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Personen halten verschiedene Zahlen vor sich

Mehr Spenden denn je für Häfler helfen

Noch nie stieß Häfler helfen auf eine so große Spendenbereitschaft. 123 929,40 Euro gingen 2019 und im Rahmen der Weihnachtsaktion ein. Das sind 16 838 Euro mehr als im Jahr davor. Die größten Einzelspenden stammen von Oberbürgermeister Andreas Brand, der Assekuranz-Makler GmbH Walter Frey und der Fränkel AG.

Stadtdiakon Ulrich Föhr spricht von einer „fantastischen Zahl“. „Die Spendenbereitschaft ist jedes Jahr aufs Neue beeindruckend“, fügt Sabine Hornig von der Familienberatung, Schwangerenberatung und ...

Solidarität und Nächstenliebe

Was für eine große Summe: 123 929 Euro für Häfler helfen. Wir haben erst mal tief durchgeatmet, als uns die Nachricht erreicht hat. Der Erfolg der gemeinsamen Aktion der Schwäbischen Zeitung mit der katholischen und der evangelischen Kirche in Friedrichshafen beweist dreierlei. Er zeigt zunächst, dass das Vertrauen in die beiden christlichen Kirchen und ihre Mitarbeiter allen Unkenrufen zum Trotz immer noch sehr hoch ist.

Er ist zudem Beleg dafür, dass das Produkt Tageszeitung, dass guter Journalismus immer noch funktionieren.

 Dagmar Neuburger ist in der Schwangerschaftsberatung der Diakonie tätig.

Bislang 97 854 Euro für Häfler helfen

97 854 Euro wurden bislang für die Weihnachtsaktion von „Häfler helfen“ gespendet, die noch bis 6. Januar läuft. Stadtdiakon Ulrich Föhr freut sich nicht nur über das Geld, sondern auch über die Haltung, die sich darin ausdrückt: Die Solidarität der Häfler mit ihren in Not geratenen Mitbürgern – gerade auch in den kleineren Spendensummen. „ Es sind wohl noch mehr Spenden in Höhe von zehn Euro eingegangen als im letzten Jahr“, sagt Föhr. Manche Spender müssten mit dem Geld streng haushalten.

 Günstige Wohnungen sind in Friedrichshafen rar. Obdachlose und Geflüchtete sind auf Hilfe der Stadt angewiesen – die aber auch

19, schwanger, obdachlos – In Friedrichshafen fehlt Wohnraum für Obdachlose und Geflüchtete

Die Stadt hat ein handfestes Problem. Sie ist verpflichtet, Obdachlosen und Geflüchteten Wohnraum zur Verfügung zu stellen, hat aber nicht mehr genug, um diese Verpflichtung zu 100 Prozent erfüllen zu können – obwohl sie für diesen Zweck auf Wohnungen der Städtischen Wohnungsbaugesellschaft (SWG) zurückgreifen kann. Wie prekär die Lage ist, zeigt das Beispiel einer jungen Frau – 19 Jahre, hochschwanger, obdachlos.

Ich habe keine Ahnung, wo ich hin soll.

Sozialpädagogin Dagmar Neuburger von der Diakonie: „Wer hier klingelt, ist in Not“.

„Gefühlsmäßig saß ich auf der Straße“

Job verloren, kein Geld in der Tasche und dann noch ungeplant schwanger: Jetzt versuchen Zara und Rafik C. (Name von der Redakton geändert) ihre Kinder und sich über Wasser zu halten. Die Not ist groß, der Traum vom Eigenheim längst zerplatzt. Zara C. weiß oft nicht, was sie ihren drei Kindern auftischen kann. Ein Leben am Existenzminimum.

„Hiiilfeee. Meine Kinder haben Hunger. Ich brauche Essen für die Kleinen. Solche Gedanken sind mir durch den Kopf geschossen, als ich das erste Mal hier angeklopft habe.

„Jeder gibt das, was er geben kann“: Renate Köster (links) mit Stephanie und Walter Frey.

Deshalb spenden die Versicherungsmakler Walter und Stephanie Frey regelmäßig für Häfler helfen

„Soziales Engagement ist für uns Herzenssache“, sagt Walter Frey. Deshalb spendet der Versicherungsmakler jedes Jahr – nicht nur im Advent – an verschiedene Organisationen vor allem in Friedrichshafen. In diesem Jahr dürfen sich unter anderem die Tafel Friedrichshafen, Häfler helfen und das Hospiz Haus Brög zum Engel in Lindau über eine Zuwendung im insgesamt fünfstelligen Bereich freuen.

„Uns geht es gut“, sagt Frey. „Deshalb wollen wir dazu beitragen, dass es auch anderen ein bisschen besser geht.

Gruppenbild

Häfler helfen startet Weihnachtsaktion

Die katholische und die evangelische Kirche in Friedrichshafen starten wieder ihre Weihnachtsaktion „Häfler helfen“, in Zusammenarbeit mit der „Schwäbischen Zeitung“. Wer spendet, kann sicher sein, dass das Geld zur Gänze bedürftigen Mitbürgern in Friedrichshafen zu Gute kommt.

„Häfler helfen“ ist für Menschen in prekären Lebenslagen oft der letzte Strohhalm. Das Spendenaufkommen wird nur dann angerührt, wenn die bürokratischen Voraussetzungen für staatliche Hilfen nicht gegeben sind und Menschen durch die Maschen des Sozialstaats ...

Armin Reck und Dagmar Kuster (von links) danken den fleißigen Blutspendern für ihren Einsatz.

Blutspender freuen sich über Urkunden und Ehrennadeln

Die Stadt Hettingen und das Deutsche Rote Kreuz (DRK) haben in der Sitzung des Hettinger Gemeinderats am Dienstag mehrere mehrfache Blutspender ausgezeichnet. So bedankten sich Bürgermeisterin Dagmar Kuster und DRK-Bereitschaftsleiter Armin Reck unter anderem bei Gerhard Franz Neuburger, Martin Josef Teufel und Andreas Wilhelm Teufel, die jeweils schon 75-mal Blut gespendet haben.

Geehrt wurden auch Adrian Metzger, Armin Andreas Nothelfer und Robert Steinhart für jeweils 25 Blutspenden.

107091 Euro und 50 Cent sind bei der Aktion Häfler helfen in diesem Jahr gespendet worden.

Die Häfler spenden 107 091 Euro für Häfler helfen

107 091 Euro haben die Friedrichshafener für die Aktion Häfler helfen gespendet – fast so viel wie im Vorjahr. Das ist ein starkes Zeichen der Solidarität mit den von Armut betroffenen Menschen in unserer Stadt.

Die Spenden von Häfler helfen gehen zu zwei Dritteln an die katholische und zu einem Drittel an die evangelische Kirche. „Die Häfler haben auf breiter Basis gespendet. Das ist von großer Bedeutung, wo die Gesellschaft in Deutschland in Gefahr ist, in Parallelwelten zu zerfallen“, sagt der katholische Dekan Bernd Herbinger.

 Martin Hennings.

Vielen Dank

Über 100 000 Euro in der zurückliegenden Weihnachtszeit, über eine Million seit Beginn der Aktion Häfler helfen: Diese beiden Zahlen machen uns sprachlos und stolz. Wir wissen, dass es nicht selbstverständlich ist, dass Menschen ihr Herz und ihren Geldbeutel öffnen. Umso mehr freuen wir uns über diese Großzügigkeit und über das Vertrauen, das jeder einzelne Spender uns, den beiden christlichen Kirchen, vor allem aber Stadtdiakon Ulrich Föhr und den beiden Diakonie-Mitarbeiterinnen Sabine Hornig und Dagmar Neuburger entgegenbringt.