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Protestierende IG-Metall-Mitglieder der MTU Friedrichshafen nach dem Verkauf der Firma im Jahr 2005.

Die großen Arbeitskämpfe bei ZF Friedrichshafen

Die Zeit der großen Arbeitskämpfe in der Republik liegt schon eine Weile zurück, aber Hans Kirchgässner, von 1998 bis 2014 Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats beim Autozulieferer ZF Friedrichshafen, erinnert sich noch genau an die Probleme, die der Kampf um die 35-Stunden-Woche 1984 aufwarf.

„Der damalige Betriebsratsvorsitzende Frithjof Reitzner war kein Freund der 35-Stunden-Woche, es gab teilweise harte Auseinandersetzungen innerhalb der Gewerkschaft“, erzählt der gelernte Kfz-Mechaniker, der 42 Jahre für ZF gearbeitet hat.


Marie Kirchgässner mit ihrem Sohn Hans.

107 Jahre: Älteste Häflerin feiert Geburtstag

Marie Kirchgässner aus Ailingen ist am Montag 107 Jahre alt geworden. Oberbürgermeister Andreas Brand gratulierte der ältesten Häfler Bürgerin persönlich.

Brand überbrachte außer einem Präsentkorb auch die Glückwünsche des Ministerpräsidenten Kretschmann. „Das hätte ich nie gedacht, dass ich so alt werde“, sagt Marie Kirchgässner, die vor drei Monaten in den Gustav-Werner-Stift gezogen ist.

Bis dahin hatte ihre Schwiegertochter sie zuhause in Ailingen gepflegt.


Die jungen Frauen in ihrer Heimattracht sangen alte Heimat- und Volkslieder.

Tänze und Theater erinnern an alte Heimat

„Wenn dia Schwobe feiern, ischt es emmer schö, da muss ma einfach hi und mitmacha“, haben die jugendlichen Ansagerinnen Julia Polling und Jasmin Kirchgässner in ihrem banat/schwäbischen Dialekt gesagt. Und diesem Aufruf sind die Banater Schwaben aus dem Raum Tuttlingen-Rottweil-Schwarzwald-Baar am Sonntag haufenweise gefolgt. Die Stuhlreihen in der Stadthalle beim „Schwäbischen Nachmittag“ waren voll besetzt.

Hierunter waren samt Bürgermeister Hans Georg Schuhmacher mit Gattin viele Ehrengäste, die vom Kreisvorsitzenden der Banater ...


hans Kirchgässner geht, Roland Kaczmarek kommt in die SPD-Fraktion.

Engagement und Arbeit im Gemeinderat

Oberbürgermeister Andreas Brand hat die Amtskette angelegt und drei Gemeinderatsmitglieder geehrt: Mathilde Gombert (Grüne) für 20, Rolf Schilpp (jetzt CDU) für 35 und Regine Ankermann (Grüne) für zehn Jahre.

Brand beschrieb die drei Ratsmitglieder. Regine Ankermann sei gut vernetzt und mit gesunder Distanz zur Verwaltung unterwegs, Mathilde Gombert arbeite unaufgeregt solide, mit Herzblut und hinterfrage nicht, um auf den Nerv, sondern um der Sache auf den Grund zu gehen.


Roland Kaczmarek wird neues SPD-Ratsmitglied.

Kirchgässner gibt Mandat und Parteibuch ab

Hans Kirchgässner wird sein Ratsmandat niederlegen. Er ist aus der SPD ausgetreten und verzichtet darauf, fraktionslos im Gemeinderat weiterzuarbeiten. Ihm folgt Roland Kaczmarek als neues Ratsmitglied der Sozialdemokraten.

„Ständig wird bei der SPD eine andere Sau durchs Dorf gejagt“, sagt Kirchgässner und macht seinem Unmut über die Politik der SPD in Berlin, aber auch in Stuttgart Luft. Er habe es satt, jeden Morgen die Zeitung aufzuschlagen und sich über die sozialdemokratische Politik zu ärgern.


Die älteste Ailingerin Maria Kirchgässner an ihrem Ehrentag, umgeben von den engsten Angehörigen. Unser Bild zeigt (von links)

Ailingens Älteste feiert ihren 106.

106 Jahre ist die älteste Ailingerin Maria Kirchgässner am Samstag geworden. Ortschaftsrätin Evi Geissler kam vorbei, um zusammen mit einem schwer gewichtigen Geschenkkorb die guten Wünsche der Orts- und Stadtverwaltung zu überbringen. Mit einer üppigen, gut gelungenen Schwarzwälder Kirschtorte feierte die Jubilarin am Nachmittag zusammen mit ihrer Familie, Verwandten und Nachbarn im Haus ihres jüngsten Sohnes.

Schwiegertochter Marianne Kirchgässner sagte nachdenklich: „Meine Schwiegermutter war früher so viel krank.

Betriebsrätin Barbara Rentsch attackiert den Betriebsratsvorsitzenden Achim Dietrich-Stephan

ZF-Betriebsrat: Kampf mit harten Bandagen

Für die IG Metall ist ZF Friedrichshafen ein Brückenkopf, der gehalten werden muss. Nachdem die mächtige Industriegewerkschaft beim Friedrichshafener Motorenbauer Rolls-Royce-Power Systems (ehemals MTU/Tognum) an Bedeutung verloren hat, verteidigt sie ihre Position beim wichtigsten Arbeitgeber am Bodensee entschlossen.

Betriebsratschef Achim Dietrich-Stephan, selbst Mitglied der IG Metall, fällt offenbar die Aufgabe zu, die Macht der Gewerkschaft bei ZF zu sichern.

Das Forschungs- und Entwicklungszentrum von ZF in Friedrichshafen.

Der Gewerkschafter und sein Kumpan

ZF-Betriebsratschef Achim Dietrich-Stephan genießt bei den Arbeitern in Friedrichshafen hohes Ansehen. Weil er Sachen verhindert.

Dietrich-Stephan wird es zugeschrieben, dass im Stammwerk bis auf wenige Ausnahmen das traditionelle Schichtsystem bislang unangetastet blieb. Er hat durchgesetzt, dass zum 100-jährigen Bestehen des Konzerns allein die Mitarbeiter in Deutschland eine Jubiläumsprämie erhielten. Für die Gewerkschaft ist er ein Hoffnungsträger.

Acht Zauberer – hier Robert Ganahl – verblüffen Jung und Alt mit ihren Zaubertricks und der dazugehörigen Show.

Besucher erleben Urlaub vom Alltag

Zum verkaufsoffenen Sonntag mit Straußenzauberer-Festival hat sich Friedrichshafen einmal mehr von seiner besten Seite gezeigt. Tausende Besucher kamen, um einzukaufen, an den Aktionen teilzunehmen oder einfach, um einen schönen Tag am See zu genießen.

„Friedrichshafen spielt seine Stärken aus mit dem See, Shopping und einem bunten Programm“, zog Stadtmarketing-Chef Thomas Goldschmidt eine positive Bilanz. Besonders heiß begehrt war neben einem Sitzplatz in einem der Straßencafés eine gute Sicht auf die beiden Bühnen.

ZF ist ein guter Arbeitgeber, aber es geht auch noch besser: Achim Dietrich-Stephan, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats, will

ZF-Gesamtbetriebsrat: „Auf Augenhöhe“

Seit dem 7. Mai ist die Wachablösung an der Spitze des Betriebsrats von ZF vollzogen. Achim Dietrich-Stephan, zuvor Chef der Arbeitnehmervertretung am Standort Friedrichshafen, wurde an diesem Tag auch zum Vorsitzenden des Gesamtbetriebsrats und damit zum Nachfolger von Hans Kirchgässner gewählt. Im Interview mit den SZ-Redakteuren Martin Hennings und Gunnar M. Flotow spricht der 46-Jährige über seine ersten Monate im neuen Amt, das Arbeitsklima im Gremium – und sein Verhältnis zum Vorstand.