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 Historische Plauderrunde: Helmut Kohl (CDU, rechts), Michail Gorbatschow (Mitte) und Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher

Ein Politstar wird 90: Michail Gorbatschow

Er ist ein politischer Weltstar, der in seiner Heimat als Versager, wenn nicht gar als Verräter gilt. Am Dienstag wird Michail Gorbatschow 90 Jahre alt.

Seine Wangen wirken schwammig, er müht sich mit einer Gehhilfe vom Fleck, die Leibwächter müssen ihm oft unter die Arme greifen. Mehrere Tage in der Woche verbringt Gorbatschow an Klinikapparaten, er ist krank, er ist alt. Aber er ist unbesiegt. „Zwischen den medizinischen Prozeduren arbeitet er weiter“, erzählt Dmitri Muratow, Chefredakteur der Oppositionszeitung „Nowaja Gaseta“ ...

Ravensburg setzt Zeichen gegen Atomwaffen

Der von den Vereinten Nationen im Jahr 2017 verabschiedete Atomwaffenverbotsvertrag tritt am Freitag, 22. Januar, in Kraft. Aus diesem Anlass will Ravensburg ein Zeichen der Solidarität. Dazu wird am 22. Januar am Neuen Rathaus eine Flagge gehisst, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung.

Die Stadt Ravensburg sei Mitgliedsstadt der internationalen Organisation „Mayors for Peace“ (Bürgermeister für den Frieden). Das weltweite Städtenetzwerk setze sich für eine atomwaffenfreie Welt und ein friedvolles Miteinander ein.

Atomwaffen

Berlin hält UN-Atomwaffenverbot für kontraproduktiv

Kurz vor Inkrafttreten des Atomwaffenverbots der Vereinten Nationen hat die Bundesregierung einen Beitritt zu dem Vertrag erneut abgelehnt.

In einer Antwort auf eine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag bekräftigt das Auswärtige Amt, dass es den seit mehr als 50 Jahren bestehenden Atomwaffensperrvertrag für das wirksamere Instrument hält, um zu konkreten Abrüstungsschritten zu kommen. Aus dem neuen Vertrag ergebe sich eine nachrangige Behandlung bestehender Verpflichtungen.

Vor vielen deutschen Rathäusern flattert dieser Tage die Fahne der Mayors for Peace. Friedensfahne.

Lindau hisst „Mayors for Peace“-Flagge auf dem Alten Rathaus

Der Atomwaffenvertrag der Vereinten Nationen aus dem Jahr 2017 tritt am Freitag, 22. Januar, in Kraft, teilt die Stadtverwaltung mit. Damit sind Atomwaffen ab jetzt völkerrechtlich geächtet und verboten. Dies begrüßt auch das weltweite Städtebündnis „Mayors for Peace“, zu dem auch Lindau gehört.

Als Zeichen der Unterstützung für dieses besondere Ereignis hissen etliche deutsche Mitgliedsstädte am Freitag die „Mayors for Peace“-Flagge. Denn Städte mit ihrer Infrastruktur und einer hohen Bevölkerungszahl gelten nach wie vor als ...

Der Weg führt die Menschen in der Region Shingal in eine ungewisse Zukunft.

Die Toten von Kodscho sollen ihre Namen zurückbekommen

Kodscho - 15. August 2014, nachmittags. Die Schüsse sind verhallt, die Schreie sind verstummt. Kachi Amo Salo Awso öffnet langsam die Augen, seine Hände sind noch immer in den von der glühenden Augusthitze ausgetrockneten Boden gekrallt. Er blickt seinem toten Bruder ins Gesicht. Doch er selbst lebt, es ist ein Wunder. Er stolpert los, rennt, weg aus der Hölle, zu der Kodscho geworden ist.

Nordirak, Region Shingal, im Dezember 2020. Die bleiche Wintersonne scheint auf das große Gräberfeld vor der Schule in Kodscho.

Verleihung Friedensnobelpreis

Welternährungsprogramm mit Friedensnobelpreis ausgezeichnet

Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) ist mit dem diesjährigen Friedensnobelpreis ausgezeichnet worden.

WFP-Chef David Beasley nahm die prestigeträchtige Nobelmedaille und die dazugehörigen Nobelurkunde am Donnerstag im Hauptsitz der UN-Organisation in Rom entgegen, wie auf der online übertragenen Preiszeremonie zu sehen war. „Dieser Friedensnobelpreis ist mehr als ein Dankeschön. Es ist ein Aufruf zum Handeln“, sagte Beasley.

Hungersnot im Jemen

Welternährungsprogramm bittet Milliardäre um Hilfe

Der Chef des Welternährungsprogramms (WFP), David Beasley, ruft angesichts drohender Hungerkatastrophen Superreiche zur Hilfe auf. „Es gibt mehr als 2200 Milliardäre auf der Welt, mit einem Nettovermögen von etwa zehn Billionen US-Dollar“, sagte Beasley der Wochenzeitung „Die Zeit“.

Mit Blick auf dieses Vermögen zeige sich, dass niemand hungern solle. „Und alles, was ich brauche, sind fünf Milliarden Dollar, um eine Hungersnot zu verhindern.

Konflikt in Äthiopien

Sieg in Tigray? Äthiopien erklärt Offensive für beendet

Nach mehr als drei Wochen erbitterter Kämpfe hat die Regierung Äthiopiens ihre Offensive in der Region Tigray nach eigenen Angaben beendet. „Die Föderalregierung beherrscht nun die Stadt Mekelle komplett“, sagte Ministerpräsident Abiy Ahmed über die Hauptstadt der Region Tigray.

Der Militäreinsatz sei mit größter Präzision erfolgt und habe sichergestellt, dass Zivilisten nicht zum Ziel geworden seien, hieß es. Die TPLF äußerte sich zunächst nicht zu der Verkündung.

Äthiopiens Premier Abiy Ahmed.

Der Krieg des Friedensnobelpreisträgers

2019 erhielt er den Friedensnobelpreis, jetzt führt er Krieg im eigenen Land. Mit einer großen Militäroffensive geht Äthiopiens Ministerpräsident Abiy Ahmed gegen die abtrünnige Provinz Tigray vor. Hunderte sollen gestorben sein, Zehntausende flohen vor den Kämpfen, es droht eine humanitäre Katastrophe. Der Bürgerkrieg könnte sich schnell auf weitere Landesteile ausweiten und das ganze Horn von Afrika weiter destabilisieren.

Als Abiy am 2.

Auf 700 Seiten schildert Barack Obama, der ehemalige Präsident der USA, seine Erinnerungen.

Erinnerungen eines Hoffnungsträgers

Eine Sache gehört auf ewig zu Barack Obama: „Yes, we can!“. Der gefeierte Hoffnungsträger und sein Slogan von 2008. Der Spruch, blendet Obama in seinen Memoiren zurück, habe ihm anfangs überhaupt nicht gefallen. Die Idee kam von David Axelrod, dem Wahlkampfstrategen. In seinen Ohren habe es kitschig geklungen. Seine Frau Michelle habe ihn vom Gegenteil überzeugt.

Fast vier Jahre nach dem Auszug aus dem Weißen Haus legt der Altpräsident mit „A Promised Land“ seine Memoiren vor.