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Vor allem die Kinder leiden.

Mehr als 70 Millionen Menschen auf der Flucht - Was können Deutschland und Europa tun?

Die Zahl der von Flucht und Vertreibung betroffenen Menschen hat sich weltweit in den vergangenen zehn Jahren mehr als verdoppelt – Ende 2017 waren es 71 Millionen Menschen. Die meisten von ihnen sind laut des Hilfswerks Misereor Binnenvertriebene. Seit 2001 findet jedes Jahr am 20. Juni der Weltflüchtlingstag statt. Stefan Rother ist Politikwissenschaftler und Mitarbeiter am Arnold-Bergstraesser-Institut der Universität Freiburg und forscht zu Migration, Global Governance und internationaler Politik.

 Seit Jahrzenten herrscht ein verbitterter Konflikt zwischen dem Iran und Saudi-Arabien.

Erzrivalen am Golf: Warum Saudi-Arabien und der Iran verfeindet sind

Als vor 40 Jahren die Massen im Iran auf die Straße gingen, erreichten die Erschütterungen auch das rund 1300 Kilometer entfernte saudische Königshaus. In der iranischen Hauptstadt Teheran stürzte ein Aufstand unter Führung schiitischer Geistlicher im Januar 1979 die Herrschaft des Schahs. Anführer Ajatollah Ruhollah Chomeini erhob danach den Anspruch, die islamische Revolution in andere Länder zu tragen – was die Mächtigen in Saudi-Arabien als Bedrohung ihrer eigenen Herrschaft verstanden.

Rakete schlägt am Sitz von Ölkonzernen im Irak ein

Eine Rakete ist am Sitz mehrerer Ölkonzerne im Süden des Iraks eingeschlagen und hat drei Menschen verletzt. Die Rakete des Typs Katjuscha sei nahe der Großstadt Basra zu Boden gegangen, teilten die irakischen Sicherheitskräfte mit. Wer hinter dem Raketenangriff steckt, war zunächst unklar. Der US-Konzern Exxon Mobil, der in dem Gebiet eines seiner weltweit wichtigsten Büros zur Ölförderung betreibt, äußerte sich auf Anfrage zunächst nicht zu dem Angriff.

Verfahren gegen Navy-Seals-Soldaten in USA begonnen

Ein hochdekorierter Soldat der US-Spezialeinheit Navy Seals, dem die Ermordung eines Gefangenen im Irak vorgeworfen wird, muss sich vor einem Militärgericht verantworten. Erster Tagesordnungspunkt des in San Diego begonnenen Verfahrens sei die Auswahl der Jury, heißt es von der US-Marine. Die Ermittler beschuldigen den heute 39-Jährigen, 2017 im Irak einen verletzten Kämpfer der Terrormiliz Islamischer Staat erstochen und neben dessen Leiche posiert zu haben.

Joachim Herrmann

Herrmann: Bundeswehrmandat in Syrien und Irak verlängern

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hat sich auf seiner Jordanienreise für eine Verlängerung des Bundeswehrmandats in Syrien und im Irak zur Bekämpfung der Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) ausgesprochen. Nach seinen Gesprächen in Jordanien gab sich der CSU-Politiker überzeugt, dass der Bundeswehreinsatz in den beiden Ländern über den 31. Oktober 2019 hinaus dringend notwendig sei. „Der Abzug unserer Bundeswehrsoldaten wäre ein großer sicherheitspolitischer Fehler“, sagte Herrmann nach Angaben des Ministeriums vom Montag.

Jean Asselborn und Heiko Maas

EU folgt US-Vorwürfen gegen Iran nicht

Der Iran hat den Bemühungen der EU um Deeskalation der Krise im Nahen Osten einen erheblichen Dämpfer versetzt.

Teheran kündigte an, bereits vom 27. Juni an offiziell einen Teil seiner Verpflichtungen aus dem internationalen Atomabkommen nicht mehr zu erfüllen. Mehrere EU-Außenminister hatten zuvor klargemacht, dass die USA im Fall der Angriffe gegen Tanker im Golf von Oman bei ihren Vorwürfen gegen den Iran vorerst nicht auf geschlossene Unterstützung aus Brüssel bauen können.

EU stellt sich nicht hinter US-Vorwürfe gegen den Iran

Im Fall der Angriffe gegen Tanker im Golf von Oman zeichnet sich in der EU keine geschlossene Unterstützung für die US-Vorwürfe gegen den Iran ab. Unter anderem Bundesaußenminister Heiko Maas und seine Kollegen aus Luxemburg und den Niederlanden machten bei einem Treffen deutlich, dass sie noch keine Schlussfolgerungen ziehen wollen. Der luxemburgische Außenminister Jean Asselborn erinnerte daran, dass die USA 2003 auf der Grundlage bewusst oder unbewusst falsch interpretierter Geheimdienstinformationen in den Irak einmarschiert waren.

Zwischen Freundschaft und Eiszeit - die USA und der Iran

Es ist längst Geschichte, dass die USA und der Iran einst enge Partner waren. Entspannung versprach das Wiener Atomabkommen von 2015, doch der von Präsident Donald Trump forcierte einseitige Ausstieg der USA machte die Hoffnung zunichte.

DER PUTSCH: 1953 bringen die USA und Großbritannien Irans demokratisch gewählten Ministerpräsidenten Mohammed Mossadegh zu Fall und stellen die Macht des Schahs wieder her. Mossadegh hatte sich den Zorn Londons und Washingtons zugezogen, weil er die Verstaatlichung der Ölindustrie verteidigte.

Asylbescheid

Bamf hebt rund 1,8 Prozent der Asylbescheide auf

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) hat in den ersten vier Monaten dieses Jahres die positiven Asylbescheide von rund 600 Ausländern aufgehoben.

In mehr als 98 Prozent der von der Behörde in diesem Zeitraum abgeschlossenen 32.667 Widerrufs- und Rücknahmeverfahren blieb der Schutzstatus dagegen bestehen. Wie aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Frage der Grünen-Abgeordneten Luise Amtsberg hervorgeht, wurde die Anerkennung als Asylberechtigter oder Flüchtling in 489 Fällen widerrufen, weil die Voraussetzungen ...

 Der Anwalt Can Atalay engagiert sich in der Taksim-Solidarität – jener Bürgerinitiative, die sich schon lange vor den Gezi-Prot

Prozess gegen Gezi-Aktivisten beginnt in Istanbul

Die Gezi-Proteste wühlten vor sechs Jahren die Türkei auf – nun beginnt der Prozess gegen damalige Aktivisten. Auch deutsche Stiftungen werden in der Anklage erwähnt.

Anwalt Can Atalay steht inmitten des Gezi-Parks in Istanbul, er streckt einen Zeigefinger in die Luft und ruft: „Wir sind heute hier und wir werden auch morgen wieder hier sein.“ Es ist Ende Mai 2013 und zahlreiche Aktivisten halten den Gezi-Park besetzt, um die Abholzung von Bäumen zu verhindern.