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 Kevin Kühnert, Bundesvorsitzender der Jusos, wurde in Berlin zu einem der stellvertretenden SPD-Parteichefs gewählt.

Beim SPD-Parteitag ist die Revolution ausgefallen

Juso-Chef Kevin Kühnert hat eine beachtliche Wandlung hinter sich. Aus dem Anführer der NoGroKo-Bewegung ist ein Politiker geworden, der auf die Nachteile eines zu schnellen Ausstiegs aus der Koalition hinweist. Viele sind verwundert, doch schnell kristallisiert sich auf dem Parteitag heraus: Dies ist die neue Marschrichtung der SPD.

Kevin Kühnert reißt mit seiner Bewerbungsrede die Delegierten von den Stühlen. Er habe sich nicht geändert, sondern es gelte nur, in anderen Positionen auch andere Sachen zu bedenken.

Kühnert, Heil und Geywitz zu SPD-Vizechefs gewählt

Juso-Chef Kevin Kühnert ist neuer stellvertretender Vorsitzender der SPD. Der Chef der SPD-Jugend und Kritiker der großen Koalition erhielt beim Parteitag in Berlin 70,4 Prozent. Auch Bundesarbeitsminister Hubertus Heil wurde zum Vize gewählt, mit 70 Prozent der Stimmen. Klara Geywitz, die an sich mit Bundesfinanzminister Olaf Scholz das Spitzen-Duo werden wollte, wurde mit 76,8 Prozent der Stimmen zur stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Weitere Vizes: die saarländische SPD-Chefin Anke Rehlinger und die SPD-Landesvorsitzende in ...

SPD-Bundesparteitag

Alte Werte für neue Zeiten? Wie die SPD nach links rückt

Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans sparen nicht mit Pathos. „Hört ihr die Signale? Die neue Zeit, sie ruft“, sagt Esken in Anlehnung an die Internationale.

Und etwas später ruft Walter-Borjans den rund 600 Delegierten zu: „Dieser Kampf für ein besseres Morgen, der beginnt heute, der beginnt jetzt, in dieser Minute hier in Berlin.“ Beide recken die Hände in die Luft, in den fast zwei Minuten lang anhaltenden Parteitagsapplaus.

Die meisten Delegierten stehen, auch Olaf Scholz - auch wenn der Vizekanzler nur jeden ...

Norbert Walter-Borjans und Saskia Esken

So soll die SPD-Spitze künftig aussehen

Die neue Doppelspitze der SPD sieht die große Koalition überaus kritisch. Um die Partei zu versöhnen, wollen sich Norbert Walter-Borjans und Saskia Esken nicht nur Gleichgesinnte in die Parteispitze holen.

SASKIA ESKEN (58):

Die Digitalexpertin Esken sitzt seit 2013 im Bundestag und setzt sich dafür ein, dass der digitale Wandel nicht nur Eliten nutzt. Gleiche Chancen und Engagement gegen Rechtsextremismus gehören zu den Kernzielen der SPD-Linken.

Vorbereitung SPD-Parteitag

Der SPD-Parteitag im Überblick

GroKo-Anhänger gegen GroKo-Gegner, Anhänger des Regierungskurses gegen Fans eines Neuaufbruchs, Hubertus Heil gegen Kevin Kühnert - beim SPD-Parteitag könnten ab diesem Freitag in Berlin Gräben aufreißen.

Allerdings haben die führenden Köpfe der Partei in den vergangenen Tagen eifrig versucht, eine einheitliche Linie zu finden. Mit den designierten Vorsitzenden Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans feilten sie an Kompromissen.

Was soll der Parteitag bringen?

SPD-Bundesparteitag

SPD-Parteitag lehnt Antrag zu Ausstieg aus GroKo ab

Die SPD geht mit der Wahl des neuen Führungsduos Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans auf Konfrontationskurs mit der Union, will aber keinen schnellen Ausstieg aus der großen Koalition.

Der SPD-Parteitag bestätigte am Freitag in Berlin das Ergebnis des Mitgliederentscheids und wählte die beiden Kritiker der Koalition zu ihren Vorsitzenden. Am Abend sprach sich die große Mehrheit der etwa 600 Delegierten dafür aus, zunächst in dem Regierungsbündnis mit CDU und CSU zu bleiben.

 Saskia Esken und Norbert Walter Borjans nach der Sitzung des SPD-Vorstands.

SPD stellt keine harten Bedingungen für GroKo

„Am Nikolaus ist GroKo-Aus“ hatten die Jusos schon freudig gedichtet. Wohl zu früh. Denn Juso-Chef Kevin Kühnert, der jetzt SPD-Vize werden will, hat seine Meinung geändert. Man müsse vom Ende her denken, ermahnt er die Partei zur Vorsicht. Und die mutmaßlich neuen Parteichefs Norbert Walter-Borjans und Saskia Esken kündigen an, dass auch sie nicht „Hals über Kopf aus der Großen Koalition“ herauswollen.

Am Freitag beginnt der Parteitag der SPD in Berlin.

Sieger und Besiegter

Nicht die reine Lehre: Neue SPD-Spitze vermeidet Groko-Votum

Etwas zögerlich treten Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans zum ersten Mal nach einer Sitzung des SPD-Vorstands vor die Mikrofone. „Sie sehen, wir sind noch nicht richtig trainiert in diesen Dingen“, sagt die angehende Parteichefin entschuldigend.

Doch die neue Doppelspitze hat nicht viel Zeit fürs Ankommen im großen Politikbetrieb: Noch vor ihrer offiziellen Wahl müssen die Kritiker der großen Koalition den ersten großen Kompromiss rechtfertigen.

Ein Mann und eine Frau lachen

Hält die Große Koalition? So schätzen SPD-Politiker aus der Region die Lage ein

Die Genossen der SPD haben sich in einer Mitgliederbefragung für eine neue Parteispitze entschieden. Über das Wahlergebnis von Samstag hat die SZ mit dem SPD-Kreisvorsitzenden und Bundestagsabgeordneten Martin Gerster, dem SPD-Ortsvereinsvorsitzenden Robert Kreklau und SPD-Stadträtin Martina Miller gesprochen.

Lob für das Verfahren Bis zur Wahl der designierten Doppelspitze der SPD war es ein langer Weg. Nachdem die erste Mitgliederbefragung zunächst keine eindeutige Mehrheit erbracht hatte, folgte eine zweite Abstimmung.

SPD-Logo

SPD will auf Parteitag nicht über GroKo abstimmen

Die SPD will mit ihrer neuen Führung auf dem am Freitag beginnenden Parteitag eine Abstimmung über einen Ausstieg aus der großen Koalition vermeiden.

Das neue Führungsduo Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans will mit der Union aber über Nachbesserungen am Klimapaket und einen Mindestlohn von perspektivisch 12 Euro verhandeln. Zwischen Juso-Chef Kevin Kühnert und Arbeitsminister Hubertus Heil deutet sich eine Kampfkandidatur um den Posten des stellvertretenden Parteichefs an.