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Steinmeier

Steinmeier wirbt für mehr Einmischung

Mit einem Appell für mehr Engagement und Einmischung hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier Zehntausende Besucher auf den 37. Deutschen Evangelischen Kirchentag in Dortmund eingestimmt.

„Wir wollen die Welt nicht nur beschreiben, wir wollen sie erst recht nicht nur beklagen, sondern wir wollen sie (...) zum Besseren verändern“, sagte er bei der Eröffnung des fünftägigen Glaubensfestes auf einer großen Straßenkreuzung in der Innenstadt am Mittwochabend.

 Mit der Aufarbeitung ihrer Missbrauchsfälle befasst sich aktuell die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD). Der Waldseer Pfa

Sexueller Missbrauch in der Kirche: „Es muss klar benannt werden, wer genau die Täter sind“

Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hat sich mit der Aufarbeitung ihrer Missbrauchsfälle befasst und am Dienstag bei einem Expertentag in Hannover die Einrichtung der „Zentralen Anlaufstelle.help“ zum 1. Juli beschlossen. Sexueller Missbrauch im kirchlichen Kontext wurde in der öffentlichen Wahrnehmung bislang eher als Problematik der Katholiken zugeordnet. Mindestens 600 Missbrauchsfälle sind jedoch mittlerweile auch in evangelischen Einrichtungen bekannt geworden.

Ein Kreuz auf einem Kirchendach im Gegenlicht

Evangelische Kirche will sexuellen Missbrauch aufarbeiten

Kurz vor dem Start des Evangelischen Kirchentages in Dortmund mit dem Motto „Was für ein Vertrauen“ nimmt eine Gruppe leitender Geistlicher ein Thema in den Blick, das auf dem Treffen von mehr als 100 000 Gläubigen kaum eine Rolle spielen wird.

Im Kirchenamt der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) in Hannover ging es am Dienstag um sexuellen Missbrauch – eine Problematik, die in der öffentlichen Wahrnehmung bisher eher den Katholiken zugeordnet wurde.

EKD plant keine Entschädigungsregelung für Missbrauchsopfer

Nach Bekanntwerden von hunderten Missbrauchsfällen plant die Evangelische Kirche in Deutschland derzeit keine allgemeine Entschädigungsregelung. Das Thema müsse jede Landeskirche selbst regeln, sagte Oberkirchenrat Nikolaus Blum in Hannover bei einem Expertentag zum Thema Missbrauch. Allerdings richtet die EKD ab Juli eine zentrale Anlaufstelle für Betroffene ein. Erst im vergangenen Herbst hatte die EKD eine zentrale Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch beschlossen, die katholische Kirche tut das seit 2010.

Evangelische Kirche: Plan gegen sexuellen Missbrauch

Die Evangelische Kirche in Deutschland will in die Prävention von sexuellem Missbrauch investieren und frühere Fälle umfassend aufarbeiten. Am Mittag stellt ein speziell eingesetztes Gremium in Hannover Details zur Umsetzung eines Elf-Punkte-Handlungsplans gegen sexualisierte Gewalt vor. Lange Zeit wurde sexueller Missbrauch eher als ein Problem der katholischen Kirche wahrgenommen. Allerdings sind auch bei den Protestanten Hunderte Missbrauchsfälle aus evangelischen Einrichtungen bekanntgeworden, die meist Jahrzehnte zurückliegen.

Heinrich Bedford-Strohm

Bedford-Strohm: Tech-Konzern-Monopol Gefahr für Demokratie

Die Monopolmacht großer Internetkonzerne ist aus Sicht des Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland, Heinrich Bedford-Strohm, eine Gefahr für die Demokratie. „Bei Islam-Themen kann man Shitstorms regelrecht vorhersagen. Wenn man einen Islam in liberaler Ausprägung unterstützt, dann kommt wie programmiert pauschale Verdammung, obwohl das Grundgesetz die freie Religionsausübung schützt“, sagte er der „Zeit“ (Donnerstag). „Ich glaube, dahinter stehen oft professionelle Netzwerke und Bots.

Bedford-Strohm: Politiker dürfen nicht „Abfallkübel“ sein

Der bayerische Landesbischof und Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Heinrich Bedford-Strohm, hat nach dem Rücktritt von Andrea Nahles als SPD-Chefin den rauen Umgang mit und unter Politikern kritisiert. „Ich glaube schon, dass wir dringend eine Erneuerung unserer politischen Kultur brauchen“, sagte er am Montag der Deutschen Presse-Agentur bei einem Besuch im italienischen Palermo. Verantwortung trügen aber nicht nur die Politiker und Parteien.

Heinrich Bedford-Strohm

EKD-Chef kritisiert Italiens Migrationskurs

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, hat den harten Migrationskurs der italienischen Regierung deutlich kritisiert. „Wenn Menschen in Gefahr sind, müssen sie gerettet werden, alles andere ist unterlassene Hilfeleistung“, sagte der bayerische Landesbischof der Deutschen Presse-Agentur bei einem Besuch auf Sizilien. Vor allem die Politik des Innenministers Matteo Salvini widerspreche der christlichen Haltung - auch wenn sich der Lega-Chef gerne als gläubiger Christ darstelle.

EKD-Chef: Kriminalisierung von Seenotrettern muss aufhören

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland hat nach der Freigabe des Rettungsschiffs „Sea-Watch 3“ ein Ende der Kriminalisierung von Seenotrettern gefordert. Es sei „ein Punktsieg“, dass das Migrantenrettungsschiff wieder frei sei, sagte Heinrich Bedford-Strohm bei einem Besuch in Sizilien. Das Schiff der deutschen Hilfsorganisation Sea-Watch hatte Mitte Mai Migranten vor der libyschen Küste aufgenommen und nach Italien gebracht. Dort wurde es beschlagnahmt, am Samstag jedoch wieder freigegeben.

EKD-Chef Bedford-Strohm besucht Seenotretter auf Sizilien

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Heinrich Bedford-Strohm, trifft heute auf Sizilien Crewmitglieder der deutschen Hilfsorganisation Sea-Watch. Das Schiff „Sea-Watch 3“ hatte Mitte Mai Migranten vor der libyschen Küste aufgenommen und nach Italien gebracht. Dort wurde es beschlagnahmt und gestern wieder freigegeben. Die populistische Regierung in Italien hat die Häfen für Hilfsorganisationen weitestgehend gesperrt. Immer noch fliehen allerdings zahlreiche Menschen aus Libyen Richtung Europa.