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Bernd Winkler begleitete die 5.-Mai-Gedenkfeier im Wechsel mit Wolfram Frommlet.

Gedenkfeier erinnert an Widerstand gegen den NS-Unrechtsstaat und wirbt für Frieden

Das „Aktionsbündnis 8. Mai“ hat an der Stadtmauer, wo das als „Rotes Haus“ bezeichnete Gefängnis stand, eine Gedenkveranstaltung abgehalten, von Wolfram Frommlet und Bernd Winkler musikalisch und poetisch umrahmt. 76 Jahre nach der Befreiung von Faschismus und Krieg erinnert die Aktion an Widerständler und fordert eine Gedenkstätte in Ravensburg.

An dem sonnigen Frühlingssamstag war der Platz an der Stadtmauer mit seinem Spielplatz sehr belebt.

Viermal Jürgen Rölli: als Polizist, Boxer, Narr oder als Organisator der Boxnacht. Beruflich geht der 61-Jährige in dieser Woche

Jürgen Rölli: Wenn einer mit Herz geht – und noch Großes vor hat

Das Lächeln ist spitzbübisch wie eh und je. Die Oberarme sind – trotz nunmehr fast 61 Jahren – durchtrainiert. „Ich höre zum 1. April ganz regulär auf“, sagt Jürgen Rölli ganz sachlich nüchtern. Das Aufhören bezieht sich dabei ausschließlich auf das Dienstliche. Denn für seine Freizeit hat sich der Polizeihauptmeister des mittleren Dienstes noch sehr viel vorgenommen.

Mehr der Kommunalpolitik widmenMehr seinem Amt als Stadt- und Kreisrat will er sich widmen.

 Der ehemalige Sitzungssaal am Marktplatz 4 in Aalen.

Erste Wahl nach dem Krieg: Als die Demokratie wieder laufen lernte

„Die Demokratie tritt wieder in ihr Recht ein und Sie als Vertreter des Volkes haben nun wieder die beschließende Gewalt. Der Bürgermeister leitet die Verwaltung und hat Ihre Beschlüsse und Entschlüsse umzusetzen.“ Mit diesen Worten hat Bürgermeister Karl-Otto Balluff die erste Sitzung des ersten frei gewählten Gemeinderates nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und dem Ende der Nazi-Gewaltherrschaft beendet. Die Wahl des Stadtparlaments war vor 75 Jahren, am 27.

 Eine Sanitätskolonne des Roten Kreuzes in Ellwangen. Die Aufnahme stammt aus dem Jahr 1928. In der Mitte der ersten Reihe ist d

90 Prozent Wahlbeteiligung: Wie in Ellwangen die Demokratie wieder erwachte

Die ersten freien Wahlen nach dem Krieg waren Kommunalwahlen. Am 27. Januar 1946 – auf den Tag genau vor 75 Jahren – waren die Menschen aufgerufen, Gemeinderäte zu wählen. Aber hatten sie überhaupt Interesse an Stadtpolitik? Hatten sie nicht andere Sorgen – Hunger, Wohnungsnot, Arbeitslosigkeit, Angst vor den Besatzern und vor einer ungewissen Zukunft?

„Die hohe Wahlbeteiligung spricht für sich“, meint Stadtarchivar Christoph Remmele. Rund 90 Prozent der Ellwangerinnen und Ellwanger machten damals von ihrem Wahlrecht Gebrauch.

Denunziert, dann aufgestiegen - Ein Baron als Landrat

Ende April vor 75 Jahren haben die Amerikaner Aalen besetzt, zwei Wochen später war in ganz Deutschland der Krieg zu Ende. Wenige Wochen später macht sich die Besatzungsmacht daran, die Verwaltung der Stadt und des Landkreises wieder in Gang zu bringen, zumal vordringlich das Wegräumen der Trümmer des Kriegs und der Wiederaufbau anzugehen sind. Als neuen Landrat installiert sie Max von Lütgendorff, den Chefsessel im Rathaus muss Karl Schübel für Karl Otto Balluff räumen.

 Gründungsbekanntgabe des Antifaschistischen Blockes Lindau im Amtsblatt der Stadt Lindau vom 12. Oktober 1945.

Als die Anti-Faschisten das Leben in Lindau organisierten

75 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs erinnert die Lindauer Zeitung an die Zeit damals. Im 15. Teil geht es darum, wie nach dem Kriegsende der Wiederaufbau begann.

Alle bisherigen Hotel-Lazarette auf der Insel mussten bereits am 3. und 4. Mai 1945 für die französischen Soldaten geräumt und die Verwundeten in Lazarettzüge nach Reutin verlegt werden. Im Hotel Seegarten wurden französische Soldatinnen der AFAT (Frauenhilfscorps der französischen Landarmee) einquartiert.

Arbeitnehmer-Mitbestimmung

100 Jahre Betriebsräte - Mitbestimmung auf dem Rückzug?

Betriebsräte sind in großen Unternehmen die Regel, in kleineren gibt es sie dagegen nur selten. Einen gesetzlichen Anspruch auf diese Form der betrieblichen Interessenvertretung haben die Arbeitnehmer in Deutschland erstmals vor 100 Jahren erhalten.

Am 4. Februar 1920 trat das Betriebsrätegesetz in Kraft trat. Während des Gesetzgebungsverfahrens war es zu blutigen Auseinandersetzungen gekommen, 42 Menschen starben bei einer Demonstration vor dem Reichstagsgebäude durch Schüsse der Sicherheitspolizei.

 Klaus Nerlich scheidet voraussichtlich aus dem Gemeinderat aus.

Ein kritischer Geist verlässt den Gemeinderat

Klaus Nerlich (65), Stadtrat der CDU, hat aus gesundheitlichen den Rückzug aus dem Gemeinderat beantragt. Während seiner Gemeinderatsarbeit machte er mit Wortmeldungen und Anträgen als kritischer Geist immer wieder auf sich aufmerksam. Kritische Töne, auch über das eigene Handeln während der Zeit als Stadtrat spielen beim Gespräch zu seinem Abschied eine Rolle.

Es ist nur eine Formalie: In der Sitzung am Donnerstag, 23. Januar, wird der Gemeinderat dem Antrag von Klaus Nerlich wohl stattgeben und ihn von seinem Mandat entbinden.

Aufruf zur ersten öffentlichen Lindauer Versammlung der Communistischen Partei Deutschlands (Spartacusbund) im Lindauer Tagblatt

„Im Demonstrationszug prangte auch die blutrote Fahne mit dem Sowjetstern“

Sie wollten den Kapitalismus abschaffen und „dass die große arbeitende Masse aufhört, eine regierte Masse zu sein, vielmehr das ganze politische und wirtschaftliche Leben selbst lebt und in bewusster freier Selbstbestimmung lenkt.“ Als die am 1. Januar 1919 in Berlin gegründete Kommunistische Partei Deutschlands – Spartakusbund“ kurz vor Weihnachten 1919 gerade mal drei Wochen lang nicht verboten war, luden ihre Lindauer Sympathisantinnen und Mitglieder auf den 15.

 Die Machtübernahme auch in Tuttlingen ging Schlag auf Schlag.

Der Nationalsozialismus in Tuttlingen

Mit der NS-Zeit in Tuttlingen befasst sich die Ausstellung „Zum Nationalsozialismus in Tuttlingen“. Die Schau ist bis 5. April 2020 im Hugo-Geißler-Saal des Fruchtkastens zu sehen

Als 1933 die Nationalsozialisten die Macht ergriffen, gab es in Tuttlingen einen demokratisch gewählten Gemeinderat mit einem von den Einwohnern Tuttlingens gewählten Oberbürgermeister als Vorsitzenden. Der Gemeinderat bestand seit 1932 aus 24 Mitgliedern, die sich auf fünf Gruppierungen, beziehungsweise Parteien verteilten.