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Saša Stanišić erhält den Deutschen Buchpreis

Saša Stanišić erhält den Deutschen Buchpreis 2019. Das gab die Jury in Frankfurt am Main bekannt. Sein Roman „Herkunft“ gilt damit als das beste Buch des Jahres. Schon 2014 hatte der aus Bosnien stammende Autor mit „Vor dem Fest“ den Preis der Leipziger Buchmesse bekommen. Der 41-Jährige erzählt in seinem Roman über seine Großmutter, die langsam das Gedächtnis verliert, über die Flucht der Familie während des Bosnien-Kriegs nach Deutschland und behandelt dabei die Frage, welche Rolle Herkunft überhaupt spielt.

Saša Stanišić

Deutscher Buchpreis für Saša Stanišić - Dankesrede mit Wut

Als sich Saša Stanišić erhebt, fällt es ihm schwer zu sprechen. Vor wenigen Minuten hat er erfahren, dass er für seinen Roman „Herkunft“ den Deutschen Buchpreis 2019 erhält.

Viel Ehre, garantierte Verkaufzahlen und 25.000 Euro Preisgeld sind damit verbunden. Aber nicht vor Rührung versagt seine Stimme: Der 41-Jährige ist krank und außerdem wütend.

„Bitte halten Sie eine Spuckdistanz Abstand“, rät er den Gratulanten im Kaisersaal des Frankfurt Römer.

Elke Heidenreich

Elke Heidenreich mag keine Literaturpreise

Die Autorin und Literaturkritikerin Elke Heidenreich hält nichts von Buchpreisen. „Ich bin gegen diese ganze Preiserei“, sagte Heidenreich der „Augsburger Allgemeinen“.

Es sei ihr „vollkommen egal“, wer am Montag vor der Frankfurter Buchmesse als neuer Träger des Deutschen Buchpreis verkündet werde. „Auch der Nobelpreis für Literatur erscheint mir lächerlich“, fügte Heidenreich hinzu und sagte: „Man kann nicht Bücher preisen und gegen andere Bücher ausspielen.

Miku Sophie Kühmel

ZDF-„aspekte“-Literaturpreis für Miku Sophie Kühmel

Für ihren Debütroman „Kintsugi“ wird die Schriftstellerin Miku Sophie Kühmel mit dem ZDF-„aspekte“-Literaturpreis ausgezeichnet. Dies teilte das ZDF mit.

Die Jury sprach von einem erstaunlichen Debütroman. Kühmel gestalte das Werk „mit Bravour und Raffinesse und durchleuchtet prägnant den Beziehungsknäuel ihrer vier Charaktere“, hieß es in der Begründung.

Der mit 10.000 Euro dotierte Preis soll am kommenden Donnerstag (17.10.

Autorin Jackie Thomae

Jackie Thomaes Familienroman „Brüder“

Dies ist die Geschichte der Halbbrüder Mick und Gabriel, die nichts voneinander wissen und den gemeinsamen Vater nicht kennen. Sie haben zwar die gleiche Hautfarbe, sind aber wie Feuer und Wasser und bewegen sich in gegensätzlichen Welten.

Dabei starten beide von einem ähnlichen Punkt aus. Ihr senegalesischer Vater verschwindet früh aus ihrem Leben und lässt sie mit ihren jugendlichen Müttern in der DDR zurück. Beide fallen auf: Mick und Gabriel sind die Schwarzen in einer homogen weißen Gesellschaft.

Joachim Meyerhoff

Meyerhoff wird beim Bayerischen Buchpreis geehrt

Joachim Meyerhoff, Schauspieler, Regisseur und Autor, erhält beim Bayerischen Buchpreis 2019 den Ehrenpreis. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) bezeichnete den an der Schaubühne in Berlin engagierten Darsteller als Multitalent. Sein Romanzyklus „Alle Toten fliegen hoch“ sei einfühlsam und selbstironisch geschrieben und nehme den Leser mit auf eine packende Reise. Auch sein Roman „Zweisamkeit für Einzelgänger“ sei wieder ein Bestseller. „Joachim Meyerhoff steht für großes Lesevergnügen“, lobte Söder laut Mitteilung der Bayerischen ...

Autorin Miku Sophie Kühmel

Gebrochene Beziehungen: „Kintsugi“ landet auf Shortlist

Wenn eine Schale zu Bruch geht, landet sie oft im Mülleimer. In Japan dagegen gibt es eine Tradition, Zerbrochenes auf besondere Art zu kitten: Das Keramikstück wird wieder zusammengesetzt und die Risse werden mit Gold gefüllt.

Nach diesem Brauch hat die Autorin Miku Sophie Kühmel ihren Debütromen benannt. „Kintsugi“ hat nun Chancen auf den Deutschen Buchpreis.

Kühmels Roman ist einer von sechs nominierten Titeln. Die 27-Jährige stammt aus Gotha in Thüringen und lebt in Berlin.

Norbert Scheuer

Endzeit in der Eifel - Norbert Scheuers „Winterbienen“

Kall in der Eifel, inmitten des wilden Urftlandes, nahe an der belgischen Grenze: In diesem ehemaligen Bergarbeiterstädtchen spielen seit vielen Jahren die Romane von Norbert Scheuer. Der 1951 geborene Autor findet an der kargen Peripherie das ganze Universum.

Aus immer neuen Blickwinkeln erzählt er von Menschen und Zeiten, gräbt sich mit seinen Geschichten tief in die Vergangenheit hinein. Schon 2009 stand sein Wirtshausroman „Überm Rauschen“ auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises.

Norbert Scheuer

Norbert Scheuer erhält Wilhelm-Raabe-Literaturpreis

Für seinen Roman „Winterbienen“ bekommt der Autor Norbert Scheuer den Wilhelm-Raabe-Literaturpreis 2019. Der 67-Jährige erhalte die mit 30 000 Euro dotierte Auszeichnung am 3. November in Braunschweig, wie die Stadt am Mittwoch mitteilte.

Mit seinem Werk, das auch für den Deutschen Buchpreis nominiert ist, erreiche der Schriftsteller eine äußerste Nähe von symbolischem Zeichen und konkreter Realität, heißt es in der Begründung der Jury.