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Millionenwerte verlassen Tuttlingen

Millionenwerte verlassen Tuttlingen

Die Donaugalerie ist vor einer Woche zu Ende gegangen. 19 Künstler haben ihre Werke in Tuttlingen ausgestellt, darunter bekannte Schaffende wie Tony Cragg und Bernar Venet. Der hohe Aufwand für die Versicherung und die Installation der teilweise tonnenschweren Skulpturen haben das Budget nach oben getrieben. Redakteurin Ingeborg Wagner fragte bei der Stadt Tuttlingen nach, wie damit umgegangen wird. Gesprächspartner waren Galerieleiterin Anna-Maria Ehrmann-Schindlbeck, Kulturabteilungsleiter Claus-Peter Bensch und Pressesprecher Arno Specht.

 Crossover-Konzert zur Finissage der Lichtinstallation „…between…“ im „Alten Krematorium“: Vor dem liegenden Kreuz aus Tüllfähnc

Zum Abschluss erklingt ein Mix aus Klassik und Jazz

Zum letzten Mal hatten Besucher am Sonntag die Lichtinstallationen in den Räumen des früheren Krematoriums besichtigen können. Die 66-jährige Künstlerin Yvonne Goulbier hatte die Arbeiten ihrem 2011 verstorbenen Mann gewidmet, dem Bildhauer Klaus Goulbier: Im Hauptraum ein liegendes Kreuz aus unzähligen Drahtstücken mit Tüllfähnchen, im ehemaligen Sektionsraum eine Art schwebender Bahre, in den Abschiedsräumen kleine Objekte, alles unter Schwarzlicht bei abdeckten Fenstern zum Fluoreszieren gebracht.

„Touchdown“ lautet der Titel von Marcus Gaudoins Skulptur – mit der Finissage am Wochenende wurde die Donaugalerie 2019 abgeschl

Donaugalerie 2019 ist bereits Geschichte

Mit einem Rückblick der Galerieleiterin Anna-Maria Ehrmann-Schindlbeck und einem Künstlergespräch mit Johannes Pfeiffer ist ein großartiges Projekt, die Donaugalerie 2019, mit der Finissage am Freitagabend zu Ende gegangen.

„Die grundlegende Voraussetzung jeglicher Teilnahme an der Donaugalerie ist die künstlerische Qualität“, betonte Galerieleiterin Anna-Maria Ehrmann-Schindlbeck. Verschiedene Medien und Ausdrucksweisen sollen außerdem vertreten sein, mit Werken, die ein gutes Zusammenspiel mit dem Umfeld ergeben und die Donau mit ...

 Die Feuerwehr bekommt ein Einsatzleitfahrzeug.

Feuerwehr und Forst bekommen neue Autos

Knapp 180 000 Euro kostet der Einsatzleitwagen für die Tuttlinger Feuerwehr, der nun angeschafft wird. Er dient als Führungsfahrzeug der Gesamtwehr, legte Kommandant Klaus Vorwalder im Ausschuss für Verwaltung- und Finanzen in Tuttlingen dar.

Viele benachbarte Wehren haben bereits einen Kleinbus diesen Typs. Tuttlingen hat mit der Anschaffung so lange gewartet, bis sichergestellt gewesen sei, dass der Wagen Digitalfunk tauglich sei. Und das kann das Auto auch noch: das Erstellen von Lagebildern, die Einsatzdokumentation sowie ...

 Jeremias Heppeler inszenierte die Uraufführung.

Tuttlinger Uraufführung einer Text-Sound-Skulptur

Jeremias Heppeler hat das Galerie-Publikum am Freitagabend als Akteur und Autor einer künstlerischen Uraufführung mit Textrezitation, Sound und bewegten Bildern unterhalten.

Als Veranstaltungsbestandteil des Skulpturenprojekts Donaugalerie bezog sich die „Text-Sound-Skulptur“ des aus Fridingen an der Donau stammenden jungen Künstlers thematisch auf Literatur, Geschichte und mundartliche Überlieferung rund um das Wasser.

„Im Element Wasser hat alles seinen Anfang und sein Ende“ (Jeremias Heppeler).

 Beim Künstlergespräch in der Städtischen Galerie : (von links) Markus M. Strieder, Galerieleiterin Anna-Maria Ehrmann-Schindlbe

„Kunst ist nicht kaputt zu kriegen“

Drei Künstler der Donaugalerie haben am Sonntag bei einem Künstlergespräch über ihre Arbeit gesprochen und sich den Fragen der – leider nur wenigen – Kunstinteressierten gestellt. Galerieleiterin Anna Maria Ehrmann-Schindlbeck stellte die drei Künstler Marcus Gaudoin, Thomas Putze und Markus F. Strieder vor. Es ging um die Fragen: Welche Konzepte stecken hinter den Kunstwerken? Welche Gedanken bewegen die Künstler bei ihrer Arbeit? Was sind ihre technischen Herangehensweisen?

 Vater und Sohn Heppeler bringen ihre Installation zur Aufführung.

Text-Sound-Skulptur erlebt Uraufführung

In der Galerie der Stadt Tuttlingen findet am Freitag, 27. September, um 19 Uhr eine künstlerische Uraufführung statt. „is wassr | oder: | virginia wolf ertränkte sich, obwohl sie eine gute schwimmerin war“ (Originaltitel) ist eine audiovisuelle Text-Sound-Skulptur der beiden Donautalkünstler Christof und Jeremias Heppeler, die im Zuge des Skulpturenprojektes Donaugalerie entsteht.

Ausgehend vom naheliegenden Verweis-Startpunkt „Fluss“ schmeißt sich das Duo in den schaumschlagenden Diskursstrom und lässt sich von diesem durch ...

Seine Performance beendete Daniel Beerstecher mit einer Meditation – mitten auf dem Flugfeld.

120 Meter pro Stunde: Künstler beendet Zeitlupen-Marathon nach zehn Wochen

Zehn Wochen nach dem Start in Donaueschingen, nach 42 Kilometern in Zeitlupe entlang der Donau, überquert Daniel Beerstecher am Samstag um 13.10 Uhr die Ziellinie des ersten „Slow-Walk“-Marathons auf der Landebahn des Flugplatzes Neuhausen ob Eck.

Als „lebende Skulptur“ der Tuttlinger Donaugalerie 2019 setzt Beerstecher in „Slow Motion“ einen Kontrapunkt zu unserer schnelllebigen Zeit. Das Projekt entstand in einer Kooperation mit dem ArtPlus Museum Donaueschingen und dem Kunstverein „Friends of Tower Ateliers“.

 Tony Craggs Skulptur wurde mit einem Kranwagen angeliefert.

Die Donaugalerie sprengt den Kostenrahmen

Die Skulpturenschau Tuttlinger Donaugalerie läuft noch bis 20. Oktober. Schon jetzt ist absehbar, dass die kalkulierten Kosten bei weitem nicht ausreichen. Rund 96 000 Euro mehr muss die Stadt Tuttlingen aufbringen. Für Transport und Aufbau der Kunstwerke schlugen höhere Beträge auf, als angenommen. Auch die Versicherungsbeiträge stiegen deutlich an, vor allem durch die Werke der beiden Künstler Bernar Venet und Tony Cragg.

Die Gesamtkosten für die Donaugalerie werden bei rund 180 000 Euro liegen.

„Gran Turismo“ an der Groß Bruck fällt jedem Vorübergehenden sofort ins Auge.

„Schwimmendes Dach“ steht für Auswirkungen des Klimawandels

Eines der auffälligsten Exponate der Donaugalerie 2019 ist Stefan Rohrers extra für diese Ausstellung geschaffenes Werk „Gran Turismo“ aus Holz und Biberschwanzziegeln. Wenn fließendes Wasser an Dachziegeln leckt, bedeutet das Katastrophe – oder eben Kunst. Der 51-jährige Erbauer hatte die Auswirkungen des Klimawandels im Kopf, als er Modelle des „schwimmenden Dachs“ schuf.

Für die Donaugalerie hat er der gebürtige Göttinger das Stück in voller Größe (2,5 mal zwei mal zwölf Meter) in seiner Werkstatt in den Stuttgarter Wagenhallen ...