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Propaganda - Wie man Lügen verkauft

Propaganda - Wie man Lügen verkauft

Gelogen wird täglich und überall. Nicht jede Lüge ist gleich Propaganda, aber in der Propaganda ist die Lüge nie weit. Und die Grenzen sind fließend. Larry Weinstein hat sich intensiv damit beschäftigt.

Der bereits mit drei Emmys ausgezeichnete Regisseur aus Toronto hat eine gewisse Faszination für das Thema - nicht weil ihm Propaganda so sympathisch wäre, es ist eher ein fasziniertes Schaudern. Weinstein hat deshalb den sehenswerten und vielschichtigen Dokumentarfilm „Propaganda - Wie man Lügen verkauft“ gemacht.

Harmlose Unterhaltung gab es im Kino der NS-Zeit nicht, auch nicht in Helmut Käutners „Wir machen Musik“ mit Georg Thomalla und

Der Zweite Weltkrieg und das Kino

Es sind Lieder, die bis heute noch viele Deutsche kennen – nicht nur die Älteren. Ohrwürmer, die bis in die 1970er-Jahre häufig im Radio gespielt wurden: „Eine Nacht im Mai“ von Marika Rökk oder „Das kann doch einen Seemann nicht erschüttern“ von Heinz Rühmann. Es sind auch Bilder, die sich ins kollektive Gedächtnis der Nation eingeschrieben haben: „Stukas“, also Sturzkampfflieger am Himmel, dazu die Melodie „Bomben auf Engelland“. Die Olympischen Spiele 1936 von Berlin, der „Feldzug“ von 1940 gegen Frankreich – dazu Bilder friedlichen Lebens ...

Der Ravensburger Marienplatz, damals Adolf-Hitler-Platz, war zu Kriegsbeginn mit Hakenkreuz-Fahnen beflaggt.

Angriff auf Polen: Wie die Menschen in Oberschwaben den Kriegsausbruch 1939 erlebt haben

Es ist Krieg – aber erst einmal weit weg, irgendwo an der Ostgrenze des Reiches, jenseits von Schlesien, an der Weichsel, unweit von Masuren.

Dieses Distanzgefühl drücken die Ausgaben des „Ravensburger Tagblatts“ in den ersten Tagen des Septembers 1939 aus. Anzeigen in der oberschwäbischen Zeitung verheißen leichtes Melken durch Melkfett oder bieten Edel-Schuhpflege an. Das örtliche Schuhhaus Maier meldet, es habe am Samstag geöffnet.

Das Kino Burgtheater zeigt die Schmonzette „1-2-3 Jetzt kommt ein Walzer zum Schluss“.

Once Upon A Time In... Hollywood

„Once Upon a Time... in Hollywood“: Tarantinos Zeitreise

Blutorgien und exzessive Gewalt, wie in „Pulp Fiction“, „Kill Bill“ und „Django Unchained“, sind Quentin Tarantinos Markenzeichen. Der Oscar-prämierte Regisseur, Drehbuchschreiber und Produzent ist auch Meister brillanter, langer Dialoge.

Doch mit diesen Zutaten hält sich Tarantino in seinem neunten Spielfilm „Once Upon a Time... in Hollywood“ dezent zurück. Erst am Ende des fast dreistündigen Films geht es mit Flammenwerfern und extremer Brutalität gewohnt zur Sache.

Brad Pitt

Brad Pitt hält Tarantino für verkannten Humanisten

Der Schauspieler Brad Pitt (55; „Fight Club“, „Mr. & Mrs. Smith“) hält den US-Regisseur Quentin Tarantino für einen verkannten Humanisten.

„Wenn man dich besser kennenlernt, stellt man fest: Du bist tatsächlich ein verdammt liebenswerter Kerl. Du bist ein Humanist“, sagte Pitt zu Tarantino bei einem gemeinsamen Interview der „Welt am Sonntag“. „Ich habe mich oft gefragt, warum das kaum jemand wahrnimmt.“ Trotz aller Gewalt stecke in Tarantinos Filmen sehr viel Menschlichkeit.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Bündnis 90/Die Grünen) wurde mit Goebbels verglichen.

Faschistoider Hetzer? Landtagsabgeordneter vergleicht Kretschmann mit Goebbels

Der parteilose Landtagsabgeordnete Heinrich Fiechtner hat Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) mit NS-Propagandaminister Joseph Goebbels verglichen.

Gemein sei allen „faschistoiden Hetzern“, dass sie Sündenböcke zur Ablenkung von ihren eigenen „Schandtaten“ suchten, schrieb er auf Facebook. Dazu stellte er eine Fotocollage, die Kretschmann neben Goebbels zeigt. Er stehe zu dem Vergleich, sagte Fiechtner am Donnerstag auf Nachfrage.

 Martin Schulz auf dem Spritzenhausplatz zusammen mit der SPD-Bundestagsabgeordneten Leni Breymaier (rechts) und der Aalener Sta

Martin Schulz warnt: Die Gefährder Europas sind unterwegs

„Europa zu stärken, ist der beste Schutz für die nächsten Generationen“ – bei strömendem Regen hat sich Martin Schulz am späten Dienstagnachmittag auf dem Spritzenhausplatz mächtig ins Zeug gelegt für ein transparentes, demokratisches und friedliches Europa.

Angesichts des üblen Wetters erreichten die Botschaften des früheren Präsidenten des EU-Parlaments und ehemaligen SPD-Bundesvorsitzenden allerdings nur ein überschaubares Häuflein von gut 100 Interessierten und Unentwegten.

Ulrich Matthes

Promi-Geburtstag vom 9. Mai 2019: Ulrich Matthes

Mit dem Älterwerden ist das so eine Sache. Auch wenn der nächste runde Geburtstag ansteht, fühlt man sich oft nicht wesentlich älter. So geht es auch dem Schauspieler Ulrich Matthes, der am heutigen Donnerstag (9. Mai) 60 Jahre alt wird.

„Wenn ich mich erinnere, was ich als 20-Jähriger über 60-Jährige gedacht habe: „Au weia, in dem Alter steht man mit einem halben Fuß doch schon im Grabe.““ Da sei der Altersunterschied ungeheuer groß gewesen.

Kunstmesse Art Cologne

Die Art Cologne kann auf Nolde nicht verzichten

Ein kleines bisschen defensiv klingt Achim Hagemeier schon. „Wir zeigen eigentlich die Gegenseite“, betont der Frankfurter Galerist. Damit meint er verfolgte Künstler, die in Opposition zum NS-Regime standen.

Allerdings hat er an seinem Stand auf der Art Cologne auch Emil Nolde (1867-1956) im Angebot, und der diente sich den braunen Machthabern an. „Ich kann es mir nicht leisten, ihn nicht zu zeigen“, sagt Hagemeier. Dass Nolde ein „glühender Hitler-Verehrer“ gewesen sei, wisse er natürlich.

Merkel

Nolde raus, Schmidt-Rottluff rein: Tausch im Kanzleramt

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) gibt zwei Gemälde des umstrittenen Malers Emil Nolde (1867-1956) aus ihrem Amtszimmer zurück.

„Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz hatte die Bundeskanzlerin gebeten, das Gemälde "Brecher" von Emil Nolde an die Stiftung als Eigentümerin des Kunstwerks zurückzugeben“, teilte eine Regierungssprecherin der Deutschen Presse-Agentur in Berlin mit. Dieser Bitte komme die Kanzlerin selbstverständlich gerne nach, hieß es.