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Menschen mit Mundschutz sitzen in einer Reihe

Hegmanns: „Es wird zu einem Massensterben kommen“

Es gibt im Nordwesten Syriens kaum noch Krankenhäuser, die Menschen dort sind geschwächt – ihnen steht im Falle eines Corona-Ausbruchs eine Katastrophe bevor. Das sagt Dirk Hegmanns, Regionaldirektor der Welthungerhilfe für Syrien und die Türkei, im Gespräch mit Daniel Hadrys.

Herr Hegmanns, laut syrischen Behörden gibt es einen einzigen Corona-Fall in dem Land. Für wie realistisch halten Sie das?

Auf die Informationspolitik des syrischen Regimes kann man sich natürlich nicht verlassen.

Shami-Krankenhaus

Coronavirus: Warnung vor möglichem „Massensterben“ in Syrien

Hilfsorganisationen warnen vor dramatischen Folgen, sollte sich das neuartige Coronavirus unter Vertriebenen im Nordwesten Syriens ausbreiten.

„Dann muss man, so brutal sich das anhört, fast schon mit einem Massensterben rechnen“, sagte Dirk Hegmanns, Regionaldirektor der Welthungerhilfe für Syrien, der Deutschen Presse-Agentur. „Da die russische Luftwaffe systematisch Klinken zerstört hat, gibt es dort keine Gesundheitsversorgung.“ So gebe es im gesamten Nordwesten Syriens ganze 50 Beatmungsgeräte.

 Dirk Hegmanns ist Regionaldirektor für die Türkei, Syrien und den Libanon.

Kälte, Krieg und Elend – Welthungerhilfe berichtet über Lage in Syrien

Die Situation in der syrischen Provinz Idlib spitzt sich weiter zu. Rund 900 000 Menschen sind dort auf der Flucht vor den Truppen des syrischen Machthabers Baschar al-Assad. Dirk Hegmanns, Regionaldirektor bei der Welthungerhilfe für die Türkei, Syrien und den Libanon, spricht von einer der schlimmsten Katastrophen, die er bisher erlebt hat. Es fehle „an allem, was für ein menschenwürdiges Überleben notwendig ist“, sagte er im Gespräch mit Claudia Kling.

Flucht

Bomben, Kälte, Hunger: Syrien erlebt neues Flüchtlingsdrama

Sie suchen Schutz, wo sie ihn nur finden können. In der nordsyrischen Stadt Asas hausen die Flüchtlinge sogar auf den Ladeflächen von Lastern, vor Kälte, Wind und Regen nur geschützt durch dünne Plastikplanen, die sie aufgespannt haben.

Zum Essen hocken sie sich zwischen Pfützen auf den nassen Boden. „In diesem Lastwagen lebt eine ganze Familie“ sagt Rafad Kinnu, Mitarbeiter der deutschen Welthungerhilfe in Asas, auf einem Video, das er gefilmt hat.

Konflikt in Nordsyrien

Syrische Provinz Idlib: EU fordert Ende der Gewalt

Angesichts der massiven Luftangriffe und der Verschlechterung der humanitären Lage in der syrischen Provinz Idlib hat die Europäische Union ein Ende der Angriffe gefordert.

Die Eskalation der Gewalt im Nordwesten Syriens durch die syrische Führung und ihre Verbündeten müsse aufhören, teilte ein EU-Sprecher mit. Die aktuelle Offensive beinhalte willkürliche Luftangriffe auf Zivilisten und Fluchtrouten.

Durch die Luftangriffe im Nordwesten Syriens sind nach UN-Angaben mehr als 235.

 Mann schaut in die Kamera

Welthungerhilfe beklagt Angriffe auf Krankenhäuser in Syrien

Täglich fliegen russische und syrische Kampfjets Angriffe auf die Stadt Idlib im Nordwesten Syriens. Sie bombardieren auch Schulen und Krankenhäuser – obwohl die Vereinten Nationen den Streitkräften die Koordinaten ihrer Standorte übermittelt haben. Das sagte Dirk Hegmanns, Regionaldirektor der Welthungerhilfe für Syrien und die Türkei, im Gespräch mit Daniel Hadrys.

Herr Hegmanns, um den Bürgerkrieg in Syrien ist es still geworden. Wie erleben Sie die Situation vor Ort?

 Dirk Hegmanns, Regionaldirektor der Welthungerhilfe für Syrien und die Türkei.

Welthungerhilfe-Koordinator warnt vor humanitärer Katastrophe in Idlib

Die Lage in der letzten syrischen Rebellenbastion Idlib bleibt angespannt. Zwar hat ein türkisch-russisches Abkommen eine Offensive der syrischen Regierungstruppen bislang verhindert, und am Wochenende riefen auch die Staats- und Regierungschefs der Türkei, Russlands, Frankreichs und Deutschlands noch einmal zur Einhaltung der Waffenruhe auf. Welthungerhilfe-Koordinator Dirk Hegmanns fürchtet dennoch einen womöglich bald bevorstehenden Angriff – und warnt vor einer humanitären Katastrophe.

„Das Leid macht mich manchmal sprachlos“

„Das Leid in Aleppo macht mich manchmal sprachlos“

Dirk Hegmanns, Regionaldirektor der Welthungerhilfe für Syrien, die Türkei und den Irak, sieht wenig Sinn in einer täglichen Feuerpause von drei Stunden in Aleppo, wie sie das russische Militär angekündigt hat. Diese Zeitspanne reiche nicht, um den Menschen dort wirklich zu helfen, sagte Hegmanns im Gespräch mit Claudia Kling.

Die Lage in Aleppo scheint dramatisch zu sein. Was erfahren Sie von Ihren Kontaktpersonen in Syrien?

Die Lage dort ist tatsächlich dramatisch.