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Lehman Brothers

2020 wie 2008? Was Corona- und Finanzkrise unterscheidet

Leere Straßen, geschlossene Läden, ausgebremste Produktion: Die Corona-Pandemie legt das öffentliche Leben lahm und trifft die Wirtschaft mit voller Wucht. Ist die Krise verheerender als der Einbruch 2008/2009?

Immer wieder werden Parallelen zur Finanzkrise gezogen - auch wenn damals das Leben der meisten Menschen weiterhin in gewohnten Bahnen verlief.

„Die Kosten werden voraussichtlich alles übersteigen, was aus Wirtschaftskrisen oder Naturkatastrophen der letzten Jahrzehnte in Deutschland bekannt ist“, sagte der ...

Olaf Scholz und Markus Söder

Scholz und Söder gegen Corona-Bonds

Deutschland stemmt sich gegen den wachsenden Druck zur gemeinsamen Schuldenaufnahme in Europa. Corona-Bonds seien der falsche Weg, erklärten Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) und CSU-Chef Markus Söder gemeinsam in München.

Hilfen an die in der Krise besonders betroffenen Länder seien richtig, sollten aber aus dem Eurorettungsschirm ESM oder über die Europäische Investitionsbank EIB kommen, betonten sie.

Der Streit über Corona-Bonds - also gemeinsame europäische Anleihen - entzweit die EU-Staaten.

Arbeiter beim Schweißen

Der Staat muss den Worten Taten folgen lassen – schnell

Außergewöhnliche Zeiten erfordern auch außergewöhnliche Schritte – mit dieser Formulierung hat EZB-Präsidentin Christine Lagarde in der Nacht von Donnerstag auf Freitag das gigantische Rettungsprogramm der Notenbank auf aktuelle 1,1 Billionen Euro aufgestockt.

Am Freitag legte die Bundesregierung nach: Ein Rettungsschirm für Selbstständige, Unternehmen und Banken soll kommen – angeblich 500 Milliarden Euro schwer. Schwarze Null und Schuldenbremse werden kassiert.

Notkaufprogramm

EZB legt Corona-Notprogramm auf

Europas Währungshüter legen im Kampf gegen die wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise nach: Am späten Mittwochabend überraschte die Europäische Zentralbank (EZB) die Märkte mit der Ankündigung eines neuen Notkaufprogramms für Anleihen.

750 Milliarden Euro will die Notenbank in Staats- und Unternehmenspapiere stecken - vorerst. Das hilft Staaten wie Unternehmen: Sie müssen als Anbieter der Wertpapiere nicht so hohe Zinsen bieten, wenn eine Zentralbank als großer Käufer am Markt auftritt.

Dunkle Wolken über Frankfurt

Experten befürchten deutlichen Konjunktureinbruch

Die Konjunktur in Deutschland wird nach Einschätzung von Volkswirten infolge der Coronavirus-Krise in diesem Jahr massiv einbrechen. Das Hamburgische Weltwirtschaftsinstitut (HWWI) rechnet mit einem Rückgang der Wirtschaftsleistung von 2,5 Prozent.

Der Bundesverband deutscher Banken (BdB) erwartet für das Gesamtjahr sogar ein Minus um 4 bis 5 Prozent. Zuletzt war die deutsche Wirtschaft 2009 in der Folge der globalen Finanzkrise geschrumpft, damals um mehr als 5 Prozent.

EZB-Chefin Christine Lagarde am Donnerstag in Frankfurt: Die Französin sieht die Coronavirus-Epidemie als einen „wesentlichen Ri

Notkredite und Anleihenkäufe: EZB stemmt sich gegen Corona-Pandemie

Christine Lagarde, die Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), sieht die Wachstumsaussichten der europäischen Wirtschaft durch die Corona-Pandemie massiv bedroht und fordert konzertierte Maßnahmen vor allem von haushalts- und finanzpolitischer Seite. Denn die Wirtschaftsaussichten haben sich auch in den Augen der obersten Währungshüter des Euroraumes deutlich eingetrübt. Mit den vorher schon identifizierten Risiken wie steigendem Protektionismus und der Anfälligkeit einiger Schwellenländer stelle die Coronavirus-Epidemie einen ...

EZB-Präsidentin Lagarde

Notkredite und Anleihenkäufe: EZB stemmt sich gegen Pandemie

Mit einem ganzen Bündel von Maßnahmen stemmen sich Europas Währungshüter gegen wirtschaftliche Folgen der Coronavirus-Pandemie. 120 Milliarden Euro zusätzlich wird die Europäische Zentralbank (EZB) bis zum Ende dieses Jahres in Anleihenkäufe stecken.

Die Käufe sollen sich auf den privaten Sektor, also Unternehmensanleihen, konzentrieren. Zudem will die Notenbank mit Hilfe besonders günstiger Langfristkredite Banken dazu bewegen, vor allem kleine und mittelgroße Firmen mit Geld zu versorgen.

EZB

Reaktion der EZB auf Coronavirus-Krise erwartet

Coronavirus, Ölpreisschock, Börsencrash - Europas Währungshüter sind unter Druck. Etliche Volkswirte erwarten, dass die Europäische Zentralbank bei ihrer Sitzung an diesem Donnerstag mit Notfallmaßnahmen reagieren wird. Die Entscheidungen werden am Nachmittag bekanntgegeben.

EZB-Präsidentin Christine Lagarde hatte Anfang vergangener Woche die Handlungsfähigkeit der Notenbank betont: „Wir sind bereit, bei Bedarf geeignete und gezielte Maßnahmen zu ergreifen, die den zugrundeliegenden Risiken angemessen sind.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Jens Spahn (CDU, M), Bundesminister für Gesundheit, und Lothar H. Wieler, Präsident des Rob

Ja zur Herzlichkeit, nein zu Hamsterkäufen: Was Merkel und Spahn im Umgang mit dem Coronavirus planen

Dass die Ausbreitung des Coronavirus unbedingt verlangsamt werden muss, dass man ausgiebig Hygiene betreiben, Veranstaltungsbesuche überdenken, Ältere und chronisch Kranke besonders schützen muss, hat man alles in den vergangenen Tagen immer wieder gehört. Auch und gerade von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und von Lothar Wieler, dem Chef des Robert-Koch-Instituts. Auch und gerade hier in der Bundespressekonferenz, wo die beiden Männer regelmäßig den Stand der Dinge in Sachen Corona erläutern.

Wirtschaftsforscher

Führende Ökonomen: Notfalls Rettungsfonds für Firmen

Führende Ökonomen fürchten einen „Corona-Schock“ für die deutsche Wirtschaft mit massiven Folgen - und haben die Bundesregierung zu entschlossenerem Handeln aufgefordert. Viele Firmen drohten unverschuldet in eine Krise zu geraten.

Die Gefahr: Auch die Verbraucher könnten zunehmend verunsichert sein und Anschaffungen auf die lange Bank schieben. Das könnte die „Abwärtsspirale“ der Wirtschaft noch verstärken, sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest am Mittwoch in Berlin.