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Strache-Video: Korruptionsstaatsanwaltschaft ermittelt

Die Korruptionsstaatsanwaltschaft in Wien hat im Zusammenhang mit dem „Ibiza-Video“ Ermittlungen gegen Ex-FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache und Ex-Fraktionschef Johann Gudenus eingeleitet. Konkret gehe es um den Vorwurf der Untreue, sagte ein Sprecher der Behörde. Es werde zudem gegen weitere Unbekannte ermittelt. Die Ermittlungen betreffen das „Ibiza-Video“, das „Spiegel“ und „Süddeutsche Zeitung“ am 17. Mai veröffentlicht hattn und in dessen Folge die rechtskonservative Regierung in Österreich zusammenbrach.

Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz bei seiner Rede vor dem Misstrauensvotum.

Warum Sebastian Kurz gefallen ist – und trotzdem wahrscheinlich bald wiederkommt

Am Sonntag noch hatte der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz einen Triumph bei der Europawahl. Am Montag wurden er und seine Übergangsregierung per Misstrauensvotum im Parlament gestürzt. Mit nur 17 Monaten Regierungszeit ist Kurz nun der Kanzler mit der kürzesten Amtszeit in der Nachkriegsgeschichte des Landes.

Noch nie zuvor war in Österreichs Nachkriegszeit ein Misstrauensvotum gegen einen Kanzler oder eine Regierung erfolgreich verlaufen – obwohl es 185 solcher Anträge gegeben hatte.

Heinz-Christian Strache

Österreich: Informant nennt Details zu Skandal-Video

Eine Woche nach der Veröffentlichung des skandalösen Ibiza-Videos und dem darauffolgenden Bruch der rechtskonservativen Regierung in Österreich läuft die Suche nach den Auftraggebern.

Für Aufsehen sorgten die Äußerungen des Sicherheitsexperten Sascha Wandl, der mehreren Medien sagte, dass ein ehemaliger Geschäftspartner - den er selbst im Bereich Spionage ausgebildet habe - die Videofalle gemeinsam mit einem Wiener Anwalt gelegt habe. Beweise legte Wandl allerdings nicht vor.

Regierungskrise

Österreichs Kanzler Kurz soll sich Misstrauensvotum stellen

In der Regierungskrise in Österreich ist der Machtkampf voll entbrannt. Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) muss sich in einer Sondersitzung des Parlaments am kommenden Montag voraussichtlich einem Misstrauensantrag stellen.

SPÖ und die nach dem Skandal-Video aus Ibiza aus der Regierung gedrängte FPÖ könnten mit ihren Stimmen den Kanzler stürzen. In einem emotionalen Appell wandte sich am Dienstagabend Bundespräsident Alexander Van der Bellen an die Bevölkerung: „Ich bitte Sie, wenden Sie sich nicht angewidert von der Politik ab.

Tal Silberstein

Skandal-Video in Österreich: Was wir wissen - und was nicht

Ein zwei Jahre altes Video aus Ibiza taucht auf - und stürzt Österreich kurz vor der EU-Wahl ins Chaos. Einiges über die Aufnahmen ist gesichert - vieles aber Spekulation. Ein Überblick:

DIE PROTAGONISTEN: Fünf Menschen sind an der Gesprächsrunde im Sommer 2017 beteiligt: Österreichs damaliger FPÖ-Chef und späterer Vizekanzler Heinz-Christian Strache, der jetzt zurückgetretene FPÖ-Fraktionschef Johann Gudenus - damals Wiener Vizebürgermeister - und dessen Ehefrau.

Spitzentreffen

Für die AfD ist der Skandal ärgerlich - mehr aber auch nicht

Für die Gegner der Rechtspopulisten ist der Skandal um den inzwischen zurückgetretenen FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache ein Geschenk. Zeigt er doch, dass Vorsicht geboten ist, wenn sich ein Politiker selbst als Saubermann und Anwalt des sogenannten kleinen Mannes in Szene setzt.

Entsprechend wortreich wird der Absturz des FPÖ-Chefs von deutschen Partei- und Fraktionschefs kommentiert. Nur die AfD reagiert zögerlich. Kein Wunder, schließlich ist die FPÖ für die deutschen Rechtspopulisten schon lange Vorbild in Sachen Strategie - und ...

Günter Wallraff

Video mit großer Wirkung: „Sternstunde des Journalismus“?

Ein Video hat maßgeblich zum Rücktritt von Österreichs Vizekanzler Heinz-Christian Strache und zum Bruch der rechtskonservativen Regierungskoalition beigetragen. Aber war es gerechtfertigt, die heimlichen Aufnahmen öffentlich zu machen? Dürfen Medien solche Bilder zeigen, die in privatem Rahmen entstanden sind?

Enthüllungsjournalist Günter Wallraff bezeichnete die Veröffentlichung als „gelungenen Coup“. Für Tina Groll ist sie eine „Sternstunde für den Journalismus“, wie die Vorsitzende der Deutschen Journalistinnen- und ...

Norbert Hofer zum neuen FPÖ-Parteichef bestimmt

Der österreichische Verkehrsminister Norbert Hofer ist in der Sitzung des FPÖ-Bundesparteipräsidiums einstimmig zum neuen Parteichef bestimmt worden. Das gab die FPÖ am Abend bekannt. Bei der nächsten Sitzung des Bundesparteivorstandes, die nach der Europawahl stattfinden wird, solle diese Entscheidung formal bestätigt werden. Hofer ist damit Nachfolger von Heinz-Christian Strache, der wegen eines Skandal-Videos zurückgetreten war. FPÖ-Klubobmann Johann Gudenus gab unterdessen am Sonntagabend seinen Austritt aus der FPÖ bekannt - „mit ...

Auf dem Weg zu Neuwahlen: Sebastian Kurz vor der Pressekonferenz, in der er die Regierung mit der FPÖ aufkündigte.

Kurz macht Schluss: Warum Österreichs Kanzler die FPÖ aus der Regierung wirft

Österreich steckt nach dem sogenannten „Ibiza-Skandal“ in einer ernsten Regierungskrise. Die rechte FPÖ hat sich durch die Äußerungen Heinz-Christian Straches, bis Samstag Chef der Partei, über das Zuschachern von Staatsaufträgen an eine vermeintliche Nichte eines russischen Oligarchen und über einen radikalen Umbau des österreichischen Mediensystems selbst politisch enthauptet. Bundeskanzler Sebastian Kurz, der mit seiner ÖVP zusammen mit der FPÖ das Land regiert, löste das Bündnis nach nur 17 Monaten auf.

Kurz und Strache

Video-Affäre um Strache

Der Jubel vor dem Kanzleramt in Wien war nicht zu überhören. Tausende warteten direkt vor der Tür des Amtssitzes von Kanzler Sebastian Kurz auf dessen Entscheidung über eine Fortsetzung oder ein Ende der ÖVP-FPÖ-Koalition in Österreich.

„Genug ist genug“, sagte der 32-Jährige am Samstagabend kurz vor 20 Uhr vor Journalisten aus aller Welt. Nach dem Skandal-Video, in dessen Mittelpunkt der bisherige FPÖ-Chef und Vizekanzler Heinz-Christian Strache stand, hat Kurz die Nase voll vom Koalitionspartner.