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 Gründungsbekanntgabe des Antifaschistischen Blockes Lindau im Amtsblatt der Stadt Lindau vom 12. Oktober 1945.

Als die Anti-Faschisten das Leben in Lindau organisierten

75 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs erinnert die Lindauer Zeitung an die Zeit damals. Im 15. Teil geht es darum, wie nach dem Kriegsende der Wiederaufbau begann.

Alle bisherigen Hotel-Lazarette auf der Insel mussten bereits am 3. und 4. Mai 1945 für die französischen Soldaten geräumt und die Verwundeten in Lazarettzüge nach Reutin verlegt werden. Im Hotel Seegarten wurden französische Soldatinnen der AFAT (Frauenhilfscorps der französischen Landarmee) einquartiert.

Arbeitnehmer-Mitbestimmung

100 Jahre Betriebsräte - Mitbestimmung auf dem Rückzug?

Betriebsräte sind in großen Unternehmen die Regel, in kleineren gibt es sie dagegen nur selten. Einen gesetzlichen Anspruch auf diese Form der betrieblichen Interessenvertretung haben die Arbeitnehmer in Deutschland erstmals vor 100 Jahren erhalten.

Am 4. Februar 1920 trat das Betriebsrätegesetz in Kraft trat. Während des Gesetzgebungsverfahrens war es zu blutigen Auseinandersetzungen gekommen, 42 Menschen starben bei einer Demonstration vor dem Reichstagsgebäude durch Schüsse der Sicherheitspolizei.

 Klaus Nerlich scheidet voraussichtlich aus dem Gemeinderat aus.

Ein kritischer Geist verlässt den Gemeinderat

Klaus Nerlich (65), Stadtrat der CDU, hat aus gesundheitlichen den Rückzug aus dem Gemeinderat beantragt. Während seiner Gemeinderatsarbeit machte er mit Wortmeldungen und Anträgen als kritischer Geist immer wieder auf sich aufmerksam. Kritische Töne, auch über das eigene Handeln während der Zeit als Stadtrat spielen beim Gespräch zu seinem Abschied eine Rolle.

Es ist nur eine Formalie: In der Sitzung am Donnerstag, 23. Januar, wird der Gemeinderat dem Antrag von Klaus Nerlich wohl stattgeben und ihn von seinem Mandat entbinden.

Aufruf zur ersten öffentlichen Lindauer Versammlung der Communistischen Partei Deutschlands (Spartacusbund) im Lindauer Tagblatt

„Im Demonstrationszug prangte auch die blutrote Fahne mit dem Sowjetstern“

Sie wollten den Kapitalismus abschaffen und „dass die große arbeitende Masse aufhört, eine regierte Masse zu sein, vielmehr das ganze politische und wirtschaftliche Leben selbst lebt und in bewusster freier Selbstbestimmung lenkt.“ Als die am 1. Januar 1919 in Berlin gegründete Kommunistische Partei Deutschlands – Spartakusbund“ kurz vor Weihnachten 1919 gerade mal drei Wochen lang nicht verboten war, luden ihre Lindauer Sympathisantinnen und Mitglieder auf den 15.

 Die Machtübernahme auch in Tuttlingen ging Schlag auf Schlag.

Der Nationalsozialismus in Tuttlingen

Mit der NS-Zeit in Tuttlingen befasst sich die Ausstellung „Zum Nationalsozialismus in Tuttlingen“. Die Schau ist bis 5. April 2020 im Hugo-Geißler-Saal des Fruchtkastens zu sehen

Als 1933 die Nationalsozialisten die Macht ergriffen, gab es in Tuttlingen einen demokratisch gewählten Gemeinderat mit einem von den Einwohnern Tuttlingens gewählten Oberbürgermeister als Vorsitzenden. Der Gemeinderat bestand seit 1932 aus 24 Mitgliedern, die sich auf fünf Gruppierungen, beziehungsweise Parteien verteilten.

 Im „Hotel Silber“ war zur NS-Zeit die Gestapo-Zentrale für Württemberg untergebracht.

Bedrückende und erschütternde Zeugnisse

Bei einer Exkursion des Studentenwerks „Weiße Rose“ nach Stuttgart haben die Teilnehmer das „Hotel Silber“ besucht, in dem zur NS-Zeit die Gestapo-Zentrale für Württemberg untergebracht war.

In der dortigen Ausstellung werden laut Pressemitteilung des Studentenwerkes seit 2018 die Tätigkeitsbereiche der Gestapo dokumentiert. Dazu gehörte anfangs die Inhaftierung von KPD-Mitgliedern in den Konzentrationslagern Heuberg und Oberer Kuhberg (Ulm), die Bekämpfung von Widerstandsaktivitäten sowie die Verfolgung von Juden, Sinti, ...

Eugen Ruge

Eugen Ruge über den großen Moskauer Terror

Mit seinem neuen Roman „Metropol“ füllt Eugen Ruge acht Jahre nach dem Bestseller „In Zeiten des abnehmenden Lichts“ eine Lücke in seiner großen DDR-Familiengeschichte über mehrere Generationen.

Es ist ja auch die eigene Geschichte des Schriftstellers, der 1952 im Ural als Sohn eines deportierten Deutschen zur Welt kam: „Als mein Vater seiner Mutter bei ihrem Wiedersehen 1956 über seine Erfahrungen im stalinistischen Gulag zu berichten begann, hielt Charlotte sich die Ohren zu.

„Transit“ thematisiert Fragen, die angesichts der Flüchtlingsbewegungen mehr denn je aktuell sind.

„Transit“ wird im Konzerthaus Ravensburg gespielt

Das Landestheater Tübingen bringt den Roman „Transit“ am Freitag, 18. Oktober, um 20 Uhr auf die Theaterbühne des Konzerthauses Ravensburg. Die Autorin Anna Seghers (1900 bis 1983), die selbst 1941 über Marseille nach Mexiko floh, thematisiert darin Fragen, die laut Ankündigung des Kulturamtes heute wieder aktuell sind: Was heißt es, sein Land verlassen zu müssen? Was macht eine menschliche Existenz aus? Und was bedeutet ein Papier wie das Visum? Die Regie führt Akillas Karazissis.

Goldener Pflasterstein

Stolpersteine: Keine Gnade für Andersdenkende

Johannes Schneider lebte mit seiner Frau Katharina und den beiden Kinder in der Beinstraße 22. Er war in der Opposition gegen das menschenverachtende Regime, kam in „Schutzhaft“ und ins Konzentrationslager. Die Haft überlebte er zwar. Aber ihre Folgen brachten seinen Tod. Im Alter von 36 Jahren. Wie so oft hieß es dann: „Todesursache: Versagen von Herz und Kreislauf bei Lungenentzündung“. Auch für ihn wurde am 3. Juli ein Stolperstein verlegt worden.