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Parteienforscher: AfD hat Linke im Osten abgelöst

Die AfD ist nach Ansicht des Parteienforschers Jürgen W. Falter nach den Landtagswahlen in Brandenburg und Sachsen die neue Regionalpartei Ost. „Die AfD hat die Linke als eigentliche Regionalpartei Ost abgelöst“, sagte der Wissenschaftler von der Universität Mainz der „Passauer Neuen Presse“. Die AfD ziehe die Proteststimmen auf sich und habe die unzufriedenen Wähler für sich gewonnen. „Das sind nicht nur überzeugte AfD-Wähler, sondern auch solche, die den anderen einen Denkzettel geben wollen.

Jürgen Falter

Parteienforscher: AfD löst Linke als Regionalpartei Ost ab

Die AfD ist nach Ansicht des Parteienforschers Jürgen W. Falter nach den Landtagswahlen in Brandenburg und Sachsen die neue Regionalpartei Ost. „Die AfD hat die Linke als eigentliche Regionalpartei Ost abgelöst“, sagte der Wissenschaftler von der Universität Mainz der „Passauer Neuen Presse“ (Montag). Die AfD ziehe die Proteststimmen auf sich und habe die unzufriedenen Wähler für sich gewonnen. „Das sind nicht nur überzeugte AfD-Wähler, sondern auch solche, die den anderen einen Denkzettel geben wollen.

ARCHIV - 19.01.2014, Hamburg: Helmut Schmidt bei seinem Geburtstag im Thalia Theater. (zu dpa «Altkanzler Helmut Schmidt wäre am

Interview zu Altkanzler und SPD-Ikone Helmut Schmidt: „Er war auch ein glänzender Darsteller“

Am Sonntag wäre Helmut Schmidt, 2015 verstorbener Altbundeskanzler und SPD-Ikone, 100 geworden. Andreas Herholz sprach mit Politikwissenschaftler Jürgen W. Falter darüber, was Schmidt seiner Partei raten würde – und warum er nach Ende seiner Amtszeit so beliebt wurde.

Herr Falter, was hatte Helmut Schmidt, was der SPD heute fehlt?

Er hatte eine große Unabhängigkeit gegenüber der Partei. Das hat ihm aber nicht nur genutzt, sondern auch geschadet.


 Jürgen Falter

Politikwissenschaftler Falter: „Nahles hat sich verzockt“

Jürgen W. Falter (Foto: dpa) sieht den Schaden nach der jüngsten Volte um Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen vor allem bei der SPD. Andreas Herholz hat den Mainzer Politikwissenschaftler befragt.

Wie kann man Maaßens Wechsel und De-facto-Beförderung den Wählern noch erklären?

Ganz so abwegig ist das Ganze ja nicht. Bundesinnenminister Horst Seehofer wollte Maaßen nie entlassen, stand aber unter politischem Druck, ihn aus dem Amt zu entfernen.

„Das wird Merkel in den Koalitionsverhandlungen nicht helfen“

„Das wird Merkel in den Koalitionsverhandlungen nicht helfen“

Die Schwächephase der CDU halte auch nach der Bundestagswahl an, analysiert Professor Jürgen W. Falter (Foto: dpa), Parteienforscher an der Universität Mainz, im Gespräch mit Andreas Herholz, die Landtagswahl in Niedersachsen.

Ein Erfolg für die SPD und Ministerpräsident Stephan Weil bei der Landtagswahl in Niedersachsen – was sind die Ursachen?

Da kommen vor allem zwei Dinge zusammen: Die aktuelle Schwächephase der CDU hält auch nach der Bundestagswahl weiter an.

Der Saal im Bundestag wird bereits für die 18. Wahlperiode vorbereitet. Nach dem Willen vieler Politiker soll sie dann fünf Jahr

Politiker wollen längere Wahlperiode

In Deutschland werde zu oft gewählt, sagen manche Experten und Politiker. Sie kritisieren, dass dem Bundestag zu wenig Zeit bleibe, um große Reformen auf den Weg zu bringen und die immer komplexere Arbeit zu erledigen. So vergingen nach einer Wahl erst einmal Monate, bis der Bundestag und die Bundesregierung überhaupt arbeitsfähig seien. Und unmittelbar vor der nächsten Wahl werde in Wahlkampfzeiten vom Parlament nichts mehr auf den Weg gebracht, so die Begründung.

„Ich glaube nicht, dass Angela Merkel wackelt“

„Ich glaube nicht, dass Angela Merkel wackelt“

Kann der designierte SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz Angela Merkel als CDU-Kanzlerin ablösen? Rasmus Buchsteiner hat sich darüber mit dem Parteienforscher Professor Jürgen W. Falter (Foto: dpa) von der Universität Mainz unterhalten.

Herr Falter, hat die Union den „Schulz-Effekt“ unterschätzt?

CDU und CSU sind kalt erwischt worden. Mit dem „Schulz-Effekt“ konnten die Unionsparteien nicht rechnen. Eigentlich war ja alles auf Sigmar Gabriel als Kanzlerkandidat hinausgelaufen.

Lässt sich als neuer Robin Hood, als Held der Arbeiter feiern: SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz.

Abheben mit Schulz

Erstmals seit zehn Jahren liegt die SPD nun auch im ARD-„Deutschlandtrend“ vor der Union. Vier Punkte haben die Sozialdemokraten binnen zwei Wochen hinzugewonnen. Sie haben mit 32 Prozent nun einen Punkt Vorsprung vor CDU und CSU, die drei Punkte einbüßten. Ein Beben geht durch die politische Landschaft, seitdem die Sozialdemokraten Martin Schulz vor vier Wochen zu ihrem Kanzlerkandidaten gekürt haben und Parteichef Sigmar Gabriel das Feld geräumt hat.


Jürgen W. Falter

„Gabriel sieht sich gescheitert“

Ob Martin Schulz als Kanzlerkandidat der SPD mehr Erfolg bringt als Sigmar Gabriel, ist schwer zu sagen. Das erläutert Jürgen W. Falter, Parteienforscher an der Universität Mainz, im Gespräch mit Andreas Herholz.

Das ist eine sehr resignative Entscheidung. Der Verzicht ist ein Eingeständnis des Scheiterns. Sigmar Gabriel sieht sich als Parteichef gescheitert. Ihm scheint klar geworden zu sein, dass er als SPD-Kanzlerkandidat keine Chance gegen Angela Merkel hätte.

„Die Großen sind nicht mehr groß“

„Die Großen sind nicht mehr groß“

Nach der Berlin-Wahl wird die Debatte um die CDU-Schwäche in den Großstädten neu aufflammen. Das sagte Jürgen W. Falter, Parteienforscher an der Universität Mainz, im Gespräch mit Rasmus Buchsteiner.

Wie beurteilen Sie das Ergebnis der Wahl in Berlin?

Natürlich ist Berlin von seiner sozialen und demografischen Struktur ein Sonderfall. Aber die Ergebnisse zeigen in der Zusammenschau mit den Wahlen der jüngeren Vergangenheit einen klaren Trend: Die Großen verlieren – und zwar so, dass sie nicht mehr wirklich groß sind.