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 Unser Bild zeigt jesidische Flüchtlinge im Flüchtlings-Zeltlager in der Kurdenregion Dohuk im Nordirak. Die Grünen im Aalener G

Aalen soll Frauen aus Nordirak aufnehmen

Die Grünen im Gemeinderat haben einen Antrag gestellt, wonach die Stadt Aalen schutzbedürftige Frauen und Mädchen aus dem Nordirak aufnehmen soll. In der Sitzung des Kultur-, Bildungs- und Finanzausschusses des Gemeinderats begründete Gabriele Ceferino den Antrag und verwies auf eine Zusage von Ministerpräsident Winfried Kretschmann, ein weiteres Kontingent von aus IS-Gewalt befreiten jesidischen Mädchen und Frauen im Land aufnehmen zu wollen. Baden-Württemberg, so Ceferino, unterhalte eine Partnerschaft zu der nordirakischen Provinz Dohuk.

Ein Fußballplatz für die Kinder steht ganz weit oben auf der Wunschliste

Mittagszeit im Camp Esjan. Die Schüler kommen aus der Schule. Die Hausaufgaben sind schnell erledigt. Dann: „Wir langweilen uns total“, sagt der zehnjährige Aram, „hier gibt es nichts. Keinen Spielplatz, keinen Sportplatz, nichts.“ Mit seinen Freunden wird Aram durch das Camp streifen, dann auf den Hügeln hinter den Zelten spielen.

Und sich langweilen. Dann wird er sich das Handy seines Bruders schnappen und bis zum Abend daddeln. So wie die anderen Kinder auch.

Die Moderatorin Nermin Suleiman, Shahnaz Haji Hindi aus der Verwaltung, Geschäftsführer Dilawer Behlawe und Moderator Ahmed Haji

Radio Mevan gibt den Flüchtlingen eine starke Stimme

Lebensmittelläden, kleine Cafés, ein Schuhmacher, ein Schneider, eine Autowerkstatt: Das Flüchtlingscamp Domiz in der nordirakischen Provinz Dohuk gleicht einer orientalischen Stadt. Aktuell leben im Camp 27 000 Menschen, darunter 4000 Schulkinder, alles Flüchtlinge aus Syrien, die seit 2012 aus Furcht vor dem Diktator Baschar al-Assad und seinen Schergen in den Irak gekommen sind.

Kinder kommen von der Schule, Mütter schieben ihre Kinderwägen durch die Gassen.

Am 4. Juni 2021 brannten im nordirakischen Flüchtlingscamp Sharia 365 Zelte: 365 Familien verloren ihr Obdach.

Den Flammen schutzlos ausgeliefert: Aktion „Helfen bringt Freude“ bittet um Unterstützung

An jenen heißen Tag, den 4. Juni dieses Jahres, erinnert sich jeder Bewohner, jede Bewohnerin des Flüchtlingscamps Sharia im Nordirak ganz genau: Ein Großfeuer vernichtete 365 der 2000 Zelte, in denen seit sieben Jahren, seit ihrer Flucht vor der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS), etwa 12.000 Angehörige der religiösen Minderheit der Jesiden leben.

Die Flammen rasten von Zelt zu Zelt. „Die Hölle“, erinnert sich eine Bewohnerin, „wir hatten nichts zum Löschen, nicht einmal genügend Wasser.

 Der 35-jährige Shero Smo leitet das Flüchtlingscamp Mam Rashan im Nordirak. Er will seine Landsleute von der Flucht nach Europa

Sehnsuchtsort Deutschland: Krisen treiben Menschen zur Flucht

Menschen, die bei Temperaturen um den Gefrierpunkt im Niemandsland zwischen Polen und Belarus ohne Perspektive im Freien ausharren. Menschen, die auf dem Flughafen der nordirakischen Kurdenhauptstadt Erbil nach missglückter Flucht und erzwungener Rückkehr stranden. Menschen, die von schlimmen Misshandlungen durch polnische und belarussische Polizisten berichten: „Klar, diese Bilder und diese Berichte sind hier bekannt“, sagt Shero Smo,

wer aber wirklich aus dem Irak fliehen will, der lässt sich davon nicht abhalten.

Lage an der polnisch-belarussischen Grenze

Morawiecki: Polen zahlt für Migranten-Rückführung

In der Krise um die Migranten an der Grenze zwischen Polen und Belarus hat sich die polnische Regierung überraschend bereiterklärt, für die Rückführung der Flüchtlinge aufzukommen.

«Wir sind jeden Moment in der Lage, die Rückkehr der Migranten in ihrer Herkunftsländern zu finanzieren, wir haben auch eine Menge diplomatischer Aktivitäten im Irak und in anderen Ländern des Nahen Ostens entwickelt», sagte Regierungschef Mateusz Morawiecki am Sonntag nach seinem Treffen mit Estlands Ministerpräsidentin Kaja Kallas.

Lage an der polnisch-belarussischen Grenze

Polens Grenzschutz: Migranten von Grenzübertritt abgehalten

Nach der Räumung eines provisorischen Migrantenlagers bleibt die Lage an der Grenze zwischen Belarus und Polen angespannt. Nach Angaben des polnischen Grenzschutzes versuchten mehrere größere Gruppen vergeblich, die Befestigung zu überwinden, um so in die EU zu gelangen.

Die Vorfälle hätten sich am Freitag in der Nähe des Ortes Dubicze Cerkiewne ereignet, teilte die Behörde am Samstag mit. Die größte Gruppe bestand demnach aus rund 200 Menschen, weitere aus mehreren Dutzend.

Junge Frauen unter sich: Hewan Fahmi Hassan begegnet jesidischen Geflüchteten und erkundigt sich nach Wohl und Wehe.

Weihnachtsspendenaktion der Schwäbischen Zeitung: Hewan Fahmi Hassan will Frauen stark machen

Es wird Abend im Nordirak, die Sonne sinkt. Im Camp Sheikhan, in dem 3200 Flüchtlinge leben, nimmt sich Campleiterin Hewan Fahmi Hassan Zeit für einen Rundgang durch die Zeltstadt: „Ich will wissen, wie es den Bewohnern geht, und dazu muss ich sie aufsuchen.“

Ihre Besucher aus Deutschland nimmt die 25-Jährige mit. „Hewan, unser Heizofen ist kaputt“, klagt eine Mutter. „Hewan, kannst du mit uns Fußball spielen“, fragt ein Junge. „Geht’s euch gut“, will Hewan von einer Gruppe junger Frauen wissen, die mit ihren Babys auf dem Weg zu ...

Unterstützung direkt vor Ort

Durch Spendenaktion der „Schwäbischen Zeitung“ gelingt die Unterstützung direkt vor Ort

Es sind dramatische Bilder, die seit Wochen von der Ostgrenze Polens übermittelt werden. Flüchtlinge fallen dem zynischen Machtspiel des belarussischen Machthabers Alexander Lukaschenko zum Opfer. Von den Migranten kommen viele aus den kurdischen Autonomiegebieten im Nordirak. Das belarussische Konsulat in Erbil hatte ihnen Touristenvisa ausgestellt, der Flug nach Osteuropa war kein Problem. Auf diese Weise wurden sie perfide auf den Flüchtlingstreck gen Deutschland gelockt, um Druck auf die EU auszuüben.

 Dieses Mädchen kennt kein anderes Leben: Es wurde schon in einem Flüchtlingscamp geboren.

„Helfen bringt Freude“ sichert Menschenwürde und baut Existenzen auf

Blitzblank, bereit für die Behandlung des nächsten Patienten: In der Zahnarztpraxis im Camp Sheikhan im Nordirak ist Zahnarzt Kishman Kawa Khiyo stolz, dass er zur Gesundheit der 3200 Geflüchteten entscheidend beitragen kann: „Zahngesundheit ist ganz wichtig dafür, dass sich die Menschen wohlfühlen, dass es ihnen gut geht“, sagt der Mediziner. Seit einigen Wochen arbeitet der 35-Jährige in der neuen Praxis und hat viel zu tun: „Langweilig wird mir nicht.