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Flüchtling beim Gedenktag des Zentralrats der Jesiden

Gedenken an die Ermordung tausender Jesiden durch den IS

Mit einer Gedenkveranstaltung in Stuttgart ist am Samstag an die Ermordung, Verschleppung und Vertreibung vieler tausend Jesiden durch die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) erinnert worden. Zum fünften Jahrestag des Genozids nahmen nach Angaben des Staatsministeriums rund 1500 Gäste an der Gedenkstunde teil, darunter Friedensnobelpreisträgerin Nadia Murad, die von IS-Kämpfern selbst gefangen gehalten worden war und seither gegen die Versklavung und Verschleppung von Jesidinnen kämpft.

 Irfan Ortac, Vorsitzender des Zentralrats der Jesiden in Deutschland, unterstützt die Waisenkinder – hier bei einem Besuch im N

Zentralratspräsident der Jesiden: „Es fehlen Wasser und Strom, Ärzte und Lehrer“

Die Kämpfer des sogenannten Islamischen Staats haben die Jesiden im Nordirak als Ungläubige verfolgt, versklavt und ermordet. Doch selbst nach der Vertreibung der Terroristen aus dem Siedlungsgebiet der Minderheit fühlen sich die Überlebenden von der irakischen Regierung im Stich gelassen, berichtet Irfan Ortac, Vorsitzender des Zentralsrats der Jesiden in Deutschland, im Gespräch mit Claudia Kling. Die Angehörigen seiner Volksgruppe hätten „das Gefühl, dass die muslimischen Bürger sie nicht wertschätzen“.

Nadia Murad

Zentralrat der Jesiden: 1000 Frauen in IS-Gefangenschaft

Nach der Vergabe des Friedensnobelpreises an Nadia Murad hofft der Zentralrat der Jesiden, dass die Jesidinnen in IS-Gefangenschaft wieder stärker in den Fokus geraten. „Es sind immer noch etwa 1000 Frauen in den Händen des IS - so, wie es Nadia Murad war“, sagte der Vorsitzende Irfan Ortac der „Heilbronner Stimme“ (Samstag). „Sie werden versklavt und missbraucht.“ Die irakische Menschenrechtsaktivistin Murad erhält den Friedensnobelpreis gemeinsam mit dem Arzt Denis Mukwege, wie das norwegische Nobelkomitee am Freitag bekanntgab.

Zentralrat der Jesiden: Noch 1000 Frauen in IS-Gefangenschaft

Nach der Vergabe des Friedensnobelpreises an Nadia Murad hofft der Zentralrat der Jesiden, dass die Jesidinnen in IS-Gefangenschaft wieder stärker in den Fokus geraten. Es seien immer noch etwa 1000 Frauen in den Händen des IS - so, wie es Nadia Murad war, sagte der Vorsitzende Irfan Ortac der „Heilbronner Stimme“. Sie würden versklavt und missbraucht. Die irakische Menschenrechtsaktivistin Murad erhält den Preis gemeinsam mit dem Arzt Denis Mukwege, der als Gynäkologe im Kongo Frauen hilft, die Opfer von sexueller Gewalt wurden.