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Podcast „Sag's Pauly“: Der Mann, der die Leichen am Allensbacher Galgen ausgräbt

Die Überreste eines Galgens, die Skelette von mindestens zehn Menschen, übel zugerichtet und Zeugen einer grausigen Zeit: Die archäologischen Funde, die im Frühjahr zwischen Konstanz und Allensbach am Ufer des Bodensees aufgetaucht sind, sorgen deutschlandweit für Aufruhr.

Dr. Jürgen Hald, der Leiter der Ausgrabung, verrät im Podcast, was nach dem Freilegen der Gräber geschieht, was man über die Opfer weiß. Und er gibt ein wenig Einblick in seinen Beruf.

Stadtarchiv-Bilder zum Text 22. Juni 1920, sie zeigen die Schäden im Rathaus. Tumulte in Ulm

Blutige Tumulte erschütterten am 22. Juni 1920 Ulm

Es ist erstaunlich, dass das Datum aus dem Gedächtnis der Stadt fast gelöscht ist: Am 22. Juni jährt sich zum 100. Mal einer der blutigsten Tumulttage in der Ulmer Stadtgeschichte. Die Krawalle waren für die unterschiedlichen Akteure vermutlich deshalb nicht erinnerungswürdig, weil sie selbst vielfach durch eigene Fehler und Versäumnisse in die verhängnisvollen Ereignisse verstrickt waren.

Ob nun – nach unterschiedlichen Angaben – am 22.

Historische Hinrichtungsstätte am Gnadensee

Archäologen entdecken Hinrichtungsstätte am Bodensee

Nur wenige Knochenstücke ragen aus dem Boden. Doch den beiden Archäologen Jürgen Hald und Michael Francken kann der Fund dennoch viel erzählen: „Das hier ist ein Unterarmknochen, da drüben ein Halswirbel, hier ein Stück Kieferknochen“, sagt Francken und zeigt nacheinander auf die Knochenteile.

Um wen es sich handelte, welches Alter der Mensch hatte, ob es ein Mann oder eine Frau war - das alles werden die Wissenschaftler später noch genauer im Labor untersuchen.

Historische Hinrichtungsstätte

Archäologen entdecken Hinrichtungsstätte am Bodensee

Nur wenige Knochenstücke ragen aus dem Boden. Doch den beiden Archäologen Jürgen Hald und Michael Francken kann der Fund dennoch viel erzählen: „Das hier ist ein Unterarmknochen, da drüben ein Halswirbel, hier ein Stück Kieferknochen“, sagt Francken und zeigt nacheinander auf die Knochenteile.

Um wen es sich handelte, welches Alter der Mensch hatte, ob es ein Mann oder eine Frau war - das alles werden die Wissenschaftler später noch genauer im Labor untersuchen.

Drei Männer bei den Ausgrabungen

Multimedia-Reportage: Der Galgen und die Toten von Allensbach

Vom 16. bis ins 19. Jahrhundert kamen am Bodensee-Ufer bei Allensbach Männer und Frauen auf grausame Weise ums Leben. Das beweist eine Hinrichtungsstätte, deren Spuren bei den Vorbereitungen für die Verlegung der Bundesstraße 33 zwischen Konstanz und Allensbach entdeckt wurden.

Fundamente des Galgens und mehrere Skelette und Schädel lagen in den Erdschichten unter einer unscheinbaren Wiese am Bodensee-Ufer gegenüber der Insel Reichenau.

Dieser Mensch wurde auf dem Bauch liegend begraben. Die Beckenknochen geben Jürgen Hald Aufschluss über das Geschlecht.

Archäologen finden in Allensbach Hinweise auf die barbarische Justiz des Mittelalters

Zumindest eines scheint beim ersten Blick auf die Begräbnisstätte unter dem ehemaligen Galgen unweit von Allensbach klar zu sein: „Das Individuum ist offenbar achtlos mit dem Bauch nach unten in die Kuhle gezerrt worden“, meint Michael Francken vom Landesamt für Denkmalpflege. Die Indizien dafür: verkrümmtes Skelett, als habe jemand den Körper einfach so hingeworfen und zugeschaufelt.

Morgendliches Sonnenlicht fällt auf die gut erhaltenen Knochen inmitten einer 700 Quadratmeter großen Ausgrabungsfläche in der Nähe des Bodenseeufers.

Archäologen finden historische Galgenreste

Archäologen finden frühneuzeitliche Hinrichtungsstätte

Archäologen haben bei Allensbach am Bodensee Reste einer frühneuzeitlichen Hinrichtungsstätte entdeckt. Die Forscher fanden bei Grabungen Anfang April Teile eines Galgenfundaments und menschliche Skelettreste, wie das Landratsamt Konstanz am Mittwoch mitteilte. An der Stelle hatten Voruntersuchungen zum Neubau einer Bundesstraße stattgefunden.

Kreisarchäologe Jürgen Hald zufolge lässt sich die Entstehungszeit noch nicht eindeutig beurteilen.

Auf diesem Bild ist zu sehen, wie Franzosen vor dem Rathaus in Schussenried eine Parade abhalten. Dieses Foto stammt aus dem Büc

75 Jahre Kriegsende: Als die Franzosen in Schussenried einmarschierten und sich die Welt für immer veränderte

Am 23. April 1945 marschierten französische Truppen in Bad Schussenried ein – der Zweite Weltkrieg war für die Bürger der Stadt damit auf den Tag genau heute vor 75 Jahren de facto zu Ende. Die Schussenrieder hatten aus Biberach den Befehl erhalten, ihre Stadt gegen den Feind bis zum letzten Moment zu verteidigen. Die Verantwortlichen hatten jedoch schon früh erkannt, dass, sollten sie diesen Befehl befolgen, es unnötig viele Tote geben würden. Eine direkte Missachtung hätte jedoch ebenfalls ein Todesurteil bedeutet.