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 Mit einer kostenlosen Sonderführung mit Kerstin Wernicke (rechts) beteiligt sich das Nabu-Naturschutzzentrum Bad Buchau am Klim

Klimaschutzttag am Federsee

Moore spielen eine wichtige Rolle im Klimaschutz. Daher beteiligt sich das Nabu-Naturschutzzentrum Federsee am Freitag, 20. September, mit einer Spezialführung am Klimastreiktag in Baden-Württemberg. Die Führung startet um 15 Uhr, dauert gut zwei Stunden und ist kostenfrei.

„Die Renaturierung von Mooren ist ein effizienter Beitrag zum Klimaschutz“, sagt Jost Einstein, der Gründer und Leiter des Nabu-Naturschutzzentrums Federsee. Denn Moore sind riesige Speicher für Kohlenstoff, ein Bestandteil des klimaschädlichen Gases Kohlendioxid ...

Beeindruckendes Naturschauspiel am Federsee – hier ist der beste Beobachtungsplatz

Beeindruckendes Naturschauspiel am Federsee – hier ist der beste Beobachtungsplatz

Zurzeit lohnt sich ein Spaziergang über den Federseesteg bei Bad Buchau besonders: Der allabendliche Einflug riesiger Starenschwärme ins Federseeschilf ist ein beeindruckendes Naturschauspiel, sagt Jost Einstein, Leiter des Nabu-Naturschutzzentrums Federsee.

Der beste Beobachtungsplatz ist der Aussichtsturm des Federseestegs. Am frühen Abend, derzeit etwa ab 18.30 Uhr, treffen dort von allen Seiten große Starenschwärme ein, um an gemeinsamen Schlafplätzen im Schilf zu übernachten.

Dieses Foto entstand am frühen Morgen in Ingoldingen.

Schwarzstörche machen Rast in Ingoldingen

Schwarzstörche sind in Baden-Württemberg eine echte Rarität. Umso erstaunlicher ist es, dass Franz Zeh aus Ingoldingen vor Kurzem ein Exemplar beobachten und sogar fotografieren konnte.

„Morgens um 8 Uhr habe ich den Rolladen hochgezogen und habe auf einmal diesen großen schwarzen Vogel gesehen“, sagt Franz Zeh. Der Schwarzstorch war wahrscheinlich auf dem Weg in den Süden und für eine kurze Rast in der Wiese neben Zehs Haus gelandet. Für den Rektor der Ingoldinger Grundschule war dies nicht die erste Begegnung mit so einem Tier.

 Ein Spätzünder: Der Teufelsabbiss bietet jetzt im Frühherbst für Insekten eine wichtige Nahrungsquelle.

Spätblüher liefern jetzt im Federseemoor den Treibstoff für Insekten

Die Blütenvielfalt im Federseemoor ist schon ab Ende August vorbei. Die wenigen Spätblüher unter den Blumen sind für die durchgehende Nektarversorgung der Insekten von elementarer Bedeutung. Daher sind spät gemähte Wiesen ein wichtiger Bestandteil im Blütenrestaurant für Schmetterlinge und andere Nektar saugende Kleintiere, sagt Jost Einstein, der Leiter des Nabu-Naturschutzzentrums Federsee.

Erst gegen Ende des Sommers blüht ein besonders aparter Spätzünder unter den Blumen: der Teufels-Abbiss.

 Vom Steg aus können die Besucher die einmalige Natur im Banngebiet Staudacher erfahren.

Urwald auf Moorboden

Das Banngebiet Staudacher am Federsee ist ein ganz besonderer Wald. Seit mehr als 100 Jahren hat sich der Moorwald ohne jeden menschlichen Eingriff entwickelt. Von einem Steg aus können Besucher hautnah Einblicke in den wildromantischen Wald bekommen und seine faszinierende Artenvielfalt entdecken.

Ein kurzer Trommelwirbel, irgendwo aus einer Gruppe Moorbirken. Erstaunlich vehement! Offenbar hat der Buntspecht einen ausgezeichneten Resonanzkörper gefunden, der seine Schläge optimal verstärkt.

Eine männliche Rohrweihe (oben) überbringt per Luftfracht eine Maus. Der Jungvogel darunter muss das Lunchpaket übernehmen – ein

Spektakuläres Naturschauspiel: Rohrweihen füttern ihre Jungen im Flug

Nur noch wenige Tage kann man vom Aussichtsturm in Tiefenbach ein beeindruckendes Naturschauspiel beobachten: Rohrweihen füttern ihre Jungen – in der Luft! Diese seltene Greifvogelart hat am Federsee ihren wichtigsten Standort im Land.

Ein etwa bussardgroßer graubrauner Vogel nähert sich mit langsamen Flügelschlägen. Vom Aussichtsturm am Tiefenbacher Federseeufer kann man mit dem Fernglas erkennen, dass er in den Krallen eine Maus hält.

 Chrysomela collaris auf der Knospe einer Kriechweide: Die Käferart galt in Baden-Württemberg als verschollen oder ausgestorben.

Sensationsfund: Seltene Käferart am Federsee entdeckt

Ein Käferspezialist des Regierungspräsidiums Tübingen hat im Federseemoor einen sehr seltenen Käfer gefunden. Chrysomela collaris, der Dünen-Blattkäfer, wurde in Baden-Württemberg das letzte Mal 1973 nachgewiesen.

Das teilt der Naturschutzbund Nabu mit, der das Naturschutzzentrum am Federsee betreibt. Er bezeichnet die Sichtung als „Sensationsfund“, denn in der baden-württembergischen Roten Liste bedrohter Arten war er als „ausgestorben/verschollen“ vermerkt.

 Der Randring-Perlmutterfalter mag es eher kühl. Derzeit ist er noch häufig am Federsee anzutreffen – doch er könnte zu den Verl

Den Eiszeitpflanzen wird es heiß

Wochenlange Sommerhitze, dann wieder unwetterartige, geradezu tropisch Regenfälle: Der Klimawandel beschäftigt die Menschen. Was Wissenschaftler schon einige Zeit prognostizieren, zeigt sich zunehmend in der Natur. Auch am Federsee sind Auswirkungen feststellbar, berichtet Jost Einstein vom Nabu-Naturschutzzentrum Federsee.

„Federsee statt Mittelmeer: Den Eiszeitpflanzen wird es zu warm und südeuropäische Arten etablieren sich zunehmend.

Das breitblättrige Knabenkraut gedeiht auf dem nährstoffarmen Moorboden.

Von sexy Blüten und fliegenden Zustellern

Zurzeit blühen verschiedene Orchideenarten auf den feuchten Riedwiesen rund um den Federsee. Der beste Platz zur Beobachtung ist die vom Naturschutz frei gehaltene Lichtung im Banngebiet Staudacher zwischen Bad Buchau und Moosburg, auf der auch Raritäten aus anderen Pflanzenfamilien wachsen.

„Orchideen gibt es nur auf der Fensterbank? Weit gefehlt“, sagt Jost Einstein, der Leiter des Nabu-Naturschutzzentrums Federsee in Bad Buchau, und führt aus: „Im Federseeried wachsen zehn Ochideenarten.

 Die Storchenzahl hat in den vergangenen Jahren zugenommen. Die jüngsten Todesfälle beunruhigen Experten deshalb nicht.

Regentage haben zum Storchentod geführt

Storchenfreunde haben in den vergangenen Tagen als schockierend empfundene Entdeckungen gemacht: tote Jungvögel in den Horsten – Nachwuchs, dem die jüngsten Regentage zum Schicksal wurden. Aus der Storchenstation des Affenbergs bei Salem im Bodenseehinterland kommen entsprechende Nachrichten. Nach ersten Schätzungen sind dort bis zu 40 Tiere umgekommen. Aus dem benachbarten Markdorf werden Verluste gemeldet, ebenso aus dem oberschwäbischen Bad Waldsee.