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Christoph Hebbecker

Keine Macht dem Hass: Dieser Sonderermittler bringt Internet-Hetzer vor Gericht

Der Moment, für den Staatsanwalt Christoph Hebbecker arbeitet, kommt am Tag der Hauptverhandlung. Der 34-jährige Jurist steht auf und verliest in der sterilen Atmosphäre des Gerichtssaals eine Serie von Hasskommentaren.

Der Angeklagte hat sie in der Anonymität des Internets gepostet - in dem Glauben, niemals dafür belangt werden zu können. Doch jetzt verbinden sich die rechten Hetzparolen mit seinem Namen und Gesicht, und er muss dafür Rechenschaft ablegen.

Hass im Netz - NRW-Sonderdezernat spürt 80 Beschuldigte auf

Das NRW-Sonderdezernat für gravierende Fälle politisch motivierter Hassreden im Internet hat bisher etwa 80 Beschuldigte ermittelt. Diese stammten aus der ganzen Republik, erläuterte Staatsanwalt Christoph Hebbecker. Darunter seien mehr Männer als Frauen, aber mehr Frauen als er gedacht hätte. Ältere Männer seien überrepräsentiert, was aber auch daran liegen könne, dass sie tendenziell weniger gut darüber Bescheid wüssten, wie man im Internet anonym bleiben könne.