Suchergebnis

„Gesellschaftspolitischer Scheiß“: Koch mag „Tatort“ nicht

Sternekoch Alexander Herrmann kann den „Tatort“ nicht leiden. Man könne die Sendung vergessen, sagte der 48-jährige Oberfranke am Mittwoch am Rande der Vorstellung eines Getränks für die bayerische Bereitschaftspolizei in Dachau. Ihn störe der „gesellschaftspolitische Scheiß“ in dem Format - etwa wenn es zehn Minuten lang nur um die Kommissare gehe. Nach dem Schauen sei er deprimierter als vorher. Dabei sei er ein Krimi-Fan. Am liebsten möge er dunkle und schaurige Bücher.

Neue Power-Getränke für Bereitschaftspolizei

Schluss mit labbrigen Semmeln im Einsatz: Bei der bayerischen Bereitschaftspolizei gibt es ab sofort nahrhafte Getränke für unterwegs. Der „Power Panther Shake“ wurde von den Köchen der Einsatztruppen gemeinsam mit Sternekoch Alexander Herrmann entwickelt. Der Drink auf Basis von Haferflocken und Molkeeiweiß kann durch zahlreiche Obstsorten, Kräuter oder Gemüse ergänzt werden und ersetzt so „eine ganze Mahlzeit“, wie der TV-Koch bei der Vorstellung des Getränks im Kantinengebäude in Dachau am Mittwoch sagte.

Synagoge von innen

Rafael Seligmann hat ein neues Buch geschrieben

Drei Dinge will Rafael Seligmann. In seinem neuen Buch möchte er die Geschichte seiner Familie bis zur Auswanderung nach Israel erzählen. Und zwar als „Exempel des deutschen Landjudentums“. Dabei soll „der Leser auch seine eigene Geschichte erfahren“. Kann das funktionieren?

Rafael Seligmann nutzt, wie er am Schluss des Buches mitteilt, Aufzeichnungen des Vaters Ludwig Seligmann (1907-1975) über dessen Jugend in Bayern. Er hält diese Notizen für zu mager, für „sporadisch und bezogen vor allem auf seine Kindheit und die Gebräuche in ...

Ottfried Fischer

Als Pfarrer im Rollstuhl: Ottfried Fischer zurück im Kino

Schauspieler Ottfried Fischer (65) kehrt auf die Kino-Leinwand zurück - und zwar in der Rolle eines im Rollstuhl sitzenden, an Parkinson erkrankten Pfarrers.

Der Film „Otto Neururer - Hoffnungsvolle Finsternis“ erzählt die Geschichte des 1940 von den Nazis im Konzentrationslager Buchenwald ermordeten österreichischen Pfarrers Otto Neururer. Premiere ist am 4. Oktober in Innsbruck.

Otto Neururer war nach Angaben der Filmproduktionsfirma 1938 von der Geheimen Staatspolizei Gestapo verhaftet und ins Gefängnis nach Innsbruck ...

Goldener Pflasterstein

Stolpersteine: Keine Gnade für Andersdenkende

Johannes Schneider lebte mit seiner Frau Katharina und den beiden Kinder in der Beinstraße 22. Er war in der Opposition gegen das menschenverachtende Regime, kam in „Schutzhaft“ und ins Konzentrationslager. Die Haft überlebte er zwar. Aber ihre Folgen brachten seinen Tod. Im Alter von 36 Jahren. Wie so oft hieß es dann: „Todesursache: Versagen von Herz und Kreislauf bei Lungenentzündung“. Auch für ihn wurde am 3. Juli ein Stolperstein verlegt worden.

Ottfried Fischer

Als Pfarrer im Rollstuhl: Ottfried Fischer zurück im Kino

Schauspieler Ottfried Fischer (65) kehrt auf die Kino-Leinwand zurück - und zwar in der Rolle eines im Rollstuhl sitzenden, an Parkinson erkrankten Pfarrers. Der Film „Otto Neururer - Hoffnungsvolle Finsternis“ erzählt die Geschichte des 1940 von den Nazis im Konzentrationslager Buchenwald ermordeten österreichischen Pfarrers Otto Neururer. Premiere ist am 4. Oktober in Innsbruck.

Otto Neururer war nach Angaben der Filmproduktionsfirma 1938 von der Geheimen Staatspolizei Gestapo verhaftet und ins Gefängnis nach Innsbruck gebracht ...

Einen eindringlichen Vortrag zur Zeit des Nationalsozialismus in Ellwangen hielt der Historiker Michael Hoffmann.

Vortrag über die NS-Zeit in Ellwangen: Massenpropaganda und Verhaftungen

Großes Interesse hat der Vortrag von Michael Hoffmann gefunden, mit dem die Eugen-Bolz-Realschule die Veranstaltungsreihe „Lebendiges Erinnern – gegen das Vergessen“ eröffnet hat. Der promovierte Historiker ist im Vorstand des Geschichts- und Altertumsvereins und lehrt am Peutinger-Gymnasium. Unter dem Titel „Aber die kleinen Adölfe“ sprach er über die nationalsozialistische Herrschaft in Ellwangen vor dem Zweiten Weltkrieg. Dabei ging es ihm weniger um das Besondere, als um das Typische dieser Zeit am Beispiel Ellwangen.

Gesundheitsministerin Huml zur Finanzierbarkeit von Pflege

So will Bayern mehr Pflegekräfte gewinnen

Bessere Bezahlung, günstigerer Wohnraum und eine Imagekampagne: Die Ideen der bayerischen Staatsregierung im Kampf gegen Fachkräftemangel in der Pflege sind vielfältig. Nur reichen sie aus Sicht des Landespflegerats nicht. Die Vorsitzende, Generaloberin Edith Dürr, forderte einen „Masterplan Pflege“ und dass Markus Söder (CSU) als Ministerpräsident Pflege zur Chefsache mache. Der Präsident der Vereinigung der Pflegenden in Bayern (VdPB), Georg Sigl-Lehner, mahnte möglichst schnell spürbare Ergebnisse in der Praxis an - etwa sichere ...

Pflege

Günstige Wohnungen und Bezahlung sollen mehr Pfleger bringen

Eine spezielle Wohnungsvermittlung für Menschen in Sozial- und Gesundheitsberufen soll mehr Pflegekräfte nach Bayern locken. Der Freistaat will 54 000 Euro investieren, „um diesen Arbeitnehmern Wohnraum zu angemessenen Preisen zu vermitteln“, wie das Kabinett am Dienstag beschloss. Die Einrichtung soll ihren Sitz in Dachau bei München haben. Auch beim Bund will sich die Staatsregierung dafür einsetzen, dass die steuerlichen Regeln so geändert werden, dass Pflegekräfte günstiger an Wohnungen kommen.

 Anni Breher und Georg Stoppel sitzen als Liebespaar im Oktober 1934 am Ufer des Bodensees.

In der Ruine eines Bauernhauses überlebt

In seinem Buch „Verfolgung, Flucht und Widerstand im Landkreis Lindau 1933-1945“ erinnert Karl Schweizer unter anderem an das Bauernehepaar Stoppel. Jungbauer Georg Stoppel leistete Widerstand gegen die NS-Demagogie – und landete dafür im Gefängnis. Doch die Geschichte ging zum Glück gut aus.

Jungbauer Georg Stoppel (1908-1973) aus Nonnenhorn hatte wegen seiner TBC-Erholungskur 1934 in Davos außerhalb der fanatisierten Geistesenge NS-Deutschlands freier denkende Menschen aus unterschiedlichen Ländern kennengelernt.