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Studie: Auch Kirchen erleben Digitalisierungsschub

Die Corona-Krise hat auch der evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) zu einem Digitalisierungsschub verholfen. Künftig soll es verstärkt sogenannte „hybride“ Gottesdienstformate geben, die analog und digital mitgefeiert werden können, kündigte der bayerische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm am Donnerstag in seiner Pfingstbotschaft an. „Aus der Kraft des Pfingstgeistes kann mitten in der Krise ein Aufbruch in eine bessere Zukunft werden“, sagte der EKD-Ratsvorsitzende.

Corona-Krise

Haben die Kirchen in der Corona-Krise versagt?

Haben die Kirchen Kranke, Sterbende und Trauernde in der Corona-Krise im Stich gelassen? Die ehemalige thüringische Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU) vertritt diese Meinung - und erntet dafür heftigen Widerspruch, aber auch Unterstützung.

In den vergangenen Wochen galt in den Krankenhäusern ein Besuchsverbot. Dadurch starben viele Patienten einen sehr einsamen Tod. Höchstens die engsten Verwandten wurden vorgelassen, Enkeln dagegen blieb der Abschied von Oma oder Opa versagt.

Heinrich Bedford-Strohm hält einen Gottesdienst

Bedford-Strohm: Alte sollten selbst über Besuch entscheiden

Bewohner von Altenheimen sollten aus Sicht des bayerischen Landesbischofs Heinrich Bedford-Strohm selbst entscheiden dürfen, ob sie in Corona-Zeiten Besuch empfangen oder nicht. Man solle, wenn möglich, „den Bewohnerinnen und Bewohnern der Heime selbst die Entscheidung zu geben, wie viele Risiken sie eingehen wollen“, sagte der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) in einer Videobotschaft, die am Montag auf Facebook veröffentlicht wurde.

Coronavirus – Gastgewerbe

Immer mehr Länder suchen eigene Wege aus Beschränkungen

Trotz der anstehenden Bund-Länder-Beratungen zur Corona-Krise suchen immer mehr Bundesländer eigene Wege zurück zur Normalität. Niedersachsen will die Regeln für Schulen, Gastronomie und Hotels bis Ende Mai deutlich lockern.

In Sachsen-Anhalt dürfen sich Bürger bereits wieder zu fünft statt nur zu zweit in der Öffentlichkeit treffen. Nordrhein-Westfalen drohte zugleich mit einem Alleingang bei der Kita-Öffnung, sollte Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwoch mit den Ministerpräsidenten der Länder keinen einheitlichen Kurs finden.

Ein Kerze brennt in der Frauenkirche

Gläubige feiern öffentliche Gottesdienste: Es war wunderbar

Gläubige mit Mundschutz, Sitzreihen mit rot-weißen Flatterbändern abgesperrt und am Eingang ein Desinfektionsmittel-Spender: Mit gerade mal 40 Gästen und großen Lücken in den Bänken haben Katholiken in der St.-Laurentius-Kirche in Eschenbach in der Oberpfalz (Landkreis Neustadt an der Waldnaab) am Montag kurz nach Mitternacht einen Gottesdienst gefeiert - zusammen.

Stadtpfarrer Thomas Jeschner hatte die Lockerungen der Anti-Corona-Maßnahmen genutzt, die seit Montag in Bayern wieder öffentliche Gottesdienste erlauben, und als einer ...

Bedford-Strohm: „Gottesdienst wird nicht der gleiche sein“

Der bayerische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm dämpft nach der Ankündigung, dass in Bayern wieder Gottesdienste mit Besuchern stattfinden dürfen, zu hohe Erwartungen. „Man muss sich klar sein, dass der Gottesdienst nicht der gleiche sein wird wie vor der Krise“, sagte der Vorsitzende der evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) am Freitag der Deutschen Presse-Agentur in München. „Wir wollen zurückhaltend vom Abendmahl Gebrauch machen“, kündigte er an.

Ein Pastor faltet seine Hände zum Gebet

Gottesdienste ab 4. Mai mit Mundschutz und Abstand erlaubt

Trotz der andauernden Corona-Krise sollen vom 4. Mai an öffentliche Gottesdienste in Bayern wieder erlaubt sein - unter strengen Auflagen. Die Gottesdienstbesucher müssen einen Mund-Nasen-Schutz tragen und einen Mindestabstand von zwei Metern zu anderen einhalten. Die neuen Regelungen sollen gleichermaßen für alle Glaubensgemeinschaften gelten. Die Lockerungen, die das Kabinett am kommenden Dienstag noch formal beschließen will, kündigte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) am Freitag in München an.

Leere Bänke

Gottesdienste sollen trotz Corona wieder möglich werden

Gottesdienste sollen in Deutschland bei Einhaltung von Hygiene-Regeln zum Schutz vor Corona schrittweise wieder möglich werden. Vertreter von Religionsgemeinschaften und Kirchen wollen dazu in den kommenden Tagen gemeinsam mit Bund und Ländern ein Konzept erarbeiten.

Dieses solle dann Grundlage sein für spätere Beschlüsse, sagte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums am Freitag in Berlin nach einem Gespräch mit Vertretern verschiedener Religionsgemeinschaften.

Papst Franziskus

Papst-Mahnung: Solidarität statt Egoismus

Gegen Eigennutz und für Solidarität in Europa: Angesichts der weltweiten Corona-Pandemie hat Papst Franziskus in seiner Osterbotschaft einen Kurswechsel gefordert.

„Gleichgültigkeit, Egoismus, Spaltung und Vergessen sind wahrlich nicht die Worte, die wir in dieser Zeit hören wollen“, sagte das katholische Kirchenoberhaupt am Sonntag im fast leeren Petersdom. Anschließend spendete Franziskus den Segen „Urbi et Orbi“ - der Stadt und dem Erdkreis.

Georg Bätzing

Bätzing: Krise kann „Glücksfall der Geschichte“ werden

Die Corona-Krise kann nach Überzeugung des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), Georg Bätzing, zum „Glücksfall der Geschichte“ werden.

„Hoffentlich lehrt uns diese Krise, wie sehr wir aufeinander angewiesen sind“, sagte der Bischof in einer Ostermesse im Limburger Dom nach einem vorab von der DBK verbreiteten Predigttext. „Niemand, kein Volk, kein Land, keine Wirtschaft ist eine Insel. Alles hängt mit allem zusammen.“

Die Krise, so schlimm sie auch sei, habe viel Gutes hervorgebracht.