diciotti“: Behörde ordnet Ausstieg von 16 Migranten an

Die Gesundheitsbehörde im Hafen von Catania hat den sofortigen Ausstieg von 16 Migranten an Bord des Rettungsschiffs „Diciotti“ angeordnet. Bei zwei von ihnen bestehe Verdacht auf Tuberkulose, berichtet die Nachrichtenagentur Ansa. Kurz darauf bestätigte das Innenministerium, dass die Migranten das Schiff verlassen hätten. Das Schiff der italienischen Küstenwache hatte am 16. August insgesamt 190 Migranten aufgenommen. 13 der Geretteten wurden bereits kurz danach nach Lampedusa gebracht, 27 Minderjährige konnten am Mittwochabend von Bord.

Urlaubsziel Lampedusa

Lampedusa - Touristenparadies mit Schiffsfriedhof

Hin und wieder knattert ein Motorroller am Schiffsfriedhof von Lampedusa vorbei. Braungebrannte Urlauber mit Badebeuteln brausen - den Blick fest auf die Straße gerichtet - Richtung Strand.

Die Wracks sind die Kulisse für dieses seltsame Schauspiel. Sie gammeln hier teils seit Jahren vor sich hin und sind Zeugen der Flüchtlingskrise, die das Schicksal der italienischen Insel so stark geprägt hat wie kaum einen anderen Ort in Europa.

Rettungswesten, Zahnbürsten, Kaffeebeutel, Wasserflaschen, Milchkartons mit arabischer ...

Warten

Warten auf Europa: Italien lässt Migranten nicht von Bord

Italien setzt die EU-Partner in der Migrationsfrage erneut unter Druck. Am Dienstag harrten 177 gerettete Migranten an Bord eines Schiffs der italienischen Küstenwache im Hafen von Catania aus.

Der als Hardliner bekannte italienische Innenminister Matteo Salvini will die Menschen erst an Land gehen lassen, wenn es „Antworten von Europa“ - sprich Zusagen zur Aufnahme der Bootsflüchtlinge durch andere Länder - gibt, wie aus Kreisen seines Ministeriums verlautete.

«Diciotti» vor italienischer Küste

Italien will Migranten direkt nach Libyen zurückschicken

Italien will Bootsmigranten direkt nach Libyen zurückschicken, wenn andere EU-Länder sie nicht aufnehmen wollen. Den Anfang will das Land mit den 177 Migranten machen, die seit drei Tagen auf einem Schiff der italienischen Küstenwache auf hoher See ausharren und keinen Aufnahmehafen finden.

„Entweder entscheidet sich Europa ernsthaft, Italien konkret zu helfen, angefangen zum Beispiel bei den 180 Einwanderern an Bord des Schiffes „Diciotti“, oder wir werden gezwungen sein, das zu tun, was das Geschäft der Menschenhändler für immer ...

«Alle, außer mir»

„Alle, außer mir“ - ein Fluchtroman

Und auf einmal hockt der Flüchtling vor deiner Tür: Ilaria Profeti staunt nicht schlecht, als da ein junger Äthiopier im Treppenhaus vor ihrer Wohnung in Rom wartet und sagt, sie sei seine Tante. Da kann ja jeder kommen.

Doch der schwarze Mann, der sich von Addis Abeba durch die Sahara, die Internierungslager Libyens, übers Mittelmeer, die Inseln Lampedusa und Sizilien bis in die Ewige Stadt durchgeschlagen hat, kann sich ausweisen: Der zweite Nachname im Personaldokument ist der Name von Ilarias Vater, seines Großvaters.

Holzboot mit 450 Migranten im Mittelmeer evakuiert

450 Migranten auf einem Holzboot sind unweit der Küsten italienischer Inseln im Mittelmeer gerettet worden. Die Migranten befänden sich an Bord eines italienischen und eines Frontex-Schiffs, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa. Acht Frauen und Kinder seien wegen ihres Gesundheitszustands von der italienischen Küstenwache nach Lampedusa gebracht worden. Ob die übrigen Menschen auch nach Italien gefahren werden, war zunächst unklar. Sie sollten nach Malta „oder noch besser (nach) Libyen“ gebracht werden, sagte Italiens Innenminister Matteo ...

Migranten auf dem Mittelmeer

Auch Flugzeug deutscher Seenotretter auf Malta blockiert

Nach der Blockade von Rettungsschiffen auf dem Mittelmeer ist nun auch ein Aufklärungsflugzeug einer deutschen Hilfsorganisation festgesetzt worden. Die Behörden in Malta hätten ab sofort alle Flüge in das Rettungsgebiet vor Libyen untersagt.

Das teilte die Berliner Organisation Sea-Watch mit. Ihr Schiff „Sea Watch 3“ darf derzeit auch nicht auslaufen. In Libyen setzen sich Migranten trotz allem immer noch in schrottreife Boote. Ein Unglück reiht sich an das nächste.

Migranten vor Libyen

Wieder Flüchtlingskinder im Mittelmeer ertrunken

Inmitten der Debatte um die Blockade von Hilfsorganisationen auf dem Mittelmeer schockieren erneut Bilder von ertrunkenen Flüchtlingskindern. Auf den Fotos ist zu sehen, wie die libysche Küstenwache die Leichen von mehreren Babys aus Booten an Land bringt.

Die Bilder erinnern an das Schicksal des syrischen Flüchtlingsjungen Alan Kurdi, der 2015 tot an einem Strand in der Türkei angeschwemmt wurde. Die drei Kinder waren bei einem Unglück vor der libyschen Küste umgekommen, bei dem rund 100 Tote befürchtet werden.

Rettungsschiff «Lifeline»

Auch Malta verwehrt deutschem Rettungsschiff die Einfahrt

Erneut ist ein Rettungsschiff mit vielen Migranten an Bord auf Irrfahrt auf dem Mittelmeer. Sowohl Italien als auch Malta verweigerten dem Schiff „Lifeline“ der deutschen Organisation Mission Lifeline die Einfahrt in einen Hafen.

Italiens Innenminister Matteo Salvini drohte Hilfsorganisationen mit der Beschlagnahmung ihrer Schiffe und der Festnahme der Besatzung. Migranten nannte er dabei „Menschenfleisch“. Unterdessen starben nach Angaben des UN-Flüchtlingswerkes binnen weniger Tage bei mehreren Unglücken etwa 220 Menschen im Meer.