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Radprofi

Geschke-Team vor schweren Zeiten: Hauptsponsor steigt aus

Der Radrennstall CCC mit dem früheren Tour-de-France-Etappensieger Simon Geschke und Olympiasieger Greg van Avermaet steht vor einer ungewissen Zukunft.

Teamchef Jim Ochowicz kündigte an, dass Hauptsponsor CCC - eine polnische Schuhgeschäfte-Kette - Ende des Jahres wegen der finanziellen Einbußen während der Corona-Krise aussteigen werde. Er habe aber die Hoffung, einen neuen Titelsponsor zu finden.

Die Fahrer hatte zuletzt bereits einen erheblichen Gehaltsverzicht akzeptiert.

CCC-Team

Geschke und Co. akzeptieren offenbar Gehaltsverzicht

Beim finanziell schwer angeschlagenen Radrennstall CCC haben die Fahrer um den früheren Tour-de-France-Etappensieger Simon Geschke und Olympiasieger Greg van Avermaet offenbar einen Gehaltsverzicht von 50 Prozent akzeptiert. Das berichtet das Internetportal Cyclingnews.

Demnach könne die Saison beendet werden. Zur neuen Saison müsse sich das Team aber einen neuen Hauptsponsor suchen. CCC, eine polnische Schuhgeschäfte-Kette, werde sein Engagement zum Ende des Jahres einstellen.

David Lappartient

System Radsport wackelt in Krisenzeiten

Am 29. August soll die Tour de France in Nizza losrollen. So lautet der Plan der Radsport-Branche. Ob es dann zu großen Einschränkungen im Zuge der Coronavirus-Krise kommt oder Zuschauer womöglich nicht am Straßenrand stehen können, ist für die Teams zweitrangig.

Das französische Nationalheiligtum darf nicht fallen, sonst droht einer ganzen Branche der Kollaps. Die Auswirkungen der Pandemie sind jetzt schon gravierend. Bei mehr als 25 Prozent der 19 WorldTour-Teams wurden die Gehälter bereits gekürzt.

Rick Zabel wird ab 2014 Teamkollege von Evans

Berlin (dpa) - Das war nicht einmal seinem berühmten Vater Erik Zabel geglückt. Wenn Filius Rick ab 2014 beim Schweizer Top-Rennstall BMC seinen Einstieg in den Profi-Radsport vollziehen wird, ist der Youngster gerade einmal 20 Jahre jung.

Zum Vergleich: Sein Vater hatte erst mit 22 beim Team Telekom seine erfolgreiche Profikarriere gestartet, an deren Ende über 200 Siege standen.

Was die Erfolge angeht, steht Rick Zabel noch am Anfang.

Nach Armstrong: Wird jetzt alles anders?

Berlin (dpa) - Wird jetzt alles besser, hat der Radsport noch eine Chance, dient der Fall Lance Armstrong einer Katharsis? Die Experten zweifeln. Nicht nur der Anti-Doping-Fachmann Fritz Sörgel hat wenig Hoffnung und zeichnet ein düsteres Bild für die Zeit nach der erwarteten Armstrong-Beichte.

„Die nächste Generation wird wieder einen Schritt nach vorne tun - der Super-Lance ist sozusagen die Konsequenz“, sagte Sörgel der Nachrichtenagentur dpa.

Verletzter Ballan: Nächste Woche zurück nach Italien

Denia (dpa) - Nach seinem schweren Trainingssturz im Dezember soll Ex-Weltmeister Alessandro Ballan Anfang kommender Woche aus dem Krankenhaus im spanischen Denia entlassen werden. Der 33-jährige Radprofi aus Italien soll dann in seine Heimat geflogen werden. Das teilte sein Team BMC mit.

Dem Weltmeister von 2008 war nach dem Sturz am 20. Dezember die Milz entfernt werden. Zudem erlitt der Teamkollege von Ex-Toursieger Cadel Evans einen doppelten Bruch des linken Oberschenkelknochens und eine Rippenfraktur.

Ballan schwer verletzt - Noch kein Plan für Rückkehr

Denia (dpa) - Der bei einem Trainingsunfall in Parcent in Spanien schwer verletzte Ex-Weltmeister Alessandro Ballan muss den Verlust einer Niere offensichtlich nicht mehr befürchten.

Nachdem bei dem Radprofi bereits die Milz entfernt worden war, hatten die Ärzte im Krankenhaus von Marina Salud in Dénia auch die Entnahme der verletzten linken Niere erwogen. Das Team wollte sich dazu auf Nachfrage am Sonntag nicht äußern, sprach aber allgemein von einer „guten Erholung“ des Italieners.

Fassungslosigkeit nach Nagel-Attacke - Lob für Wiggins

Pau (dpa) - Sabotage, Chaos, krimineller Akt: Die Reaktionen auf die mysteriöse Nagel-Attacke auf die 99. Tour de France am Sonntag waren deutlich.

Einigkeit herrschte auch beim großen Lob für den fairen Bradley Wiggins, der den schwarzen Tag „mit Sportsgeist rettete“, wie das britische Blatt „Independent“ schrieb. Der Mann im Gelben Trikot hatte eine Tempodrosselung im Feld der Topfahrer durchgesetzt, als er vom dreifachen Pannenpech seines Konkurrenten Cadel Evans erfahren hatte.

Doping-Vergangenheit der letzten 13 Toursieger

Berlin (dpa) - Nur vier der vergangenen 13 Tour-de-France-Sieger wurden nicht wegen Dopings belangt oder standen unter Verdacht, verbotene Substanzen eingenommen zu haben: Greg LeMond (1986, '89, '90), Carlos Sastre (2008), Andy Schleck (2010) und Cadel Evans (2011).

Aber nur zwei „Gewinner“ in der 108-jährigen Tour-Geschichte - Floyd Landis 2006 und Alberto Contador 2010 - verloren wegen nachgewiesenen Dopings im Nachhinein ihre Gelben Trikots.

Weltmeister

Rad-Weltmeister Hushovd wechselt zu Evans-Team BMC

Berlin (dpa)- Der norwegische Straßenweltmeister Thor Hushovd fährt künftig an der Seite von Tour-de-France-Champion Cadel Evans im BMC Racing Team. Der Norweger habe einen Dreijahresvertrag bis Ende 2014 unterschrieben, teilte der schweizerisch-amerikanische Radrennstall mit.

„Thor bringt viele Qualitäten mit und ergänzt die anderen Fahrer im Team“, sagte Teamchef Jim Ochowicz. Hushovd hatte zuletzt im Juli mit zwei Etappensiegen bei der Frankreich-Rundfahrt für Furore gesorgt.