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Ein Fußballplatz für die Kinder steht ganz weit oben auf der Wunschliste

Mittagszeit im Camp Esjan. Die Schüler kommen aus der Schule. Die Hausaufgaben sind schnell erledigt. Dann: „Wir langweilen uns total“, sagt der zehnjährige Aram, „hier gibt es nichts. Keinen Spielplatz, keinen Sportplatz, nichts.“ Mit seinen Freunden wird Aram durch das Camp streifen, dann auf den Hügeln hinter den Zelten spielen.

Und sich langweilen. Dann wird er sich das Handy seines Bruders schnappen und bis zum Abend daddeln. So wie die anderen Kinder auch.

Junge Frauen unter sich: Hewan Fahmi Hassan begegnet jesidischen Geflüchteten und erkundigt sich nach Wohl und Wehe.

Weihnachtsspendenaktion der Schwäbischen Zeitung: Hewan Fahmi Hassan will Frauen stark machen

Es wird Abend im Nordirak, die Sonne sinkt. Im Camp Sheikhan, in dem 3200 Flüchtlinge leben, nimmt sich Campleiterin Hewan Fahmi Hassan Zeit für einen Rundgang durch die Zeltstadt: „Ich will wissen, wie es den Bewohnern geht, und dazu muss ich sie aufsuchen.“

Ihre Besucher aus Deutschland nimmt die 25-Jährige mit. „Hewan, unser Heizofen ist kaputt“, klagt eine Mutter. „Hewan, kannst du mit uns Fußball spielen“, fragt ein Junge. „Geht’s euch gut“, will Hewan von einer Gruppe junger Frauen wissen, die mit ihren Babys auf dem Weg zu ...

 Orientalist Jan Ilhan Kizilhan hat die Situation am Neckarpark Schwenningen als Warnschuss beurteilt.

„Ein Warnschuss für uns alle“

Warum sind ausgerechnet arabische Jugendliche auffällig, welche Gefahr geht von ihnen aus und wie kann man die Probleme in den Griff bekommen? Psychologieprofessor und Orientalist Jan Ilhan Kizilhan beantwortet die wichtigen Fragen zur Situation im Schwenninger Neckarpark. Der weltweit renommierte Experte für Transkulturelle Psychiatrie ist Professor an der DHBW Villingen-Schwenningen und hat sich als Therapeut für IS-Vergewaltigungsopfer einen Namen gemacht.

Bodensee Business Forum GZH

Irak wird kein zweites Afghanistan

Der bevorstehende Abzug der US-Truppen aus dem Irak wird die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) zwar stärken, aber das Land nicht entscheidend destabilisieren: Diese Aussicht hat der Gouverneur der nordirakischen Provinz Dohuk, Ali Tatar, am Mittwoch auf dem BodenseeBusinessForum in Friedrichshafen gegeben.

Der IS werde nicht wie im Jahr 2014 große Teile des Irak überrennen sobald die US-Truppen den Irak verlassen haben werden: „Dafür sind heute vor allem im Norden den Landes die Streitkräfte, vor allem die kurdischen Peschmerga, ...

Jesiden leiden stark unter Ohnmachtsgefühlen angesichts des Stillstands

Perspektivlos, hoffnungslos, mutlos: Im Nordirak droht eine humanitäre Katastrophe angesichts des politischen und wirtschaftlichen Stillstands in der Region. „Schon jetzt sind die Suizidzahlen in den von aus ihrer Heimat vertriebenen Jesiden bewohnten Flüchtlingscamps sehr hoch“, sagt Professor Jan Ilhan Kizilhan und spricht von über 440 Opfern, „aber auch unter den dort heimischen Kurden in der Autonomen Region Kurdistan verbreiten sich Angst und Sorge um die persönliche Zukunft, um ihren Job und die Sicherheit.

Filmemacherin Düzen Tekkal.

Film hält Erinnerung an den Völkermord an Jesiden wach

Sieben Jahre nach dem Überfall der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) auf die Jesiden im Nordirak am 3. August 2014 halten in Stuttgart eine Ausstellung und ein Film die Erinnerung an den Völkermord lebendig: Die Fotoausstellung „Die Frauen, die den IS besiegten“ ist bis zum 8. August im Skulpturenhof des Kunstvereins Stuttgart am Schloßplatz zu sehen. Der Film „Jiyan – Die vergessenen Opfer des IS“ der Journalistin und Filmenmacherin Düzen Tekkal wird am kommenden Dienstag, 3.

 Zum Schulstart nach Aufhebung der Corona-Quarantäne erhielten 4000 Kinder in den Camps Mam Rashan und Sheikhan Winterkleidung u

Jesiden brauchen neuen Mut zum Leben - Spendenaktion ermöglicht neues Hilfsangebot

Perspektivlosigkeit, Verlust der Kontrolle über die Lebenssituation, Isolation“: Für den Psychologen Jan Ilhan Kizilhan liegen die Gründe für eine erschreckende Entwicklung in den nordirakischen Flüchtlingscamps auf der Hand. Er lehrt sowohl an der Dualen Hochschule Villingen-Schwenningen wie an der Universität der Provinzhauptstadt Dohuk in Irakisch-Kurdistan. In den Camps steigen die Suizidzahlen stark an, seit Anfang Januar nimmt sich etwa an jedem zweiten Tag einer der 350 000 Bewohnerinnen und Bewohner das Leben.

Zoom-Konferenz mit Projektpartnern aus aller Welt zum Abschluss der Spendenaktion 2020 „Helfen bringt Freude“: Schwester Kaja Pe

Spendenaktion „Helfen bringt Freude“ finanziert neue Projekte gegen die Pandemie

Mit 1,1 Millionen Euro, dem Erlös der Spendenaktion „Helfen bringt Freude“, unterstützen die Leser der „Schwäbischen Zeitung“ 95 Projekte auf vier Kontinenten in 35 Ländern. Bei der Übergabe der Spendensumme wurde abermals deutlich, dass die Hilfe gerade in Zeiten der Pandemie wichtiger wird.

Zwei Beispiele: „Wir brauchen dringend Geld für weitere Desinfektionsmittel und neue Schutzkleidung“, sagte der stellvertretende Gouverneur der nordirakischen Provinz Dohuk, Ismail Ahmed.

Aus IS-Gefangenschaft entkommen: Sara Murad und ihre Tochter (verpixelt).

Der Konflikt um die Kinder lastet auf der jesidischen Gemeinschaft

Es ist eines der traurigsten Kapitel in der jesidischen Geschichte, die in der jüngsten Vergangenheit von einem Völkermord, von Verbrechen gegen die Menschlichkeit, von Flucht, Not und Elend geprägt ist: Zu Tausenden wurden jesidische Frauen von den Kämpfern der Terrormiliz „Islamischer Staat“ nach dem Überfall auf ihre Dörfer im Shingal-Gebiet am 3. August 2014 verschleppt und vergewaltigt. Selbst Mädchen, die noch keine zehn Jahre alt waren, schonten die Dschihadisten nicht.

Jahrelang war Zerap Naif Issa Gefangene des IS gewesen. Nun betreibt sie zusammen mit einer Freundin im Basar des Camps Mam Rash

Neues Leben nach dem Horror: So kämpft diese junge Frau gegen ihre Dämonen

Die junge Frau schaut selbstbewusst in die Kamera, ihre Augen strahlen, sie lächelt, als sie von ihrer Arbeit berichtet. Es ist, als säße da hinter der Auslage mit der Damenwäsche ein anderer Mensch. Noch vor einem Jahr war dieselbe junge Frau gezeichnet von dem Horror, den sie in den Jahren zuvor erleben musste. Zerap Naif Issa ist eine Überlebende. Sie war jahrelang in der Gefangenschaft der Terroristen des sogenannten „Islamischen Staates“ (IS), aber sie hat einen Weg gefunden, mit dem umzugehen, was ihr widerfahren ist.