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  Produktion von Wasserturbinen bei Voith: Die Stimmung in der Wirtschaft ist katastrophal.

In Deutschland geht die Jobangst um

Hunderttausende Beschäftigte sind in Kurzarbeit, zahlreiche Betriebe haben Existenzsorgen, Kitas und viele Geschäfte sind dicht – im Kampf gegen das Coronavirus droht der Wirtschaft eine Dauerkrise. Deutschland rutscht in eine schwere Rezession, in vielen Firmen herrscht große Verunsicherung, wie es weitergeht, und der Ifo-Index stürzte auf ein Rekordtief.

Vor diesem Hintergrund sprach Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Freitag in einer Videokonferenz mit Spitzenverbänden der Wirtschaft und Gewerkschaften.

Clemens Fuest

Ifo-Index stürzt auf Rekordtief

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft ist so schlecht wie nie - und durch die Corona-Krise trüben sich auch für die Beschäftigten die Aussichten ein. Der viel beachtete Ifo-Geschäftsklimaindex stürzte im April auf ein Rekordtief.

Der wichtigste Frühindikator zur Konjunkturentwicklung brach um 11,6 Punkte auf 74,3 Zähler ein, wie das Münchner Institut am Freitag mitteilte. Das ist der stärkste jemals gemessene Rückgang sowie der tiefste Wert überhaupt.

Clemens Fuest, Präsident des Ifo-Instituts

Befristete Umsatzsteuersenkung: Experten bezweifeln Wirkung

Ifo-Präsident Clemens Fuest hat die bis Juni 2021 befristete Senkung des Umsatzsteuersatzes in der Gastronomie kritisiert. „Diese Maßnahme wirkt nicht bei Betrieben, die keine Umsätze machen, weil sie geschlossen sind“, sagte er am Donnerstag in München. „Große Gastronomieketten brauchen diese Steuersenkungen nicht, sondern eher Überbrückungskredite“.

Burkhard von Freyberg, Tourismus-Professor an der Hochschule München, sagte, eine langfristige Senkung der Mehrwertsteuer von 19 auf 7 Prozent würde den Gasthäusern helfen zu ...

Clemens Fuest

Ifo-Chef Fuest gegen breite Konjunkturprogramme

Ifo-Präsident Clemens Fuest hat für gezielte Hilfen für Firmen in Not plädiert. Steuersenkungen für alle und breit angelegte Konjunkturprogramme dagegen seien wenig sinnvoll, sagte der Münchner Wirtschaftsprofessor am Freitag im Bayerischen Rundfunk.

Wirtschaft und Gesellschaft müssen sich noch ein Jahr lang auf Einschränkungen einstellen. Deshalb sollten geschlossene Betriebe weiterhin Überbrückungshilfen bekommen. Unternehmen, die arbeiten dürfen, aber unter schwacher Nachfrage leiden, sollten von der öffentlichen Hand unterstützt ...

Markus Söder vor der Presse

Söder gründet Wirtschaftsrat zur Analyse der Corona-Krise

Zur Analyse der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise greift Ministerpräsident Markus Söder auf die Beratung eines neuen Expertengremiums zurück. „Wir setzen einen hochkarätigen Wirtschaftsrat ein, der die internationalen Auswirkungen auf die bayerische Wirtschaft genau analysieren soll“, sagte der CSU-Chef am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur in München. Er selbst habe den Beraterkreis gebeten, die Staatsregierung zu beraten und Empfehlungen zu geben.

Lehman Brothers

2020 wie 2008? Was Corona- und Finanzkrise unterscheidet

Leere Straßen, geschlossene Läden, ausgebremste Produktion: Die Corona-Pandemie legt das öffentliche Leben lahm und trifft die Wirtschaft mit voller Wucht. Ist die Krise verheerender als der Einbruch 2008/2009?

Immer wieder werden Parallelen zur Finanzkrise gezogen - auch wenn damals das Leben der meisten Menschen weiterhin in gewohnten Bahnen verlief.

„Die Kosten werden voraussichtlich alles übersteigen, was aus Wirtschaftskrisen oder Naturkatastrophen der letzten Jahrzehnte in Deutschland bekannt ist“, sagte der ...

Abstand halten

Wissenschaftler: Lockerung nach Osterferien denkbar

Eine Lockerung der Einschränkungen im Kampf gegen das Coronavirus ist nach Einschätzung der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina nach den Osterferien vorstellbar.

Denkbar sei etwa, dass Kontaktverbote weniger strikt umgesetzt werden, wenn dafür andere Maßnahmen eingehalten werden, erklären die Wissenschaftler in einer am Freitag veröffentlichten Stellungnahme. Regierungssprecher Steffen Seibert bat die Bürgerinnen und Bürger derweil noch einmal um Geduld.

Andreas Peichl, Leiter des Ifo Zentrums für Makroökonomik

Ifo: Corona-Krise trifft Bayern besonders hart

Die bayerische Wirtschaft wird von den Auswirkungen der Corona-Krise besonders hart getroffen. In einer am Dienstag veröffentlichten Berechnung geht das Münchner Ifo-Institut davon aus, dass die Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum im Freistaat höher als im deutschen Durchschnitt sind. Sollten die Schließungen von Firmen drei Monate lang anhalten, erwarten die Wirtschaftsforscher Kosten zwischen 68 und 138 Milliarden Euro. Bei zwei Monaten wären es 49 bis 94 Milliarden.

Mit Hochdruck wird derzeit an einem Impfstoff gegen den Coronavirus geforscht.

Corona-Newsblog: Das waren die Meldungen von Montag, 23. März

Die wichtigsten Nachrichten und aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im Newsblog mit Fokus auf Deutschland und Schwerpunkt auf den Südwesten.

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Aktuelle Zahlen für Deutschland und die Region:

Infizierte Deutschland: 22.672 (¹ - Stand: 23.3., 9 Uhr), 28.784 (³) Geheilte Deutschland: 266 (²,³) Kritische Fälle Deutschland: 23 (²,³) Todesfälle Deutschland: 116 (²,³) Stand: 23.3.

Ifo-Präsident Fuest

Ifo: Corona-Krise kostet Deutschland Hunderte Milliarden

Die Coronavirus-Krise könnte Deutschland nach Berechnungen des Münchner Ifo-Instituts mehr als eine halbe Billion Euro und mehr als eine Million Jobs kosten.

„Die Kosten werden voraussichtlich alles übersteigen, was aus Wirtschaftskrisen oder Naturkatastrophen der letzten Jahrzehnte in Deutschland bekannt ist“, sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest am Montag. Statt eines leichten Wachstums wird die Wirtschaft demnach deutlich schrumpfen. Der Unterschied könnte je nach Szenario 7,2 bis 20,6 Prozentpunkte betragen.