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Massenprotest

Massenprotest gegen Prozess gegen katalanische Separatisten

Zehntausende Menschen haben in Katalonien gegen den Prozess gegen zwölf Separatistenführer der Konfliktregion im Nordosten Spaniens protestiert.

Die Kundgebung fand am Samstagabend im Zentrum der Regionalhauptstadt Barcelona unter dem Motto „Selbstbestimmung ist kein Verbrechen“ statt. Die Stadtpolizei schätzte die Zahl der Teilnehmer auf rund 200.000, die Organisatoren - darunter die in der Region regierenden Parteien - sprachen von einer halben Million.

 Oriol Junqueras muss sich derzeit vor Gericht wegen Rebellion verantworten.

Junqueras ist der Anti-Puigdemont

Oriol Junqueras sieht nicht wie ein Rebell aus. Dunkler Anzug, weißes Hemd. So sitzt der frühere katalanische Vizeministerpräsident und Chef der Separatistenpartei ERC vor den Richtern des Obersten Gerichtshofs in Madrid. Er ist der Hauptangeklagte im Prozess gegen zwölf katalanische Separatistenführer.

Zum Auftakt sagte der verheiratete Vater zweier Kinder, der die vergangenen 15 Monate in Untersuchungshaft verbrachte: „Dies ist ein politischer Prozess.

Dem spanischen Regierungschef Pedro Sánchez bleiben wohl nur noch vorgezogene Wahlen als Ausweg.

Die Katalanen im Parlament lassen Regierungschef Sánchez fallen

In Spanien wird es möglicherweise schon bald Neuwahlen geben. Nach dem Scheitern des Haushaltes für das Jahr 2019, der am Mittwochmittag im Parlament abgelehnt worden ist, gilt es als wahrscheinlich, dass der sozialistische Regierungschef Pedro Sánchez mit seiner Minderheitsregierung aufgibt. Sánchez war im Juni 2018 mit einer Misstrauensabstimmung gegen den konservativen Mariano Rajoy ins Amt gekommen. Nach bisher inoffiziellen Angaben könnte die vorgezogene Parlaments- und Regierungswahl schon Ende April oder im Mai stattfinden.

Oriol Junqueras (Bildmitte), dem ehemaligen Vizepräsidenten der katalanischen Regionalregierung, drohen 25 Jahre Haft. Neben ihm

Kampf um Katalonien landet vor Gericht: Worum es bei dem Prozess gegen die Separatisten geht

Der erste Tag des spektakulären Prozesses gegen zwölf katalanische Separatistenführer beginnt mit einer Protestaktion: In den frühen Morgenstunden projizieren Unbekannte ein Video auf die Fassade des Gerichtspalastes im Zentrum Madrids. Auf den Bildern sieht man, wie spanische Polizisten am Tag des umstrittenen Unabhängigkeitsreferendums im Herbst 2017 mit Knüppeln gegen Menschen vorgingen, die mit ihren Körpern die Wahllokale verteidigten. Unter den Aufnahmen flackert auf Englisch der ironische Titel: „Spanish Democracy“, Demokratie auf ...

Angeklagte

Spanien als „Geisel“ der Separatisten

Unter großem Medieninteresse und begleitet von Protesten ist am Dienstag in Madrid der Startschuss für den Mammutprozess gegen die separatistische Führungsriege Kataloniens gefallen.

Vor dem Obersten Gericht müssen sich zwölf Angeklagte verantworten - darunter ehemalige Minister der Konfliktregion und zwei Aktivisten, die im „heißen Herbst“ von 2017 zentrale Rollen gespielt haben. Der Gruppe um Ex-Vize-Regionalpräsident Oriol Junqueras drohen Haftstrafen von bis zu 25 Jahren.

Prozess gegen katalanische Separatistenführer beginnt

Vor dem Obersten Gericht in Madrid beginnt heute der mit Spannung erwartete Prozess gegen zwölf katalanische Separatistenführer. Die Staatsanwaltschaft wirft den Politikern und Aktivisten im Zuge des Unabhängigkeitsreferendums vom 1. Oktober 2017 Rebellion, Aufruhr und Veruntreuung öffentlicher Mittel vor. Insgesamt sollen fast 600 Zeugen verhört werden, so etwa der konservative Ex-Ministerpräsident Mariano Rajoy. Der frühere Regionalpräsident Carles Puigdemont, der sich in Belgien ins Exil abgesetzt hat, ist von dem Prozess nicht betroffen.

Jahrestag des Katalonien-Referendums

Staatsanwälte fordern bis zu 25 Jahre Haft für Separatisten

Die spanische Staatsanwaltschaft hat im Zuge des verbotenen Unabhängigkeitsreferendums in Katalonien 25 Jahre Haft für den früheren Vizepräsidenten der Region, Oriol Junqueras, gefordert.

Für acht weitere Angeklagte, darunter ehemalige katalanische Minister und zwei Anführer der Separatistenbewegung, beantragte die Behörde am Freitag zwischen 16 und 17 Jahren Gefängnis. Den Politikern und Aktivisten werden Rebellion, Ungehorsam und Unterschlagung öffentlicher Gelder vorgeworfen.

Puigdemont

Puigdemont gründet neue katalanische Separatisten-Bewegung

Die separatistische Regionalregierung der spanischen Konfliktregion Katalonien will eine Verurteilung der angeklagten Politiker und Aktivisten der Unabhängigkeitsbewegung nicht anerkennen.

„Wir werden kein Urteil akzeptieren, das nicht ein Freispruch der Angeklagten ist“, sagte Regionalpräsident Quim Torra am Samstag in Barcelona. Torras Vorgänger Carles Puigdemont gründete unterdessen aus dem Exil heraus eine neue Separatisten-Bewegung.

Puigdemont gründet neue katalanische Separatisten-Bewegung

Der frühere katalanische Regionalpräsident Carles Puigdemont hat eine neue Separatistenbewegung ins Leben gerufen. „Wir haben nicht aufgegeben und werden das auch in Zukunft nicht tun“, sagte Puigdemont aus seinem Exil in Brüssel per Videoschaltung den Teilnehmern des Gründungsparteitages in Manresa bei Barcelona. An der Zeremonie zur Gründung der „Crida Nacional per la República“ nahmen am Jahrestag der Verabschiedung eines Unabhängigkeitsbeschlusses durch das katalanische Parlament rund 6000 Menschen teil.

Barcelona

Madrid warnt Katalonien nach Krawallen

Nach den Ausschreitungen am ersten Jahrestag des katalanischen Unabhängigkeitsreferendums haben sich die Fronten zwischen Barcelona und Madrid wieder verhärtet.

Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez warnte die separatistische Regierung Kataloniens am Dienstag vor einer Förderung derartiger Krawalle. „Gewalt ist nicht der Weg“, schrieb Sánchez auf Twitter.

Bei Kundgebungen der Separatisten war es am Montag vor allem am späten Abend zu Zusammenstößen mit der Polizei gekommen, als Demonstranten das Parlament der ...