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Tetrapacks Milch

Das Milch-Paradoxon: Wie Molkereien in der Corona-Krise gleichzeitig profitieren und verlieren

Die Auswirkungen der Corona-Krise auf die Wirtschaft sind immens – mit großen Unterschieden von Branche zu Branche. Es gibt wenige Unternehmen, die in diesen Tagen profitieren, und viele, die vor allem verlieren.

In der Milchwirtschaft jedoch trifft beides gleichzeitig zu. Während auf der einen Seite die Absätze im Lebensmitteleinzelhandel boomen, klemmt es beim Export und der Belieferung von Gastronomie und Gewerbekunden. Der Milchpreis gerät zunehmend unter Druck.

Logistikbranche in Bayern

Industrie, Handel, Politik: Versorgung sicher

Einzelhandel, Industrie und Politik sehen die Versorgung mit Lebensmitteln trotz einer angespannten Lage weiter als gesichert an.

In der Corona-Krise haben Teile der Ernährungsbranche nach den Worten von Agrarministerin Julia Klöckner mit fehlendem Personal zu kämpfen. Die Situation sei teils „sehr angespannt“, sagte die CDU-Politikerin am Donnerstag in Berlin und nannte konkret Schlacht- und Zerlegebetriebe sowie Molkereien. Es fehlten Berufspendler aus Polen und Tschechien sowie Mitarbeiter, die Kinder zu Hause betreuen müssten ...

Milch

Bauern fürchten sinkende Milchpreise

Die Corona-Krise führt zu Verwerfungen auf dem Milchmarkt. Während die Molkereien Mühe haben, die stark gestiegene Nachfrage in den Supermärkten zu bedienen, stottert der Export, das Geschäft mit der Gastronomie und gewerblichen Kunden ist weitgehend zum Erliegen gekommen.

Auf die Milchbauern kommen deswegen sinkende Erzeugerpreise zu, obwohl die Bürger derzeit rekordverdächtige Mengen an Milch und Milchprodukten kaufen, wie in der Branche berichtet wird.

Frische Milch wird in ein Glas geschüttet

Bauern fürchten sinkende Milchpreise: Aber Rekordnachfrage

Die Corona-Krise führt zu Verwerfungen auf dem Milchmarkt. Während die Molkereien Mühe haben, die stark gestiegene Nachfrage in den Supermärkten zu bedienen, stottert der Export, das Geschäft mit der Gastronomie und gewerblichen Kunden ist weitgehend zum Erliegen gekommen. Auf die Milchbauern kommen deswegen sinkende Erzeugerpreise zu, obwohl die Bürger derzeit rekordverdächtige Mengen an Milch und Milchprodukten kaufen, wie in der Branche berichtet wird.

Milchbauer Franz Fleschhut im Kuhstall seines Bauernhofes in Betzigau: Er klagt über steigende Betriebskosten und fallende Milch

Bauern sorgen sich wegen Milchpreis

Als Franz Fleschhut den Stall betritt, drehen die Kühe neugierig die Köpfe in seine Richtung. Doch zuerst gilt seine Aufmerksamkeit den Kälbchen am Eingang. Das jüngste ist erst wenige Tage alt und saugt gierig an den Fingern, die ihm der Bauer hinstreckt. „Auch wenn es nicht immer einfach ist – ich könnte mir keinen anderen Beruf vorstellen“, sagt Fleschhut und blickt sich lächelnd um. Nach Lächeln ist dem 52-jährigen Allgäuer allerdings nicht immer zumute.


Im Herbst 2012 sind im Oberallgäu die ersten Fälle von Rinder-TBC aufgetreten.

Fromme Lieder gegen Zwangstest bei Rinder-TBC

Zuerst war es ein lautstarker Protest mit Trillerpfeifen und Kuhschellen. Inzwischen sind es ruhigere Methoden wie der Gesang frommer Lieder oder Beten, mit denen sich Milchbauern im Oberallgäu dagegen wehren, dass ihre Rinder auf Tuberkulose (TBC) untersucht werden. „Unseren Veterinären blieb in einzelnen Fällen nichts anderes übrig, als unverrichteter Dinge vom Hof abzuziehen“, sagt Andreas Kaenders, Sprecher des Landratsamtes in Sonthofen. Doch es werde für keinen Betrieb eine Ausnahme geben: Wer seine Tiere nicht untersuchen lässt, dem ...