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Tatort: Ein paar Worte nach Mitternacht

Tatort: Ein paar Worte nach Mitternacht

Der eine ist „Keller-West“, der andere „Keller-Ost“. Der eine ist Wendegewinner, der andere Wendeverlierer.

Im neuen Berliner „Tatort“ geht es um die deutsche Geschichte, um alte und um neue Nazis, um Stasi-Funktionäre in der Familie. Und um zwei alte Brüder. Eines Tages liegt der West-Berliner Bruder (Rolf Becker) erschossen auf einer Dachterrasse, um den Hals ein Schild, auf dem steht: „Ich war zu feige, für Deutschland zu kämpfen.“

Das klingt nach Zweitem Weltkrieg.

Michael Gwisdek

Michael Gwisdek ist tot: Schauspieler im Alter von 78 Jahren verstorben

Mit „Familie Wöhler auf Mallorca“ war Michael Gwisdek im Februar 2019 ein Quotensieger im Fernsehen. Mehr als vier Millionen schalteten den ZDF-Film ein. Das war typisch für Gwisdeks Karriere: Er war ein Charakterkopf - und zwar einer, bei dem die Leute gerne zuschauten.

Er war bereits zu DDR-Zeiten ein Star, erst am Theater, dann im Kino. Am Dienstag ist er im Alter von 78 Jahren gestorben - nach „kurzer schwerer Krankheit“, wie seine Familie am Mittwoch nach Angaben der Agentur Just Publicity mitteilte.

Deutschland 89

„Deutschland 89“: Die Mauer fällt, die Serie endet

Wie ist es wohl, wenn der Geheimdienst die Ehefrau auswählt und bestimmt, dass es nun von Ost-Berlin nach Frankfurt am Main geht? Das erlebt der Spion Walter Schweppenstette in der Amazon-Serie „Deutschland 89“ - wunderbar gespielt von Sylvester Groth.

Der Auslandsgeheimdienst der DDR schickt ihn in den Westen. Dort soll er nach dem Mauerfall eine westdeutsche Bank infiltrieren und muss sich nun an seine Ehefrau Beate gewöhnen, gespielt von Corinna Harfouch.

Schlingensief - In das Schweigen hineinschreien

„Ich mache ja Regie“ - Film über Christoph Schlingensief

Innovativ, unberechenbar, provokativ - nur wenige Theater-, Opern- und Filmregisseure haben den deutschsprachigen Kulturraum derart nachhaltig aufgewühlt wie Christoph Schlingensief. Als Kind fing er mit Super-8-Filmen an, der Krebs stoppte den unbändig Schaffenden schon mit 49 Jahren.

Kurz vor seinem zehnten Todestag (21. August) widmet sich Bettina Böhler mit ihrem Film „Schlingensief - In das Schweigen hineinschreien“ (Kinostart 20. August) dem Ausnahmekünstler.

Schlingensief - In das Schweigen hineinschreien

Filmisches Denkmal: Zum 10. Todestag von Schlingensief

Innovativ, unberechenbar, provokativ - nur wenige Theater-, Opern- und Filmregisseure haben den deutschsprachigen Kulturraum derart nachhaltig aufgewühlt wie Christoph Schlingensief.

Als Kind fing er mit Super-8-Filmen an, der Krebs stoppte den unbändig Schaffenden schon mit 49 Jahren. Kurz vor seinem zehnten Todestag (21. August) widmet sich Bettina Böhler mit ihrem Film „Schlingensief - In das Schweigen hineinschreien“ dem Ausnahmekünstler.

 Corinna Harfouch

Viele Stars kommen wieder auf die Lindauer Theaterbühne

Das Kulturamt hofft, dass das neue Theaterprogramm ab Herbst ohne Störungen durch Corona stattfinden kann. Denn erneut wollen viele Stars nach Lindau kommen. Am Montag beginnt der Abo-Vorverkauf.

Dass Rebecca Scheiner ab März die geplanten Vorstellungen zum Ende der vergangenen Spielzeit absagen musste, tat ihr sehr leid. Umso mehr hofft die Theaterchefin jetzt, dass die kommenden Spielzeit wie geplant über die Bühne gehen kann: „Als hätten wir geahnt, dass der Hunger nach Kultur groß sein wird – die neue Theaterspielzeit ist noch ...

Lara

Mal komisch, mal tragisch: Mütter im Film

Sie können uns zur Weißglut treiben und sind doch oft eine unserer engsten Vertrauten: unsere Mütter. Egal, wie alt wir selbst sind - die Beziehung zu diesem Elternteil ist eine ganz besondere. Mal ist die Mutter die beste Freundin, mal genügt nur eine einzige Bemerkung von ihr und wir sind zutiefst verletzt. Kein Wunder, dass diese so einzigartige wie komplizierte Verbindung schon so einige Filmemacher inspirierte.

Legendär ist etwa „Herbstsonate“ von Ingmar Bergman.

Deutscher Filmpreis

Drama „Systemsprenger“ gewinnt Goldene Lola

Beim Deutschen Filmpreis hat das Mädchendrama „Systemsprenger“ gleich acht Auszeichnungen gewonnen, darunter die Goldene Lola für den besten Spielfilm. Regisseurin Nora Fingscheidt erzählt darin von einer Neunjährigen, die es anderen nicht leicht macht.

Sie gewann dafür eine Lola für Regie und Drehbuch - zugeschaltet aus der Ferne. Denn der Filmpreis wurde nicht bei einer Gala, sondern als Fernsehsendung im Ersten verliehen. Die Zuschauerzahl war so niedrig wie nie zuvor.

Deutscher Filmpreis

Ohne „Tschingderassabum“: Deutscher Filmpreis wird verliehen

Wir kennen das jetzt schon. Familientreffen und Arbeitsgespräche werden von zuhause über Videoschalten abgehalten - so ähnlich wird nun auch der Deutsche Filmpreis verliehen.

Die geplante Gala mit Hunderten Gästen in Berlin fällt aus. Stattdessen werden die Lolas am Freitag (24. April/22.15 Uhr) in einer TV-Sendung vergeben. Erstmals überträgt das Erste live.

Ganz absagen wollten die Veranstalter den Abend trotz Krise nicht. „Wir wollten ein Zeichen setzen der Zuversicht, der Solidarität.

Franz Pätzold

Pynchon-Roman als Hörspiel in 15 Stunden

Der amerikanische Schriftsteller Thomas Pynchon, von dessen Gesicht es kaum Fotos gibt, hat 1973 sein wichtigstes Werk verfasst. Er hätte damit um ein Haar den Pulitzer-Preis gewonnen. Doch manchem der Entscheider war „Die Enden der Parabel“ („Gravity’s Rainbow“) zuviel: zu abweisend, zu obszön und zu versponnen.

Das Ganze endete damals in einem Riesenskandal, die Auszeichnung wurde schließlich nicht vergeben. Nun hat sich der deutsche Hörspielregisseur Klaus Buhlert („Ulysses“) an das literarische Monstrum gewagt.