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 Guido Wolf und Katrin Schütz lauschten den Anliegen der Unternehmer.

Neue Verordnung stellt Medizintechnik-Unternehmen vor Herausforderungen

Die Coronapandemie und die Umsetzung der Medizinprodukte-Verordnung der EU sorgen bei Tuttlingens Medizintechnik-Industrie weiterhin für Bedenken. Daher wendet sich die MedicalMountains GmbH nun mit einem Positionspapier an die Entscheidungsträger aus der Politik. Am Mittwoch fand zudem ein Austausch mit Landesjustizminister Guido Wolf und Staatssekretärin Katrin Schütz im Tuttlinger Innovations- und Forschungszentrum (IFC) statt.

An diesem nahmen die Geschäftsführer und Vorstände der IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg, der Firmen ...

 Nur wenige durften die Talk-Runde zum zehnjährigen Bestehen von Medical Mountains vor Ort verfolgen – das restliche Publikum wa

Seit zehn Jahren für die Medizintechnik im Einsatz

Von anfänglicher Skepsis hin zu einer gewachsenen Organisation: Vor zehn Jahren ist Medical Mountains in Tuttlingen gegründet worden – als eine Organisation, um für die Medizintechnikbranche eine einheitliche Anlauf-stelle und ein gemeinsames Sprachrohr zu schaffen. In einem anderen Rahmen als ursprünglich geplant, ist nun gefeiert worden.

Normalerweise hätte es ein großes Fest gegeben – mit vielen Gästen, Festreden, Programm und Buffet.

 Medizintechnikunternehmer, Maschinenbau, selbst Logistik: Sie alle melden wegen der Corona-Krise Kurzarbeit an.

Tuttlinger Firmen versuchen, mit allen Mitteln durch die Krise zu kommen

„Unvorstellbar“ ist es laut Peter Siara vom gleichnamigen Transportunternehmen früher gewesen, dass es in der Tuttlinger Medizintechnik-Branche einen Einbruch geben könnte. „Früher“ das war vor Corona, das war, bevor 1380 Unternehmen im Kreis Tuttlingen Kurzarbeit beantragen mussten (Zeitraum März-April).

Auch bei dem Tuttlinger Kurierdienst spiegeln sich die Auswirkungen der Krise in den Auftragsbüchern wider. Wo kurzgearbeitet wird, werden wesentlich weniger Transporte gebucht.

Gerade bei den produzierenden Betrieben in der Medizintechnik ist notwendig, dass immer ausreichend Produkte für die Medizin zur

Bescheinigung für Firmen der Medizintechnik

Von spanischen Verhältnissen ist Deutschland noch entfernt. Bisher dürfen die deutschen Bürger noch zu ihrer Arbeitsstelle fahren. Die Tuttlinger Cluster-Initiative Medical Mountains will es gar nicht bis zu einer Einschränkung kommen lassen. Sie stellt den Unternehmern eine Bescheinigung aus, wonach die Arbeit ihrer Angestellten systemrelevant ist. Auf Unterstützung aus dem Landes-Sozialministerium wartet der Verband aber noch.

Am Samstag hat die spanische Regierung die Ausgangsbeschränkungen für ihre Bürger weiter verschärft.

Die EU-MDR soll verschoben werden. Die Marktzulassung für chirurgische Instrumente gilt dann bis ins Jahr 2021. Nun wollen die M

Nach geplanter Verschiebung der EU-MDR: Konzentration gilt dem Kampf gegen Corona

Das Inkrafttreten der europäischen Medizinprodukteverordnung (EU-MDR) soll um ein Jahr verschoben werden. Diesen Vorschlag hat die Europäische Kommission am Mittwoch unterbreitet (wir haben berichtet). Zwar steht die Entscheidung von EU-Rat und -Parlament genauso aus wie ein neuer Termin. Die Ankündigung sorgt bei Firmen, Verbänden und Politikern – gerade wegen der Ausbreitung des Coronavirus – für Erleichterung.

„Wir sind sehr froh, dass unsere Appelle in Brüssel Gehör gefunden haben.

 Ein Chirurg hält im OP ein Skalpell in der Hand: Eigentlich sollte die Medizinprodukteverordnung am 26. Mai in Kraft treten.

Medizintechniker begrüßen möglichen Aufschub bei Produktzertifizierungen

Der Vorschlag der EU-Kommission, die europäische Medizinprodukteverordnung um ein Jahr zu verschieben, hat bei Firmen, Verbänden und Politikern für Erleichterung gesorgt. Ziel der Verschiebung ist es, Lieferengpässe mit Medizinprodukten während der Coronavirus-Krise zu vermeiden.

„Wir sind sehr froh, dass unsere Appelle in Brüssel Gehör gefunden haben. Eine andere Entscheidung wäre unter den momentanen Umständen auch nicht zu vertreten gewesen“, sagten Yvonne Glienke und Julia Steckeler, Geschäftsführerinnen der Tuttlinger ...

 Arbeitstreffen (von links): Tobias Schwoy, Julia Steckeler, Michael Martin, Yvonne Glienke, Christian Leibinger, Thomas Albiez.

Weitere Möglichkeiten der Zusammenarbeit ausgelotet

Was kann gemeinsam für Unternehmen und den Medizintechnik-Standort bewegt werden? Bei einem Arbeitstreffen loteten die Industrie- und Handelskammer (IHK) Schwarzwald-Baar-Heuberg, MedicalMountains GmbH und die KLS Martin Group weitere Möglichkeiten der Zusammenarbeit aus.

Dabei soll laut Pressemitteilung auf Erfahrungen aufgebaut werden, wie sie im ExpertTable „Die praktische Umsetzung der EU-MDR“ gesammelt worden sind. Der geschäftsführende Gesellschafter Christian Leibinger und Geschäftsführer Michael Martin kamen deshalb mit den ...

Die Änderung der EU-MDR lässt die Medizintechnik-Unternehmen aufatmen.

Entlastung für die Medizintechnik-Branche: Firmen erhalten bei EU-Verordnung Aufschub

Gute Nachrichten für die Medizintechnik-Unternehmen: Der Ausschuss für Umweltfragen, öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit der Europäischen Union hat entschieden, dass chirurgische Produkte der neuen Klasse 1R bis Mai 2024 ohne die Zertifizierung nach der EU-Medizinprodukteverordnung (EU-MDR) verkauft werden dürfen. Damit erhalten die Firmen einen Aufschub von zwei Jahren. Offiziell ist die Regelung aber noch nicht.

Das ist eine riesen Entlastung.

 Die Tuttlinger haben einen neuen Gemeinderat gewählt.

Die AfD verpasst knapp den Sprung in den Tuttlinger Gemeinderat

Der neue Tuttlinger Gemeinderat wird größer und bunter: 36 statt bislang 34 Stadträte umfasst das Gremium künftig. Mit Florentin Stemmer ist erstmals ein Vertreter der Tierschutzallianz dabei. Knapp verpasst hat AfD-Kandidat Peter Stresing einen Gemeinderats-Sitz.

CDU und SPD büßen je einen Sitz ein. Größter Gewinner ist die LBU, die zwei Sitze zulegt und nun neun Sitze hat. Freie Wähler und die FDP legten um jeweils einen Sitz zu. Die Tuttlinger Liste bleibt im Gremium mit einem Sitz vertreten, so das vorläufige Endergebnis.

 Yvonne Glienke (links) und Julia Steckeler wenden sich an die Europakandidaten mit der Bitte um Rückendeckung.

Unterstützung bei Medizinprodukte-Verordnung gefordert

Die Wahllokale für die Europawahl öffnen am Sonntag. Doch schon jetzt haben die beiden Geschäftsführerinnen der Tuttlinger Clusterinitiative Medical Mountains, Yvonne Glienke und Julia Steckeler, die Kandidaten für das EU-Gremium angeschrieben.

Ihre Bitte an sie: politische Rückendeckung für regionale Wirtschaftsunternehmen bei der Umsetzung der Medizinprodukte-Verordnung (MDR) in der kommenden Legislaturperiode. Denn: „Alleine im Landkreis Tuttlingen kursieren Zahlen von 100 bis 200 geplanten Unternehmensschließungen ...