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Homeoffice

Homeoffice wirkt positiv: Weniger Stress, mehr Produktivität

Weniger Stress, mehr Zeit für die Familie und sogar eine höhere Produktivität: Dass viele Arbeitnehmer wegen der Corona-Pandemie ins Homeoffice wechseln mussten, war für die meisten Betroffenen eine positive Erfahrung.

Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Krankenkasse DAK. Danach wollen 76,9 Prozent der Beschäftigten, die erst seit der Corona-Krise regelmäßig von der eigenen Wohnungen aus arbeiten, diese Arbeitsform auch in Zukunft - zumindest teilweise - beibehalten.

Azubis verdienen sehr unterschiedlich

Azubi-Gehälter klaffen weit auseinander

Am Ende seiner Ausbildung verdient ein Azubi auf dem Bau in Westdeutschland fast fünf Mal so viel wie ein angehender Friseur in Thüringen.

Wie gut es sich von einer Ausbildung leben lässt, hängt weiterhin extrem stark davon ab, in welcher Branche man arbeitet und wo man sich befindet. Das geht aus einer aktuellen Auswertung von 20 Branchen mit Tarifverträgen hervor, die das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung veröffentlicht hat.

Konjunkturaussichten

Wirtschaft erwartet lange Talsohle

Ein steiler Corona-Absturz, aber danach ein rascher Wirtschaftsaufschwung: Das war noch im Frühjahr die Erwartung vieler Ökonomen.

Inzwischen aber gehen Spitzenverbände davon aus, dass die Krise länger andauert und die deutsche Wirtschaft trotz der Lockerungen in der Corona-Krise noch lange nicht über den Berg ist. „Der Einbruch ist tief, der Weg heraus führt nicht so steil wieder nach oben, wie viele im Frühjahr gehofft haben“, sagte der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), Eric Schweitzer.

Heil zu Lieferkettengesetz

Wirtschaft und Regierung streiten über Lieferkettengesetz

Die deutsche Wirtschaft stemmt sich gegen eine Verpflichtung zur Einhaltung guter Arbeitsbedingen bei der weltweiten Produktion.

Eine lückenlose Überwachung der Produktionsschritte ist aus Sicht des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) und des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) nicht machbar. Der Bundesarbeitsminister bleibt aber hart. „Ich weiß, dass deutsche Unternehmen zur Überwachung von Lieferketten in der Lage sind“, sagte der SPD-Politiker Hubertus Heil der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

 Bundesentwicklungsminister Gerd Müller beim Besuch der Textilfabrik Tivoli Apparels Ltd. in Bangladesch im Februar dieses Jahre

Geplantes Lieferkettengesetz: Mit der Geduld am Ende

Ein erstaunlich schlechtes Ergebnis hat die Umfrage der Bundesregierung zu Menschenrechten bei einheimischen Unternehmen erbracht. Nur etwa ein Fünftel der Firmen hält demnach die Anforderungen des Aktionsplans für Menschenrechte (NAP) ein. „Die Gruppe der Erfüller hat sich im Vergleich zur Unternehmensbefragung 2019 in ihrer Größenordnung nicht maßgeblich verändert“, teilten Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) und Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) am Dienstag mit.

Bundestag

Wirtschaftsverbände stemmen sich gegen Lieferkettengesetz

Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft stemmen sich gegen ein Lieferkettengesetz, das Sozial- und Umweltverstöße auch bei ausländischen Geschäftspartnern eindämmen soll.

Sie äußerten scharfe Kritik an einer Firmenbefragung, auf deren Grundlage die Bundesregierung entscheiden will, ob es verbindliche Vorschriften geben soll.

Bei der Umfrage ging es darum, ob deutsche Unternehmen bei ihren Auslandsgeschäften freiwillig eine menschenrechtliche Sorgfaltspflicht erfüllen.

Stefan Ziummer ist Geschäftsführer des Modehauses Heka und Leiter der Projektgruppe Handel und Dienstleistung beim Stadtforum.

Letzte Rettung ist der regionale Einkauf

Der Handel befindet sich nach vier Wochen Corona-Lockdown am Anfang einer Krise, es gebe allerdings Hoffnung, sagt Stefan Zimmer.

Er ist Sprecher der Projektgruppe Handel und Dienstleistungsunternehmen beim Stadtforum Friedrichshafen, ist Vorsitzender des Handelsausschusses der IHK Bodensee-Oberschwaben und ist berufen im DIHK-Ausschuss Handel in Berlin. Ein Mann, der weiß, wovon er redet und der als Geschäftsführer des Modehauses Heka betroffen ist.

Hamburger Hafen

Viel Schatten und ein wenig Licht für deutschen Export

Kleiner Hoffnungsschimmer für Deutschlands Exportunternehmen in der Corona-Krise.

Zwar ist der Wert der Warenexporte im Mai gegenüber dem Vorjahresmonat um 29,7 Prozent auf 80,3 Milliarden Euro eingebrochen, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.

Im Vergleich zum April, der den Tiefpunkt markiert hatte, stiegen die Ausfuhren aber um 9,0 Prozent. Ökonomen sehen mittlerweile die Talsohle durchschritten. Man sei aber noch „meilenweit entfernt von einer Normalisierung im Außenhandel“, mahnte der Außenhandelsverband BGA.

Volker Treier

DIHK: „Aderlass“ im Auslandsgeschäft deutscher Firmen

Umsatzeinbrüche, Probleme bei Lieferketten, weniger Investitionen, Reisebeschränkungen: Die Corona-Krise hat erhebliche Folgen für das Auslandsgeschäft deutscher Unternehmen. 43 Prozent der Firmen sehen sich gezwungen, Stellen zu streichen.

Das ergab eine in Berlin vorgestellte Sonderumfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK). 2021 drohe ein „großer Aderlass“ an deutschen Standorten im Ausland, sagte DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier

Altmaier setzt auf Aufschwung

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) bleibt optimistisch, dass die beispiellose Corona-Rezession bald vorüber ist. Allerdings ist die Wirtschaft angesichts knapper Firmenkassen immer noch in Alarmstimmung. Viele Unternehmen in Deutschland haben nach Darstellung des Deutschen Industrie- und Handelskammertags infolge der Corona-Krise nach wie vor akute Liquiditätsengpässe. Es sei deshalb für viele Betriebe vordringlich, Überbrückungshilfen schnell und möglichst unbürokratisch zu erhalten, sagte DIHK-Präsident Eric Schweitzer.