Suchergebnis

 Eine Frau hält ein unterernährtes Kind in einem Krankenhaus in der Provinz Hadscha.

Jemen ist ein Land ohne Hoffnung

Julian Zakrzewski ist nicht sonderlich optimistisch, obwohl Zuversicht sein Job ist. „Die Situation im Jemen war nie schlimmer“, sagt der 32-Jährige in einem Internet-Telefonat. „Und sie wird sich weiter verschärfen.“ Zakrzewski leitet die Jemen-Mission für die humanitäre Organisation Acted, einem Partner der Welthungerhilfe. Von der Hauptstadt Sanaa aus koordiniert er die Unterstützung für die Jemeniten, die unter einer massiven Hungersnot leiden.

Susanna Krüger

„Jemen ist der schlimmste Ort für Kinder auf der Welt“

Der Jemen wurde lange vernachlässigt, sagt Susanna Krüger, Geschäftsführerin der Kinderrechtsorganisation „Save the Children“ (Foto: Save the Children), im Gespräch mit Daniel Hadrys.

Sie waren kürzlich selbst in der jemenitischen Hafenstadt Hodeida. Was haben Sie dort erlebt?

Ich habe eine Stadt voller Angst erlebt. Seit dreieinhalb Jahren wird die zivile Infrastruktur bewusst attackiert. In Krankenhäusern gibt es keine Möglichkeit mehr, Menschen zu behandeln.

Saudische Koalition beginnt neue Offensive im Jemen

Ungeachtet amerikanischer Appelle hat die von Saudi-Arabien geführte Koalition im Jemen eine neue Offensive zur Eroberung der wichtigen Hafenstadt Hodeida begonnen. Das berichtet der Fernsehsender Al-Arabiya. Die Stadt und der Hafen sind für die Versorgung des Landes mit Hilfsgütern von großer Bedeutung. Erst Mitte der Woche hatten die USA Jemen-Friedensgespräche innerhalb von 30 Tagen gefordert. In dem bitterarmen Land kämpfen die vom Iran unterstützten Huthi-Milizen gegen Truppen auf der Seite des ins Exil geflohenen Präsidenten Abed Rabbo ...

26 Tote nach Luftangriff auf Zivilisten im Jemen gemeldet

Zum wiederholten Male sollen bei einem Luftangriff der von Saudi-Arabien geführten Militärkoalition im Jemen etliche Zivilisten getötet worden sein. Nach Angaben aus Kreisen der Huthi-Rebellen traf eine Rakete in der westlichen Provinz Hodeida ein Fahrzeug mit flüchtenden Zivilisten und riss 26 von ihnen in den Tod, darunter 20 Kinder. Bei den anderen Opfern handele es sich um fünf Frauen und den Fahrer, sagte ein Sprecher des von den Rebellen kontrollierten Gesundheitsministeriums.

Im Jemen entwickelt sich eine Katastrophe mit Ansage

Im Jemen entwickelt sich eine Katastrophe mit Ansage

Der Kampf um den wichtigen jemenitischen Hafen Hodeida entwickelt sich zu einer Abnutzungsschlacht. Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) verfolgen eigene strategische Interessen. „Das Dröhnen der Bombenflugzeuge begleitet uns nun Tag und Nacht“, sagt Qaed Jazou, ein in Hodeida lebender Journalist. Aus Furcht vor den Truppen der Arabischen Allianz, die von Offizieren aus Abu Dhabi kommandiert werden, seien die Einwohner der Vororte bereits in das Stadtgebiet geflohen.

Drohende Hungersnot im Jemen

Angriff auf zentralen Hafen im Jemen bedroht Hunderttausende

Der lang erwartete Angriff auf die für die Versorgung des Jemens zentrale Hafenstadt Hudaida hat begonnen. Die Befreiung der Stadt sei ein Meilenstein im Kampf, den Jemen von den Huthi-Milizen zurückzuerobern, teilte die international anerkannte jemenitische Regierung am Mittwoch mit.

Zudem solle damit auch die Sicherheit in der Meerenge Bab al-Mandab wiederhergestellt werden. Die Wasserstraße zwischen der arabischen Halbinsel und dem Horn von Afrika zählt zu den wichtigsten Routen für Öltanker.

Zehntausende fliehen wegen heftiger Kämpfe im Jemen

Wegen heftiger neuer Kämpfe im Westen des Jemens haben Zehntausende Menschen ihre Häuser verlassen. Ihnen stehe voraussichtlich das Schlimmste aber noch bevor, heißt es von der Menschenrechtsorganisation Amnesty International. Geflohene Zivilisten berichten von Granatenangriffen, Luftschlägen, Landminen und weiteren Gefahren, die im Zuge einer neuen Offensive in der Region Hodeida für die Menschen herrschten. Schon im Dezember hatte die international anerkannte Regierung des Jemens eine Offensive auf die von Huthi-Rebellen kontrollierte Region ...

Erste Nahrungslieferung seit Wochen erreicht Nordjemen

Erstmals seit Wochen ist im Norden des Jemen wieder eine Nahrungsmittellieferung in der von einer Hungersnot bedrohten Provinz Hodeida eingetroffen. Ein Schiff mit 25 000 Tonnen Weizen an Bord habe im Hafen von Salif anlegen können, berichtete das World Food Programme. Die Nahrung werde dabei helfen, 1,8 Millionen Menschen in dem Bürgerkriegsland für einen Monat zu ernähren. Auch sollten weitere Schiffe in den kommenden Tagen ankommen. Das von Saudi-Arabien geführte Militärbündnis hatte vergangene Woche angekündigt, eine wochenlange Blockade ...

Der saudische Botschafter bei den Vereinten Nationen, Abdallah al-Mouallimi.

Saudi-Arabien bleibt im Jemen stur

Saudi-Arabien spielt im Jemen weiterhin auf Zeit und nimmt damit den drohenden Hungertod von Millionen Jemeniten in Kauf. Nach massivem Druck der Vereinten Nationen und zahlreicher westlicher Staaten hatte das Wüstenkönigreich zwar die Lockerung seiner Blockade der von den Huthis kontrollierten Gebieten ankündigt. Davon ausgenommen bleibe jedoch der Seehafen der am Roten Meer gelegenen Stadt Hodeida, über den die schiitischen Rebellen mit Raketen aus dem Iran versorgt würden, verkündete der saudische Botschafter bei den Vereinten Nationen, ...

Mindestens 60 Tote bei Luftangriff auf Gefängnis im Jemen

Bei einem Luftangriff auf ein Gefängnis im Jemen sind einem örtlichen Mitarbeiter der Gesundheitsbehörden zufolge mindestens 60 Menschen getötet worden. Mindestens 30 weitere Menschen seien bei dem Bombardement auf einen von Huthi-Rebellen kontrollierten Sicherheitskomplex in der Hafenstadt Hodeida verletzt worden. Im jemenitischen Bürgerkrieg sind seit dem Beginn der Angriffe einer saudisch geführten Militärkoalition im März 2015 mehr als 4000 Zivilisten getötet worden.