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Klaus Gietinger ist im Köchlin zu Gast und spricht mit den Besuchern über die deutsche Geschichte.

Geschichte als Auftrag

„Eine Leiche im Landwehrkanal“ – Klaus Gietinger hat seinem Buch einen Titel gegeben, der auch als Krimi durchgehen könnte. Er beschreibt darin akribisch recherchiert Hintergründe, Absprachen und die kaltblütige Ermordung von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht vor 100 Jahren – die Exekution zweier Menschen, die den Herrschenden hätten gefährlich werden können, weil sie intelligent, gerecht und freiheitsliebend waren, weil sie Krieg ablehnten und gleiche Rechte für alle Menschen forderten.

 3. August 1919, Berlin: Blick auf eine von den Unabhängigen und den Kommunisten veranstaltete Massendemonstration gegen die Fri

Was ist dran an der Angst vor „Weimarer Verhältnissen“?

Lange Zeit schien sie fast vergessen: die Furcht vor den „Weimarer Verhältnissen“ mit einer Radikalisierung der politischen Kräfte am rechten und linken Rand. Vor allem daran ist die Weimarer Republik zerbrochen. 100 Jahre nach dem Ende des Ersten Weltkriegs und der Novemberrevolution erstarkt vor allem der Rechtspopulismus in Deutschland wieder. Gibt es Parallelen?

Rückblick: 1918 und in den folgenden Jahren befeuern das traumatische Kriegsende und die „Dolchstoß-Legende“ über die angebliche Schuld der zivilen Führung an der ...

Auch Immendorff arbeitete sich vor der Wiedervereinigung an der Absurdität einer geteilten Nation ab – wie hier in „Café Deutsch

Immendorff: Der Maler für die ganz große Bühne

Natürlich ließ es sich Gerhard Schröder nicht nehmen, die Eröffnungsrede zu halten. Noch lieber – diese Bemerkung konnte sich der Ex-Bundeskanzler nicht verkneifen – hätte er natürlich sein goldenes Porträt im Haus der Kunst gesehen. Doch dieses vielleicht bekannteste Gemälde Jörg Immendorffs will nicht so recht zum Rest passen. Und es würde ein weiteres Mal die Sicht auf einen Künstler verzerren, der ohnehin viel unternommen hat, um von seinem Kerngeschäft abzulenken.

Künstler Gunter Demnig bei der Verlegung des Stolpersteins.

Stolperstein für Gefangenen im Ulmer KZ

Erstmals ist am Freitag in Ulm ein Stolperstein für einen der Häftlinge des ehemaligen KZ Oberer Kuhberg verlegt worden. Mitten in der Baustelle in der Schwilmengasse ist jetzt die Erinnerung an Friedrich Röcker zu finden. Der Kommunist lebte dort in der Zeit zwischen der Schließung des Ulmer Konzentrationslagers und seiner Zwangseingliederung in das „Bewährungsbataillon 999“ in einem Haus, das beim Bombardement der Stadt im Dezember 1944 zerstört wurde.

Hans Magnus Enzensberger

Hans Magnus Enzensberger über „99 Überlebenskünstler“

Hans Magnus Enzensberger, Jahrgang 1929 und einer der prominenten Mitglieder der legendären Schriftstellervereinigung Gruppe 47, hat einen ebenso ehrgeizigen wie abenteuerlich erscheinenden literarischen Versuch unternommen.

Am Beispiel von 99 Kurzporträts beleuchtet er Glücksfälle, Strategien der Anpassung und Tarnung, taktisches Geschick oder standfesten Glauben an sich selbst, mit denen die Schriftsteller Gefängnis, Lager und Terror im vergangenen „Jahrhundert der Gewalt“ entrinnen konnten.

Dieter Kunzelmann

Alt-68er Dieter Kunzelmann gestorben

Seine eigene Todesanzeige gab er schon vor 20 Jahren auf: „Dieter Kunzelmann - 1939 -1998“. Nicht nur über sein Leben, auch über seinen Tod habe er frei bestimmt, lautete die Trauerannonce in einem Berliner Blatt.

Im Januar 1999 tauchte der mit Haftbefehl gesuchte Politikaktivist dann aber leibhaftig in einer Talksendung auf. Zu seinem 60. Geburtstag wolle er „Wiederauferstehung“ feiern und sich der Polizei stellen, kündigte er an.

Kunzelmann war der „Chefprovokateur“ der 68er-Studentenbewegung mit dem großen ...


Rosemarie und Bernhard Kosel planen eine Rekonstruktion der berühmten Sammlung Fuchs.

Auf der Suche nach den Bildern aus der Sammlung von Eduard Fuchs

KPD-Mitbegründer Eduard Fuchs war ein leidenschaftlicher Kunstsammler. Auf Druck der Nazis wurde seine berühmte Sammlung versteigert. Seine Nachkommen wollen die Werke aufspüren und werden vom Deutschen Zentrum für Kulturgutverluste unterstützt – ein Novum.

Gemälde der bedeutenden Impressionisten Max Liebermann und Max Slevogt sowie fast alle Lithographien des französischen Realisten Honoré Daumier: Die unter den Nazis zwangsversteigerte berühmte Kunstsammlung von Eduard Fuchs (1870-1940) war gigantisch.

Sammlung Fuchs

Wo ist die Sammlung von Eduard Fuchs?

Gemälde der bedeutenden Impressionisten Max Liebermann und Max Slevogt sowie fast alle Lithographien des französischen Realisten Honoré Daumier: Die unter den Nazis zwangsversteigerte berühmte Kunstsammlung von Eduard Fuchs (1870-1940) war gigantisch.

Ulrich Weitz, der Biograf des Marxisten, spricht von rund 20.000 Kunstgegenständen. Wie viel die berühmte Sammlung heute wert ist, vermag aber weder der Stuttgarter Historiker und Kunsthistoriker (67) zu schätzen, noch das Ehepaar Rosemarie (69) und Bernhard Kosel (76) aus dem ...

AfD-Politiker Wolfgang Gedeon ist gegen die Stolpersteine.

AfD-Politiker stänkert gegen Stolpersteine

In Singen sind Stolpersteine für den von den Nazis ermordeten Kommunistenführer Ernst Thälmann und seine Familie verlegt worden. Das passt nicht jedem.

Die Steine sollen an die Opfer des NS-Regimes erinnern und sind Kunstobjekte: In Singen verlegt der Projektinitiator – Künstler Gunter Demnig aus Köln- solche Stolpersteine im Landkreis Konstanz. Und damit hat ein AfD-Landtagsabgeordneter ein Problem:

Stolperstein

Maas weist AfD-Kritik an Stolperstein-Aktionen scharf zurück

Der geschäftsführende Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) hat die Kritik des AfD-Politikers Wolfgang Gedeon an Stolpersteinen zum Gedenken an NS-Opfer scharf zurückgewiesen.

„Umso lauter ihr Ende gefordert wird, desto mehr Stolpersteine brauchen wir“, sagte er in Berlin. „Sie lehren uns, die Opfer des Nationalsozialismus niemals zu vergessen.“ Maas betonte, dass überhaupt wieder jüdisches Leben in Deutschland gewachsen sei, begreife er als unverdientes Geschenk.