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 Aiman Aziz (li.) und Samad Safi.

Wie sich zwei junge VfB-Boxer die Anerkennung des Trainers verdient haben

Die Boxabteilung des VfB Friedrichshafen hat sich endlich mal wieder über Edelmetall bei Landesmeisterschaften freuen dürfen. Aiman Aziz heimste in der Europa Arena in Karlsruhe Silber im U18-Superschwergewicht ein, Samad Safi holte Bronze im Weltergewicht der Leistungsklasse B. Da allerdings weder Aziz noch Safi einen Kampf gewinnen konnten, wäre dies eigentlich nicht mal eine Randnotiz wert. Doch die Geschichte hinter den 17-jährigen Boxern ist es wert, erzählt zu werden.

Dank der Spenden unserer Leserinnen und Leser gibt es Freude zum Fest

In Enishke, nahe der irakisch-türkischen Grenze, ist es kalt geworden, richtig kalt. In diesen letzten Dezembertagen sinkt das Thermometer im gebirgigen Norden der Autonomen Region Kurdistan auf Temperaturen um den Gefrierpunkt: „Und es hat geschneit“, berichtet Pfarrer Samir Yousif Al-Khoury, der die chaldäisch-katholische Gemeinde leitet.

„Aber wir konnten Weihnachten feiern – auch dank eurer Hilfe“, wendet sich der 46-jährige Geistliche an die Leserinnen und Leser der „Schwäbischen Zeitung“.

„Helfen bringt Freude“: Dank Ihrer Spenden können Kinder lernen, lachen, leben

Anwar ist zwölf Jahre alt und sehbehindert. Hezno hat seinen 13. Geburtstag gefeiert, er leidet an einer spastischen Lähmung. Die ebenfalls zwölfjährige Rimas kann nicht gut hören. Mit ihren 14 Jahren hat Sozwin Schwierigkeiten beim Laufen. Und der siebenjährige Rgzan ist Autist: fünf von 21 Kindern mit verschiedenen Behinderungen, die seit einigen Wochen im „Haus des Lächelns“ in der nordirakischen Kleinstadt Sheikhan lachen, spielen, lernen und auf- wie annehmende Gemeinschaft erfahren.

 Die aus Tuttlingen stammende Stefanie Tapal-Mouzoun im Gespräch mit Schülern

Dank Spendenaktion: Taube Kinder finden im Camp vivant’e ins Leben

Von der gehör- und chancenlosen Außenseiterin in einem marokkanischen Dorf zur Gebärdensprachlehrerin an einer Grundschule, die von der Regierung des nordafrikanischen Landes als Modellschule präsentiert wird: Asmae Limami, 24 Jahre alt, arbeitet als Hilfslehrerin im Campus vivant’e, den die aus Tuttlingen stammende Stefanie Tapal-Mouzoun zusammen mit ihrem Mann im abgelenenen, bitteramen Atlasgebirge gegründet hat.

86 Schülerinnen und Schüler zwischen fünf und 15 Jahren gehen dort zur Schule, dazu kommen sieben gehörlose Kinder.

 Ehrenamtliche verteilen die Hilfsgüter.

Lieferung von „Helfen bringt Freude“: Für Flüchtlinge in Enishke ist Weihnachten gerettet

Weihnachten kann kommen: „Und es wird für die vielen Flüchtlingsfamilien ein warmes Weihnachtsfest, an dem sie auch gemeinsam essen können.“ Samir Yousif Al-Khoury ist Pfarrer in Enishke. Das ist ein kleines Dorf hoch oben in den Bergen der Autonomen Region Kurdistan, nahe der Grenze zwischen dem Irak und der Türkei.

Al-Khoury hat an diesem Montag in der Woche nach dem dritten Adventssonntag alle Hände voll zu tun. Gemeinsam mit seinem Team entlädt der Geistliche einen Lkw mit 200 Lebensmittelpaketen und 200 Weihnachtspäckchen.

Justitia

Bundesanwaltschaft klagt mutmaßlichen PKK-Funktionär an

Einem im Mai festgenommenen mutmaßlichen PKK-Funktionär soll am Oberlandesgericht Frankfurt der Prozess gemacht werden. Die Bundesanwaltschaft hat dort Anklage erhoben, wie die Karlsruher Behörde am Donnerstag mitteilte. Der Mann soll seit August 2019 für die verbotene kurdische Arbeiterpartei mehrere PKK-Gebiete und -Regionen im Südwesten Deutschlands geleitet haben.

Der Mann, der die türkische Staatsangehörigkeit hat, war damals in Heilbronn gefasst worden.

Die Moderatorin Nermin Suleiman, Shahnaz Haji Hindi aus der Verwaltung, Geschäftsführer Dilawer Behlawe und Moderator Ahmed Haji

Radio Mevan gibt den Flüchtlingen eine starke Stimme

Lebensmittelläden, kleine Cafés, ein Schuhmacher, ein Schneider, eine Autowerkstatt: Das Flüchtlingscamp Domiz in der nordirakischen Provinz Dohuk gleicht einer orientalischen Stadt. Aktuell leben im Camp 27 000 Menschen, darunter 4000 Schulkinder, alles Flüchtlinge aus Syrien, die seit 2012 aus Furcht vor dem Diktator Baschar al-Assad und seinen Schergen in den Irak gekommen sind.

Kinder kommen von der Schule, Mütter schieben ihre Kinderwägen durch die Gassen.

Am 4. Juni 2021 brannten im nordirakischen Flüchtlingscamp Sharia 365 Zelte: 365 Familien verloren ihr Obdach.

Den Flammen schutzlos ausgeliefert: Aktion „Helfen bringt Freude“ bittet um Unterstützung

An jenen heißen Tag, den 4. Juni dieses Jahres, erinnert sich jeder Bewohner, jede Bewohnerin des Flüchtlingscamps Sharia im Nordirak ganz genau: Ein Großfeuer vernichtete 365 der 2000 Zelte, in denen seit sieben Jahren, seit ihrer Flucht vor der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS), etwa 12.000 Angehörige der religiösen Minderheit der Jesiden leben.

Die Flammen rasten von Zelt zu Zelt. „Die Hölle“, erinnert sich eine Bewohnerin, „wir hatten nichts zum Löschen, nicht einmal genügend Wasser.

Krisentreffen in Calais

EU-Länder wollen härter gegen Schleuser vorgehen

Bei einem Krisentreffen zur Migration über den Ärmelkanal haben Frankreich, Belgien, die Niederlande und Deutschland einen härteren Kampf gegen Schleuser vereinbart.

Großbritannien, das Ziel der mit kleinen Booten übersetzenden Flüchtlinge ist, wurde zur Schaffung legaler Migrationswege aufgerufen, sagte Frankreichs Innenminister Gérald Darmanin nach dem Treffen in Calais. Außerdem müsse Großbritannien die illegale Beschäftigung von Flüchtlingen erschweren.

 Der 35-jährige Shero Smo leitet das Flüchtlingscamp Mam Rashan im Nordirak. Er will seine Landsleute von der Flucht nach Europa

Sehnsuchtsort Deutschland: Krisen treiben Menschen zur Flucht

Menschen, die bei Temperaturen um den Gefrierpunkt im Niemandsland zwischen Polen und Belarus ohne Perspektive im Freien ausharren. Menschen, die auf dem Flughafen der nordirakischen Kurdenhauptstadt Erbil nach missglückter Flucht und erzwungener Rückkehr stranden. Menschen, die von schlimmen Misshandlungen durch polnische und belarussische Polizisten berichten: „Klar, diese Bilder und diese Berichte sind hier bekannt“, sagt Shero Smo,

wer aber wirklich aus dem Irak fliehen will, der lässt sich davon nicht abhalten.