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VW-Produktion in Brasilien

VW entschädigt Opfer der Militärdiktatur in Brasilien

Volkswagen entschädigt Opfer des früheren Militärregimes in Brasilien. Nach eigenen Angaben unterzeichnete der Konzern mit verschiedenen Staatsanwaltschaften nach längerer Vorbereitung nun ein entsprechendes Abkommen.

Demnach sollen ehemalige VW-Mitarbeiter, die während der Diktatur von 1964 bis 1985 Menschenrechtsverletzungen erlitten haben, Schadenersatz erhalten. In einer Untersuchung waren dem Konzern unter anderem Repressalien gegen Oppositionelle in den brasilianischen Fabriken vorgeworfen worden.

Großer Andrang

Das Stadtduell Boca Juniors gegen River Plate elektrisiert

Dahinter verblasst sogar die Weltpolitik: Das Stadtderby um den Titel in der südamerikanischen Champions League zwischen Boca Juniors und River Plate übertrifft im Interesse der Argentinier weit den G20-Gipfel, der nur eine Woche später auch in Buenos Aires stattfinden wird.

Die 66.000 Eintrittskarten für das Final-Rückspiel um die Copa Libertadores sind ausverkauft. Nach dem 2:2 (2:1) im Hinspiel im Boca-Stadion stehen die Chancen für beide praktisch gleich.

Siegeszeichen: Wahlsieger Jair Bolsonaro mit seiner Frau Michelle .

Bolsonaro will das „Schicksal Brasiliens verändern“

Die Brasilianer haben mit Jair Bolsonaro am Sonntag einen Ultrarechten zu ihrem neuen Präsidenten gewählt. Damit wird das fünftgrößte Land der Welt in den kommenden vier Jahren von einem Politiker regiert, der in der Vergangenheit die Demokratie als „Schweinerei“ bezeichnet hat, die Militärdiktatur (1964 bis 1985) verherrlicht und Minderheiten sowie Andersdenkende verachtet und ihnen droht. Mit dem 63-Jährigen gewann ein Politiker, der die Vorherrschaft weißer heterosexueller Männer zementieren wird.

Tausende Menschen bei einer Demonstration für den rechtspopulistischen Präsidentschaftskandidaten Jair Bolsonaro. Über ihnen thr

Warum die Brasilianer wohl einen Rechtsradikalen zum Präsidenten machen

MEXIKO-STADT - Es war eine Atmosphäre, als sei die Wahl schon gewonnen, die letzte entscheidende Schlacht erfolgreich geschlagen. Zehntausende Anhänger von Jair Bolsonaro säumten am Sonntag, eine Woche vor der Stichwahl, in vielen Städten Brasiliens die Straßen. Allein auf der Avendia Paulista im Zentrum der Wirtschaftsmetropole São Paulo versammelten sich tausende Menschen, ließen den rechtsextremen Kandidaten hochleben, sangen, tanzten und feierten Bolsonaro, als sei er Brasiliens Heilsbringer.

Zeitenwende am Zuckerhut

Zeitenwende am Zuckerhut

Man darf ja noch hoffen. Sich einbilden, dass das alles nur ein böser Traum ist, was da im größten und wirtschaftlich stärksten Land Lateinamerikas gerade passiert. Die Brasilianer, dieses fröhliche und nette Volk, werden doch nicht wirklich einen rechtsradikalen Hetzer, Frauen- und Minderheitenächter, einen Feind von Umweltschutz und Demokratie zu ihrem Präsidenten wählen.

Es steht zu befürchten, dass sie eben genau das am Sonntag doch tun.

Jair Bolsonaro am Sonntag in einem Wahllokal.

Ein Demokratiefeind regiert wohl bald Brasilien

Brasilien steht vor einem Ruck nach rechtsaußen. Im Ringen um das Präsidentenamt im größten und wichtigsten Land Lateinamerikas kommt es in drei Wochen zur Stichwahl zwischen dem radikal rechten und demokratiefeindlichen Jair Bolsonaro von der Partei PSL und dem Mitte-links-Kandidaten Fernando Haddad von der Arbeiterpartei PT. Bei der ersten Runde der Präsidentenwahl stimmten am Sonntag mit gut 46 Prozent überraschend viele Wähler für den Favoriten Bolsonaro.

Messerattacke

Angriff auf Präsidentschaftskandidaten erschüttert Brasilien

Der rechtsextreme brasilianische Präsidentschaftskandidat Jair Bolsonaro ist bei einem Messerangriff lebensgefährlich verletzt worden. Der 63-Jährige soll nach Angaben seiner behandelnden Ärzte nach einer erfolgreichen Operation in ein Krankenhaus in São Paulo verlegt werden.

Dort werde er bis zu zehn Tage bleiben müssen, erst gegen Monatsende könne er wieder aktiv werden. Die erste Wahlrunde ist für den 7. Oktober angesetzt, Bolsonaro wird seine Kampagne weitgehend vom Hospital aus führen müssen.

Luiz Inacio Lula da Silva

Brasiliens Ex-Präsident Lula vor Haftantritt

Brasiliens Ex-Präsident Luiz Inácio Lula da Silva kann demnächst wegen Korruption ins Gefängnis kommen. Der Oberste Bundesgerichtshof (STF) lehnte einen Antrag des 72-Jährigen ab, bis zum Abschluss eines Berufungsverfahrens gegen eine zwölfjährige Haftstrafe auf freiem Fuß zu bleiben.

Die Richter trafen ihre Entscheidung nach elfstündiger Sitzung mit sechs gegen fünf Stimmen.

Wenn die Justiz in den kommenden Tagen wie erwartet Lulas Inhaftierung verfügt, kann er dagegen noch einmal Einspruch einlegen.

Brasiliens Ex-Präsidenten Lula

Knast statt Comeback? Lula kämpft gegen 12 Jahre Gefängnis

Der langjährige Präsident Brasiliens, Luiz Inácio Lula da Silva (72), will ein Urteil zu zwölf Jahren Gefängnis wegen Korruption und Geldwäsche auf keinen Fall akzeptieren.

„Sie wollen nur, dass ich nicht mehr Kandidat bin“, rief er nach dem Urteil eines Berufungsgerichts zu Anhängern in São Paulo. „Wenn Sie mir mein Verbrechen beweisen, gebe ich die Kandidatur auf.“ Trotz der kämpferischen Worte wird der Gefängnisaufenthalt für den 72-jährigen Politiker von der linken Arbeiterpartei (PT) immer wahrscheinlicher.

Luiz Inacio Lula da Silva

Brasiliens Ex-Präsident Lula soll zwölf Jahre ins Gefängnis

Der langjährige Präsident Brasiliens, Luiz Inácio Lula da Silva (72), soll wegen Korruption und Geldwäsche für zwölf Jahre und einen Monat ins Gefängnis.

Das entschied ein Berufungsgericht Porto Alegre und erhöhte damit sogar noch die Strafe der ersten Instanz. Damit könnte Lula wohl auch nicht wie geplant im Oktober erneut für das Präsidentenamt kandidieren.

Die Entscheidung fiel mit 3:0 Stimmen einstimmig. In erster Instanz war Lula im Juli zu neuneinhalb Jahren verurteilt worden.