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 Geschichte ganz nah: Michael Göring hat seinen Roman „Hotel Dellbrück“ vorgestellt.

„Ihr müsst wissen, was unser geschichtliches Erbe ist“

Unbegleitete Minderjährige auf der Flucht. Angst, Heimatlosigkeit, Entwurzelung und Verlust. Themen, die uns die große Flüchtlingsbewegung seit 2015 fast täglich vor Augen führt. Und die es doch auch schon zu früheren Zeiten gab: Tausende von jüdischen Kindern wurden Ende der 1930er-Jahre ins Ausland „verschickt“, um sie vor der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Sicherheit zu bringen. So wie Sigmund Rosenbaum, Siggi genannt, 15 Jahre alt, Jude und Waisenkind.

 Die Lesung von Michael Göring hat neugierig gemacht: Viele Besucher nutzen die Gelegenheit, seinen neuen Roman „Hotel Dellbrück

Hotel verhilft zur Begegnung mit der Vergangenheit

Mit dem Besuch von Michael Göring hat die Veranstaltungsreihe „Literatur in der Kleber Post“ am Donnerstagabend ihre Fortsetzung gefunden. Mit „Hotel Dellbrück“ ist sein vierter Roman betitelt. Spannend und gleichsam einfühlsam erzählt, greift die Familiengeschichte elementare Themen des Lebens auf. Fragestellungen tun sich auf. Etwa die nach der Wirkkraft, Flucht und Vertreibung – über Generationen hinweg.

Wie fühlt es sich an, eine Heimat, eine Bindung zu haben, die die Seele möglicherweise zur Ruhe kommen lässt?