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Deutsch-französisch-italienischer Dialog mit den Verantwortlichen Vorständen, Verwaltung und Gründungsmitglieder beim Sportheim.

Fast 60 Jahre der Freundschaft über Grenzen

Mit dem Abschlussabend in der Kanzacher Halle am Bahnhof ist der Partnerschaftsbesuch der französischen Freunde aus Segonzac und aus dem italienischen Segonzano zu Ende gegangen. Seit 58 Jahren wird die deutsch-französische Freundschaft schon gepflegt und bei jedem Besuch weiter vertieft. Auch neue Freundschaften werden geschlossen.

In die Halle am Bahnhof hatte der Verein zur Pflege der Partnerschaft Segonzac-Kanzach, dem auch die Dürnauer angehören, am Freitagabend zum Abschluss der Begegnungswoche eingeladen.

 Französischen und deutschen Freunde bei einem Austausch.

„Welt des Friedens und der Freundschaft“

Als Charles de Gaulle im Spätsommer 1962 während seines Besuches bei Bundeskanzler Konrad Adenauer in Bonn diesen für damalige Verhältnisse geradezu revolutionären Satz formulierte, hatten die ersten deutsch-französischen Begegnungen der französischen Gemeinde Segonzac und der oberschwäbischen Gemeinde Kanzach schon ein Jahr zuvor, also im Jahr 1961, stattgefunden. Das August-Blatt des Kanzacher Jubiläumskalenders zeigt ein Gruppenbild aller französischen und deutschen Freunde während eines Besuches in der Charente, dem goldgelben Land.

Léa Laurichesse, Meike Forget, Alain Barbot und Kanzachs Bürgermeister Erwin Hölz (von links) vor dem Friedensdenkmal.

Au revoir les amis!

Seit 53 Jahren dauert nun schon die Gemeindepartnerschaft und ist somit länger als der im Jahr 1963 geschlossene Elysée-Vertrag. Vergangene Woche waren die französischen Freunde wieder zu Gast in Kanzach und Dürnau, haben Freude geteilt, Sommerabende miteinander verbracht, Lieder gesungen sowie Ausflüge und Wanderungen genossen.

Nach einem feierlichen, zweisprachigen Gottesdienst am Sonntag war es ein besonderes Anliegen der französischen Gäste, zum Gedenken an den Beginn des Ersten Weltkrieges, der sich 2014 zum 100.

Partnerschaftsverein ist mit Produkten aus der Region beim "fête du veau" in Chalais dabei

Mit Schnaps, Spätzle, Wurstkonserven, Rauchfleisch, Forellen, Brot, Marmelade und Honig im Gepäck machten sich Mitglieder des Partnerschaftsvereins Bad Saulgau auf den Weg ins französische Chalais, um dort beim "fête de veau", dem Fleischfest, für die Selbstvermarkter-Produkte aus der Region Bad Saulgau zu werben. Die bekannt große Gastfreundschaft und das rege Interesse an den angebotenen Waren machten den Abstecher in die Charente einmal mehr zum lohnenden Ziel.

Chalaiser wundern und freuen sich

Als die Franzosen nach gut 13-stündiger Fahrt am Thermalbad aus ihrem Bus kletterten, waren sie zwar rechtschaffen müde, aber voll des Lobes über die gut geräumten Straßen im verschneiten Oberschwaben. Ihre übliche Furcht vor Eis und Schnee hatte jüngst zusätzlichen Auftrieb gekommen, als es in Chalais seit Jahren wieder einmal geschneit hatte. In einer Gegend, wo Räumgeräte und Winterreifen Fremdwörter sind, endet dies regelmäßig im Chaos. Die nächste Überraschung bot die Narrenmesse am Sonntagmorgen.

Chalaiser feiern die Fasnet mit

Als die Franzosen nach gut 13stündiger Fahrt am Thermalbad aus ihrem Bus kletterten, waren sie zwar rechtschaffen müde, aber voll des Lobes über die gut geräumten Straßen im verschneiten Oberschwaben. Ihre übliche Furcht vor Eis und Schnee hatte jüngst zusätzlichen Auftrieb gekommen, als es in Chalais seit Jahren wieder einmal geschneit hatte. In einer Gegend, wo Räumgeräte und Winterreifen Fremdwörter sind, endet dies regelmäßig im Chaos. Die nächste Überraschung bot die Narrenmesse am Sonntagmorgen.

Motard präsentiert französische Sicht

Seit Mitte letzten Jahres gibt es ein Buch, das die Geschichte der Städtepartnerschaft zwischen Bad Saulgau und Chalais in französischer Sprache nachzeichnet. Der Autor, das Chalaiser Urgestein Jacques Motard, lässt darin die wichtigen Stationen Revue passieren, garniert mit überraschenden Fotos und kleinen Anekdoten.

Gemessen am zeitlichen Umfang und der Informationsfülle, muss Jacques Motard schon früh Tagebuch geführt haben über die Beziehungen zwischen den Städten Bad Saulgau und Chalais.

Motard präsentiert französische Sicht der Partnerschaft

Gemessen am zeitlichen Umfang und der Informationsfülle, muss Jacques Motard schon früh Tagebuch geführt haben über die Beziehungen zwischen den Städten Bad Saulgau und Chalais. Dem Titel „Historique des Jumelages de Chalais - 25 annés de jumelage“ entsprechend, sollten Motards Aufzeichnungen wohl schon 2006 zum 25jährigen Jubiläum der Städtepartnerschaft Bad Saulgau – Chalais als Druck erscheinen. Doch es wurde Mitte 2008, bis er sein Werk, bei dem ihn Anne-Marie Bardy tatkräftig unterstützt hat, in Chalais präsentieren konnte.