Suchergebnis

Aufruf zur ersten öffentlichen Lindauer Versammlung der Communistischen Partei Deutschlands (Spartacusbund) im Lindauer Tagblatt

„Im Demonstrationszug prangte auch die blutrote Fahne mit dem Sowjetstern“

Sie wollten den Kapitalismus abschaffen und „dass die große arbeitende Masse aufhört, eine regierte Masse zu sein, vielmehr das ganze politische und wirtschaftliche Leben selbst lebt und in bewusster freier Selbstbestimmung lenkt.“ Als die am 1. Januar 1919 in Berlin gegründete Kommunistische Partei Deutschlands – Spartakusbund“ kurz vor Weihnachten 1919 gerade mal drei Wochen lang nicht verboten war, luden ihre Lindauer Sympathisantinnen und Mitglieder auf den 15.

 Die Machtübernahme auch in Tuttlingen ging Schlag auf Schlag.

Der Nationalsozialismus in Tuttlingen

Mit der NS-Zeit in Tuttlingen befasst sich die Ausstellung „Zum Nationalsozialismus in Tuttlingen“. Die Schau ist bis 5. April 2020 im Hugo-Geißler-Saal des Fruchtkastens zu sehen

Als 1933 die Nationalsozialisten die Macht ergriffen, gab es in Tuttlingen einen demokratisch gewählten Gemeinderat mit einem von den Einwohnern Tuttlingens gewählten Oberbürgermeister als Vorsitzenden. Der Gemeinderat bestand seit 1932 aus 24 Mitgliedern, die sich auf fünf Gruppierungen, beziehungsweise Parteien verteilten.

 Im „Hotel Silber“ war zur NS-Zeit die Gestapo-Zentrale für Württemberg untergebracht.

Bedrückende und erschütternde Zeugnisse

Bei einer Exkursion des Studentenwerks „Weiße Rose“ nach Stuttgart haben die Teilnehmer das „Hotel Silber“ besucht, in dem zur NS-Zeit die Gestapo-Zentrale für Württemberg untergebracht war.

In der dortigen Ausstellung werden laut Pressemitteilung des Studentenwerkes seit 2018 die Tätigkeitsbereiche der Gestapo dokumentiert. Dazu gehörte anfangs die Inhaftierung von KPD-Mitgliedern in den Konzentrationslagern Heuberg und Oberer Kuhberg (Ulm), die Bekämpfung von Widerstandsaktivitäten sowie die Verfolgung von Juden, Sinti, ...

Eugen Ruge

Eugen Ruge über den großen Moskauer Terror

Mit seinem neuen Roman „Metropol“ füllt Eugen Ruge acht Jahre nach dem Bestseller „In Zeiten des abnehmenden Lichts“ eine Lücke in seiner großen DDR-Familiengeschichte über mehrere Generationen.

Es ist ja auch die eigene Geschichte des Schriftstellers, der 1952 im Ural als Sohn eines deportierten Deutschen zur Welt kam: „Als mein Vater seiner Mutter bei ihrem Wiedersehen 1956 über seine Erfahrungen im stalinistischen Gulag zu berichten begann, hielt Charlotte sich die Ohren zu.

„Transit“ thematisiert Fragen, die angesichts der Flüchtlingsbewegungen mehr denn je aktuell sind.

„Transit“ wird im Konzerthaus Ravensburg gespielt

Das Landestheater Tübingen bringt den Roman „Transit“ am Freitag, 18. Oktober, um 20 Uhr auf die Theaterbühne des Konzerthauses Ravensburg. Die Autorin Anna Seghers (1900 bis 1983), die selbst 1941 über Marseille nach Mexiko floh, thematisiert darin Fragen, die laut Ankündigung des Kulturamtes heute wieder aktuell sind: Was heißt es, sein Land verlassen zu müssen? Was macht eine menschliche Existenz aus? Und was bedeutet ein Papier wie das Visum? Die Regie führt Akillas Karazissis.

Goldener Pflasterstein

Stolpersteine: Keine Gnade für Andersdenkende

Johannes Schneider lebte mit seiner Frau Katharina und den beiden Kinder in der Beinstraße 22. Er war in der Opposition gegen das menschenverachtende Regime, kam in „Schutzhaft“ und ins Konzentrationslager. Die Haft überlebte er zwar. Aber ihre Folgen brachten seinen Tod. Im Alter von 36 Jahren. Wie so oft hieß es dann: „Todesursache: Versagen von Herz und Kreislauf bei Lungenentzündung“. Auch für ihn wurde am 3. Juli ein Stolperstein verlegt worden.

Karle Schiele steht auf einem Stolperstein

Urteil: „Rundfunkverbrechen“ – Aalener stirbt an den Haftfolgen

Karl Schiele war ein begeisterter Sportler bei der TSG Hofherrnweiler, er wird als „vielseitig „interessierter und aktiver Mensch“ beschrieben. Er geriet als einer, der sich für die Arbeiterparteien einsetzte, nach der Machtergreifung ab 1933 in den Fokus der Nationalsozialisten.

Mit etlichen Mitbürgern aus Hofherrnweiler wurde er verschleppt. „Rundfunkverbrechen“ lautete sieben Jahre später die Anklage. In der Hofherrnstraße 28 erinnert ein „Stolperstein“ an sein Schicksal.

 Hans Mantz, von 1922 bis 1932 Oberbürgermeister von Ravensburg (auf dem Bild an seinem Schreibtisch im Rathaus), war der Hauptr

Schluss mit dem Untertanentum

Die erste Verfassungsfeier in Ravensburg fand am 11. August 1922 im Bärengarten statt. „Wohl der größte Teil der Einwohnerschaft war dem Rufe gefolgt, um durch seine Anwesenheit die Treue und Liebe zur selbstgewählten Verfassung zu bekunden“, berichtete die „Oberschwäbische Volkszeitung“ damals. Diese Feierlichkeiten hatten das Ziel, die demokratisch-republikanischen Grundwerte im Sinne eines Verfassungspatriotismus in der Bevölkerung zu verankern.

Stolpersteine erinnern an das Schicksal acht ehemaliger vertriebener oder ermordeter Aalener

Acht neue Stolpersteine erinnern jetzt an weitere Aalener, die während der nationalsozialistischen Diktatur verfolgt, vertrieben und ermordet wurden. Mit der zweiten Verlegung wird jetzt auch an die Opfer gedacht, die nicht direkt in der Innenstadt wohnten. Start der Verlegung war am Mittwochnachmittag am Schubart-Gymnasium. Hier lernte Norbert Tugendhat. Ermordet wurde er am 2. Dezember 1944 – weil sein Großvater jüdischen Glaubens war. Die Initiative Stolpersteine in Aalen hatte aufwendig das Schicksal dieser Aalener recherchiert.

Die Kirchen St. Nikolaus und St. Canisius ragen 1944 aus den Trümmern hervor.

Die Nazis in Friedrichshafen - Nur wenige hatten den Mut, sich zu widersetzen

Frühen Widerstand gegen die NS-Herrschaft gab es in Friedrichshafen nur spärlich, und wenn, dann nur ganz vereinzelt. So vermochte noch Bürgermeister Hans Schnitzler im März 1933 gegen das Hissen der Hakenkreuzfahne oder mit seinem Umzug vom Rathaus in das Gebäude der Stadtwerke kurzfristig zu protestieren. Die Machtübernahme der NSDAP in Friedrichshafen konnte damit allerdings nicht aufgehalten werden. Manche bezahlten ihren Mut mit dem Leben.

Widerstand endet mit dem Tod Zwei hiesigen Kommunisten, dem aus St.