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Brexit

Nach dem Brexit-Debakel: Welche Optionen bleiben jetzt noch?

All das Für und Wider, die Warnungen vor Chaos und Absturz, die Appelle an die Vernunft - es hat alles nichts genützt. Das Brexit-Abkommen ist im britischen Unterhaus krachend gescheitert.

Nur zehn Wochen vor dem geplanten Austritt brauchen Großbritannien und die Europäische Union nun dringend einen Plan B. Die britische Premierministerin Theresa May hat für Montag einen Vorschlag angekündigt, und die EU blickt gespannt nach London. Doch bleiben nicht mehr viele Optionen, um einen chaotischen Bruch am Brexit-Tag 29.

Juncker berät EU-Linie mit europäischen Hauptstädten

Nach dem Nein des britischen Parlaments zum Brexit-Abkommen hat EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker am Mittwoch eine gemeinsame Linie mit den europäischen Hauptstädten abgesteckt. „Präsident Juncker hat mit praktisch jedem gesprochen“, sagte sein Sprecher in Brüssel. Er ließ aber ausdrücklich offen, ob darunter auch die britische Premierministerin Theresa May war. Aus der Kommission hieß es nur, Juncker und May hätten einen sehr engen Draht und ständig Kontakte.

May

EU-Politiker machen Briten wenig Hoffnung auf Nachbesserung

Nach der historischen Ablehnung des Brexit-Vertrages im britischen Parlament fordern EU-Spitzenpolitiker zügige Ansagen der Regierung in London.

Großbritannien müsse nun alleine eine Lösungsmöglichkeit entwickeln, wurde Kanzlerin Angela Merkel nach einer Sitzung im Auswärtigen Ausschuss des Bundestages von Teilnehmern zitiert. Die CDU-Politikerin habe sich gegen Neuverhandlungen des Austrittvertrages zwischen London und Brüssel ausgesprochen.

Unterhaus

Britisches Parlament lehnt Brexit-Abkommen ab

Mit dem klaren Nein des britischen Parlaments zum Brexit-Abkommen wird die Gefahr eines chaotischen Austritts Großbritanniens aus der EU immer größer. Die Abgeordneten schmetterten den Deal von Premierministerin Theresa May mit der EU am Dienstagabend mit überwältigender Mehrheit ab.

Damit fügten sie der 62 Jahre alten Konservativen eine historische Niederlage zu. Der Chef der oppositionellen Labour-Partei, Jeremy Corbyn, stellte sofort nach der Abstimmung einen Misstrauensantrag gegen die Regierung.

Europaparlament: Mittwochmorgen Beratung über Brexit-Votum

Das Europaparlament wird am Mittwochmorgen den Ausgang der Brexit-Abstimmung in London beraten. Abgeordnete aller Fraktionen wollen erörtern, welche Optionen nach dem Votum der britischen Abgeordneten bleiben und wie die Europäische Union reagieren könnte. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und EU-Ratschef Donald Tusk nehmen nicht an der Debatte teil. Sie eilten heute nach Brüssel, um dort die Folgen der britischen Abstimmung zu analysieren.

Juncker reist wegen Brexit-Entscheidung zurück nach Brüssel

Wegen der Brexit-Abstimmung in London ist EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker vorzeitig von der Sitzung des Europaparlaments aus Straßburg nach Brüssel zurückgekehrt. Dort werde Juncker die Situation im Zusammenhang mit der Entscheidung des Unterhauses managen, erklärte sein Sprecher Margaritis Schinas. „Es ist wichtig, dass er in den nächsten Stunden in Brüssel zur Verfügung steht und arbeitet.“ Das britische Unterhaus soll am Abend über den EU-Austrittsvertrag abstimmen.

Zu Gast in einer Porzellanfabrik im mittelenglischen Stoke: Die britische Premierministerin Theresa May versucht, das zentrale V

May ist Einzelgängerin ohne Glaubwürdigkeit

Vergangene Woche rief Theresa May bei Tim Roache an. Man habe sich auf zivilisierte Weise unterhalten über den geplanten EU-Austritt und über die schlimmen Folgen des möglichen Chaos-Brexit, „No Deal“ genannt, berichtete der Vorsitzende der Industriegewerkschaft GMB anschließend. Zwar sei man unterschiedlicher Meinung, aber: „Ich bin froh, dass die Premierministerin sich nach fast drei Jahren erstmals bei mir gemeldet hat.“

Einzel- und Kleingruppengespräche mit obskuren Hinterbänklern des Unterhauses, Telefonate mit ...

Theresa May: Brexit wird nicht aufgeschoben

Die britische Premierministerin Theresa May lehnt eine Aufschiebung des Brexits ab. Das sagte May bei einer Rede vor Fabrikarbeitern in der Brexit-Hochburg Stoke-on-Trent. Zuvor war spekuliert worden, London könne den Austritt verschieben, wenn das Parlament morgen gegen den Brexit stimmt. In einem Brief hatten EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und Ratspräsident Donald Tusk gemeinsam versichert, dass die von Brexit-Befürwortern kritisch gesehene Garantie für eine offene Grenze in Irland nur eine Rückversicherung sei und möglichst nie ...

EU übermittelt May neue Zusicherungen für Brexit-Deal

Im Brexit-Streit hat die Europäische Union der britischen Regierung neue Zusicherungen gegeben, um der Ratifizierung des Austrittsabkommens zu helfen. In einem am Montag in Brüssel veröffentlichten Brief versichern EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und Ratspräsident Donald Tusk gemeinsam, dass die von Brexit-Befürwortern kritisch gesehene Garantie für eine offene Grenze in Irland, der sogenannte Backstop, nur eine Rückversicherung sei und möglichst nie genutzt werden solle.

Pawel Adamowicz

Danzigs Bürgermeister nach Messerangriff gestorben

Der tödliche Anschlag auf den Danziger Bürgermeister hat Polen geschockt und in tiefe Trauer gestürzt: Pawel Adamowicz erlag am Montag den Folgen eines Messerangriffs bei einer Spendenveranstaltung am Vorabend.

Der 53-Jährige starb im Krankenhaus an seinen schweren inneren Verletzungen, wie Gesundheitsminister Lukasz Szumowski bestätigte. Die Ärzte hätten ihn trotz stundenlangen Kampfes nicht retten können. Die Staatsanwaltschaft gab bekannt, in dem Fall wegen Mordes zu ermitteln.