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Drei Personen sitzen nebeneinander an einem Tisch

Laupheimer Ehepaar kämpft um Bleiberecht für den „gambischen Sohn“

Vorweihnachtlicher Zauber mag sich bei Anne und Martin Gröner noch nicht recht entfalten. Die Eheleute sind besorgt wegen Ousman D. Am 11. Dezember entscheidet das Verwaltungsgericht Sigmaringen im Widerspruchsverfahren, ob die von dem Gambier genannten Fluchtgründe ausreichen, ihm in Deutschland Asyl zu gewähren.

Das wäre für uns inakzeptabel.

Familie Gröner

Das ist keineswegs sicher, im Gegenteil, und sollte das Gericht „nein“ sagen, dann könnte die Abschiebung drohen, befürchten Gröners, die sich seit ...

 Lamin Muhammad Bah sollte in die Ausbildung im Grünen Baum aufgenommen werden. Nach der Entscheidung der Behörden kann er nicht

Trotz Arbeit: Dem Genießerlauf-Gewinner droht die Abschiebung

Dem Sieger des Biberacher Genießerlaufs droht die Abschiebung: Lamin Muhammad Bah ist aus Afrika geflüchtet und lebt seit nunmehr vier Jahren in Deutschland. Als Küchenhilfskraft arbeitete er im „Grünen Baum“ – bis ihm die Behörden die Arbeitserlaubnis entzogen. Jetzt ist er zum Nichtstun verdammt, was sein Chef Andreas Höschele scharf kritisiert. Er fühlt sich von der Politikern wie dem Landrat im Stich gelassen – ja sogar getäuscht.

Der Biberacher Arbeitgeber Andreas Höschele wünscht sich mehr Nachsicht und Unterstützung für ...

 Von Ostrach geht es fpr den Gambier über Reutlingen und Stuttgart zum Frankfurter Flughafen, wo er in einen Flieger in seine He

Kollegen empört: Polizei holt Gambier am Arbeitsplatz zur Abschiebung ab

Wie stets kommt Bemba Mente pünktlich am Dienstag in der vergangenen Woche zu seiner Arbeit bei der Firma Fürst Lasertechnik. Was weder der Gambier noch der Arbeitgeber in Ostrach wissen: Auch die Polizei steht an dem Tag pünktlich vor der Tür, um den 48-Jährigen zur Abschiebung abzuholen. Bei Firmenleitung und dem Treff International trifft dies auf Unverständnis, da er sich vorbildlich verhalten hat.

Warmherzig, genügsam, zuverlässig – so beschriebt Sigrid Maria Weydemann vom Treff International Bemba Mente, den sie seit Sommer ...

 Eine Schülerin aus Guinea absolviert in der Metallwerkstatt einen Kurs im Schweißen.

Firmenchefs kämpfen für geduldete Flüchtlinge

Er packt an, lernt deutsch, ist integriert. Sein Pech, ein unsicherer Status: Am Arbeitsplatz wird der geduldete Flüchtling abgeholt und nach Gambia zurückgeschickt. Hätten Arbeitgeber das Sagen, würde der Mittzwanziger nicht nur in einer Sägerei arbeiten, sondern als benötigte Arbeitskraft dauerhaft bleiben, ohne den imaginären Schleudersitz vor Augen.

Die Geschichte des jungen Gambiers, dessen Spuren sich verloren haben, erzählt die kaufmännische Leiterin eines Sägewerks viele Monate später.

Zwei Männer in einer Produktionshalle

Abschiebung vom Arbeitsplatz: Firmen sind sauer - und erhalten prominente Rückendeckung

Markus Winter ärgert sich. Und wenn sich der Chef des Industriedienstleisters IDS aus Unteressendorf bei Biberach ärgert, flucht er schon mal.

Aber eigentlich hat der Unternehmer Angst. In diesen Tagen um seinen Mitarbeiter Abdoulie Trawally. Der Gambier arbeitet seit August 2016 als Glasreiniger bei IDS, er ist unbefristet beschäftigt und kann für seinen Lebensunterhalt sorgen.

Und doch muss der Unternehmer nun tagtäglich fürchten, dass Baden-Württemberg seinen 25-jährigen Mitarbeiter aus dem Betrieb heraus abschiebt ...

Drei Männer stehen neben einem Bienenstock

Gambischer Minister besucht Region: „Wir wissen, dass man sich Sorgen macht, wegen der jungen Menschen, die illegal einwandern“

Rund 9100 Gambier leben in Baden-Württemberg, so viele wie in keinem anderen Bundesland. 3000 von ihnen müssten rein rechtlich sofort ausreisen, weitere 4200 sind noch im laufenden Asylverfahren oder haben gegen dessen Ausgang geklagt. Seit 2016 wurden rund 600 Menschen aus Gambia abgeschoben.

Innenminister Thomas Strobl (CDU) kündigte Ende 2018 an, er wolle die Zahl an Abschiebungen deutlich erhöhen. Warum das leichter gesagt als getan ist, was die Gründe sind und welche Lösungen es geben könnte, stand im Mittelpunkt eines Besuchs ...

Mann mit Brille schaut in die Kamera

Gerald Knaus: „Deutschland hat jedes Interesse, Gambias Demokratie zu stärken“

Er ist der Kopf hinter dem Flüchtlingsabkommen zwischen der EU und der Türkei, jetzt entwickelt er einen Plan für die Kooperation mit Gambia: Gerald Knaus, Vorsitzender der Europäische Stabilitätsinitiative (ESI). Helen Belz erklärt Knaus seine Ideen.

Herr Knaus, was kann die Landesregierung tun, um mit Gambia eine Einigung zu erzielen?

Ich glaube, wir brauchen Realismus und eine Vision. Realismus zum Beispiel bei der Frage nach Rückführungen.

 Gottfried Härle

Beim „Talk vorm Bock“ ist die Festhalle rappelvoll

Da staunt Karl-Anton Maucher: Der Moderator von „Talk vorm Bock“ hat nach der wetterbedingten Verlegung in die Festhalle mit einem halbvollen Saal gerechnet. Stattdessen drängen sich die Menschen, weitere Stühle sind nötig, etliche müssen stehen. Bereut hat niemand sein Kommen. Die Gespräche mit den „Leutkircher Köpfen“ sind lebendig, geben Einblicke. Die Saalspende von 3100 Euro kommt dem Hospiz Ursula im früheren Leutkircher Krankenhaus zugute. Evelyn Mauch hat zuvor über Leben und Abschied gesprochen.

Bakéry Jatta

Wirbel um Jatta: Droht HSV-Shootingstar die Abschiebung?

Beifall brandete auf, als Bakery Jatta die Mannschaft des Fußball-Zweitligisten Hamburger SV auf den Trainingsplatz führte. Wegducken oder gar verkriechen nach den Vorwürfen, er könnte mit falscher Identität in Deutschland leben, kamen für den Offensivspieler nicht infrage.

Rund 400 Fans, etwa so viele wie beim Saisonstart, waren zur einzigen Trainingseinheit des Tages erschienen. Jatta lief vorweg, die Mannschaft folgte geschlossen. Das Bild hatte Symbolcharakter.

 Ein Migrant, der bei der Firma Fürstenberg THP arbeitete, ist einer der wenigen Flüchtlinge, die bislang aus dem Schwarzwald-Ba

Arbeitgeber fürchten Abschiebung von Mitarbeitern

Der Januartag 2019 bleibt im Gedächtnis wie das erstarrte Gesicht eines dunkelhäutigen Mannes. Er – nennen wir ihn Akal – sitz im Flugzeug nach Gambia. Zurück bleibt Arbeitgeberin Stefanie Holland mit dem Gefühl, „dass hier in Deutschland etwas gründlich schiefläuft.“

Die kaufmännische Leiterin des Unternehmens Fürstenberg THP sitzt an diesem Spätvormittag nicht weit von jenem Büro entfernt, in dem vor einem Dreivierteljahr ein hoffnungsvolles Kapitel für Ihre Firma und einen 32-Jährigen jäh endet.