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„Am Königsweg“ von Elfriede Jelinek in der Regie von Falk Richter wurde am Deutschen Schauspielhaus Hamburg uraufgeführt.

Was uns im Theater bevorsteht

Deutschsprachige Autoren und Theater beschäftigen sich zurzeit vor allem mit dem Krisenpotenzial einer zunehmend deregulierten und von Autokraten regierten Welt. Elfriede Jelinek zum Beispiel hat direkt auf die Vereidigung Donald Trumps als US-Präsident reagiert, während jüngere Autorinnen und Autoren eine Atmosphäre der gesellschaftlichen Verunsicherung und Angstbereitschaft beschreiben. Autoren wie Ewald Palmetshofer oder der Autor und Regisseur Simon Stone suchen dagegen nach Weltbeschreibungen in Theaterstücken der klassischen Moderne.

Intendant Martin Kusej

Residenztheater: Kušej präsentiert Abschieds-Programm

Seine letzte Spielzeit am Münchner Residenztheater widmet Intendant Martin Kušej dem Spiel. „Wer spielt, zum Beispiel auf einer Bühne, verlässt seine angestammte Position, bleibt nicht ausschließlich er oder sie selbst“, wurde Kušej am Donnerstag in einer Mitteilung des Theaters zitiert. „Wer also spielt, ist immer ein bisschen außer sich.“ Die Spielzeit 2018/2019 beginnt mit dem Drama „Die Verfolgung und Ermordung Jean Paul Marats, dargestellt durch die Schauspieltruppe des Hospizes zu Charenton unter Anleitung des Herrn de Sade“ von Peter ...

Bühnenbildner und Regisseur Karl-Ernst Herrmann gestorben

Karl-Ernst Herrmann, der mit seinen Bühnenbildern das deutschsprachige Theater der vergangenen 50 Jahre mitprägte und einer der Mitgründer der Berliner Schaubühne war, ist tot.

Der Bühnengestalter und Regisseur sei an diesem Sonntag in Berlin im Alter von 81 Jahren gestorben, teilte das Wiener Burgtheater am Montag mit. Noch zuletzt hatte Herrmann zusammen mit dem Regisseur Claus Peymann an der Inszenierung von Shakespeares „König Lear“ am Stuttgarter Staatstheater mitgearbeitet, das 48.

Karin Henkel

Ehrung für Karin Henkel beim Berliner Theatertreffen

Stars wie Nina Hoss, Martin Wuttke, Sophie Rois und Marc Hosemann sind zum Auftakt des 55. Berliner Theatertreffens gefeiert worden. Am Freitagabend eröffneten Frank Castorf und sein legendäres Volksbühnen-Team das Festival mit ihrer siebenstündigen „Faust“-Inszenierung.

Bei der zweiten Theatertreffen-Premiere begeisterte das Publikum am Samstagabend dann Kino- und Theaterschauspielerin Nina Hoss („Yella“, „Barbara“). Sie spielte die Hauptrolle in der Theaterfassung von Didier Eribons Bestseller „Rückkehr nach Reims“ - auf ...

Frank Castorf eröffnet 55. Theatertreffen

Castorf eröffnet 55. Berliner Theatertreffen mit „Faust“

Mit Frank Castorfs rund siebenstündiger „Faust“-Inszenierung ist am Freitagabend das 55. Berliner Theatertreffen eröffnet worden. Nach der Vorstellung habe es „zehn Minuten lang Standing Ovations“ gegeben, berichtete eine Festivalsprecherin.

Das Goethe-Werk war Castorfs letzte große Regiearbeit an der Berliner Volksbühne, bevor er den Chefsessel an dem Theater nach einem Vierteljahrhundert als Intendant räumen musste.

Sein Nachfolger, der Belgier Chris Dercon, hatte im vergangenen Monat seinen Posten nach viel Kritik ...

Der Besuch der alten Dame

Ruhrfestspiele mit Dürrenmatt-Klassiker eröffnet

Zum Abschied von den Ruhrfestspielen hat Intendant Frank Hoffmann nochmal eine solide Inszenierung abgeliefert.

So erhielt Friedrich Dürrenmatts „Der Besuch der alten Dame“ am Donnerstagabend im ausverkauften Festspielhaus Recklinghausen viel Applaus, begeisterte Bravo-Rufe blieben jedoch aus. Die Management-Leistung Hoffmanns, der die Ruhrfestspiele zum Ende der Spielzeit Mitte Juni verlässt, kann sich sehen lassen: Er hat dem Festival in seiner 14-jährigen Intendanz steigende Auslastungszahlen, große Namen und insgesamt einen ...

Theatertreffen

55. Theatertreffen startet mit Frank Castorf

Stars wie Sophie Rois, Nina Hoss, Joachim Meyerhoff, Nicola Mastroberardino und Martin Wuttke treten von Freitag (4.5.) an beim 55. Theatertreffen deutschsprachiger Bühnen auf.

Für das Berliner Festival wählte eine Kritiker-Jury die zehn „bemerkenswertesten“ Inszenierungen der Saison aus Deutschland, Österreich und der Schweiz aus. Die 18.000 Tickets für die Aufführungen sowie weitere Theatertreffen-Veranstaltungen sind fast restlos ausverkauft, wie die Berliner Festspiele am Mittwoch mitteilten.

Daniel Richter

Theatertreffenchef: Zeit der Sonnenkönige ist vorbei

Mit Frank Castorfs siebenstündiger „Faust“-Inszenierung startet am Freitag (4.5.) das 55. Theatertreffen deutschsprachiger Bühnen. Insgesamt zehn ausgewählte Regiearbeiten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sind bis zum 21. Mai in Berlin zu sehen.

„Die Auswahl des diesjährigen Theatertreffens steht für ein sehr lebendiges, spielerisch kraftvolles Stadttheater“, sagte Theatertreffen-Leiter Daniel Richter (42) im Interview der Deutschen Presse-Agentur.

Ruhrfestspielhaus Recklinghausen

Ruhrfestspiele zum Thema „Heimat“

Der Beginn der Ruhrfestspiele ist fast schon Legende: Im harten Nachkriegswinter 1946 halfen die Bergleute aus dem Ruhrgebiet den frierenden Schauspielern aus Hamburg. Die Künstler bekamen die ersehnte Kohle, die Kumpel im Gegenzug Kultur.

2018 aber geht im Ruhrgebiet der Steinkohlebergbau nach einem kräftezehrenden Niedergang endgültig zu Ende: Im Dezember ist die letzte Schicht in der Zeche Prosper Haniel in Bottrop, die letzten Bergleute verlieren ihre Arbeit.


Alexander Pschera (rechts) bedankt sich bei Schauspieler Michael König nach dessen Lesung aus Jüngers „Waldgang“.

Ernst Jünger als moderner Denker

Bereits zum 19. Mal lud die Ernst-und-Friedrich-Georg Jünger-Gesellschaft ins Kloster Heiligkreuztal zu ihrem Jahressymposium. Unter dem Leitmotiv „Technik und Medien bei den Brüdern Jünger“ beschäftigten sich die rund 130 Teilnehmer ein Wochenende lang mit dem literarischen Werk der beiden Schriftsteller Ernst und Friedrich-Georg Jünger.

„Wir hatten eine sehr gute Resonanz“, resümierte Alexander Pschera, Vorsitzender der Gesellschaft. Die Teilnehmer seien das schwierige Thema gut mitgegangen, erklärte er und lobt die „konzentrierte ...