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Erdogan und Pence

Waffenruhe und Rückzug der Kurden - Triumph für Erdogan?

Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu war nach dem Treffen mit der US-Delegation schon fast in Plauderlaune. „Wir haben wirklich nicht gemerkt, wie so viele Stunden vergangen sind“, erzählte er am Donnerstagabend.

Stundenlang hatten Türken und Amerikaner im Präsidialpalast in Ankara verhandelt. US-Vizepräsident Mike Pence mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan - und dann noch mal die Delegationen unter sich.

Pence trat danach zuerst in Ankara vor die Presse und verkündete, woran eigentlich niemand mehr ...

ARCHIV - Ein Flüchtling sitzt am 10.10.2014 in München (Bayern) in einem Unterkunftszelt am Internationalen Jugendübernachtungsc

Landkreis gibt Flüchtlingsunterkünfte auf

In der gemeinsamen Sitzung des Ausschusses für Soziales und Gesundheit und des Jugendhilfeausschusses hat Hans-Michael Betz, der Leiter des Geschäftsbereichs Integration und Versorgung im Ostalbkreis, über die aktuelle Situation der Flüchtlinge im Ostalbkreis informiert.

Laut Betz seien derzeit 370 Flüchtlinge in der LEA Ellwangen untergebracht. Die durchschnittliche Belegung liege zwischen 350 und 400 Menschen. Aktuell befänden sich 24 Nationalitäten aus vier Kontinenten in der LEA.

 Ein Betroffener aus dem Kongo.

Porträtierte als Mutmacher und Mahner

Wer um die Welt reist, möchte seine Sehnsuchtsorte entdecken und genießen. Aber es gibt bekanntermaßen nicht nur Schönes zu erleben, teilt das Erwin-Hymer-Museum mit. Sehnsuchtsorte könnten sich wandeln oder verschwinden, Menschen furchtbare Schicksalsschläge erleiden. Das Museum möchte den Blick auch auf diese Seiten der Welt lenken und zeigt im Foyer bis zum 10. November die Ausstellung „Erschüttert – Einschläge, die alles ändern“ von Till Mayer und der Hilfsorganisation Handicap International.

Ankara-Besuch

Pence verhandelt mit Erdogan über Waffenruhe in Nordsyrien

US-Vizepräsident Mike Pence hat sich in der Türkei um eine Lösung im Nordsyrien-Konflikt bemüht. In der Hauptstadt Ankara traf er am Donnerstagnachmittag Präsident Recep Tayyip Erdogan.

Zu Ergebnissen des Gesprächs gab es zunächst keine Informationen - mitreisende Reporter berichteten aber, das ursprünglich für zehn Minuten angesetzte Einzelgespräch habe letztlich fast eineinhalb Stunden gedauert. Am frühen Abend gab es in einem größeren Rahmen weitere Gespräche mit Erdogan.

 Dieses türkische Café wurde bei einer Demonstration von Kurden gegen die türkische Militäroffensive in Syrien beschädigt.

Was die Syrien-Offensive für Deutschland bedeutet

Die Auswirkungen des Kriegs in der Türkei gegen die kurdischen YPG-Truppen in Nordsyrien zeigen sich auch auf deutschen Straßen: Zwischen beiden Volksgruppen heizt sich die Stimmung auf.

Am Montagabend stürmten im nordrhein-westfälischen Herne mehrere Hundert Menschen einen Imbiss und ein türkisches Café. Fünf Menschen wurden verletzt. Bochums Polizeipräsident Jörg Lukat kritisierte am Dienstag die „Gewaltbereitschaft und Aggressivität“ der Demonstranten.

Erdogan setzt trotz Sanktionen Offensive gegen Kurden fort

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat seine Militäroffensive im Nachbarland Syrien trotz US-Sanktionen unbeirrt fortgesetzt. In Nordsyrien lieferte sich die türkische Armee auch heute weiter erbitterte Gefechte mit der Kurdenmiliz YPG. Die Forderung von US-Präsident Donald Trump nach einer sofortigen Waffenruhe blieb zunächst folgenlos. US-Truppen setzten sich unterdessen aus der Stadt Manbidsch Richtung Irak ab. Für sie rückten direkt russische Militär und Einheiten der syrischen Armee von Präsident Baschar al-Assad nach.

Gerichtsakten liegen auf einem Tisch

Prozess um verdurstetes Jesiden-Mädchen zieht sich hin

Der Prozess gegen eine deutsche mutmaßliche IS-Unterstützerin wegen Mordes an einem kleinen Jesiden-Mädchen zieht sich weiter in die Länge. Das Oberlandesgericht (OLG) München veröffentlichte am Dienstag weitere Verhandlungstermine bis zum 20. Februar 2020. Ursprünglich sollte der Prozess schon in diesem Herbst zu Ende gehen.

Angeklagt ist die 28 Jahre alte Deutsche Jennifer W., die sich der Terrormiliz Islamischer Staat im Irak angeschlossen haben soll.

Einsatzbereit

Die Akteure im Krieg in Nordsyrien

Das Vorgehen der türkischen Streitkräfte gegen kurdische Milizen in Nordsyrien betrifft ein kompliziertes Geflecht an Akteuren vor Ort und in der Region - mit ganz unterschiedlichen Interessen und Plänen für die Gegend. Wer sind die wichtigsten Parteien im Konflikt?

YPG/SDF: Die kurdischen Volksschutzeinheiten, kurz YPG, sind die dominierende Kraft im Norden und Osten Syriens, wo sie im Laufe des mehr als achtjährigen Bürgerkriegs ein großes Gebiet an den Grenzen zur Türkei und zum Irak unter ihre Kontrolle bringen konnte.

Ras al-Ain

Erdogan setzt seine Offensive gegen Kurden fort

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat seine Militäroffensive im Nachbarland Syrien trotz US-Sanktionen unbeirrt fortgesetzt.

In Nordsyrien lieferte sich die türkische Armee auch am Dienstag weiter erbitterte Gefechte mit der Kurdenmiliz YPG. Die Forderung von US-Präsident Donald Trump nach einer sofortigen Waffenruhe blieb zunächst folgenlos. US-Truppen setzten sich unterdessen aus der Stadt Manbidsch Richtung Irak ab.

Syrische Truppen an der türkischen Grenze.

Angriff der Türkei: „Deutschland begeht selbst jeden Tag Völkerrechtsverletzung in Syrien“

Die türkische Militäroperation „Friedensquelle“ in Nordsyrien wird scharf kritisiert. Bundeskanzlerin Angela Merkel forderte Erdogan in einem Telefonat dazu auf, die Angriffe umgehend zu beenden. Anderenfalls drohe der erstarkende Einfluss der Terrormiliz „Islamischer Staat“.

Ob die Türkei mit ihrem Angriff in Nordsyrien sogar das Völkerrecht verletzt, darüber hält sich die Bundesregierung mit ihrer Einschätzung bislang jedoch bedeckt.