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AfD erstmals bei Bundestagswahl stärkste Partei in Thüringen

Die AfD ist bei der Bundestagswahl in Thüringen erstmals stärkste Partei geworden. Nach Abschluss der Auszählung lag die AfD, die in Thüringen wegen rechtsextremistischer Tendenzen vom Verfassungsschutz beobachtet wird, bei 24,0 Prozent der Stimmen. Die SPD wurde mit 23,4 Prozent zweistärkste Partei, die CDU kam auf 16,9 Prozent und Rang drei. Die Linke, die in Thüringen mit Bodo Ramelow den Ministerpräsidenten stellt, sank auf 11,4 Prozent. Die FDP kam auf 9,0 Prozent der Stimmen, die Grünen auf 6,6 Prozent.

Dietmar Bartsch, Co-Spitzenkandidat der Linken für die Bundestagswahl.

Linke stürzen bei Bundestagswahl ab

Die Enttäuschung bei den Linken über das schwache Abschneiden bei der Bundestagswahl ist riesengroß. Von der Bildung einer Linkskoalition war am Wahlabend nicht mehr die Rede.

Lange war am Wahlabend nicht klar, ob die Partei nach 9,2 Prozent vor vier Jahren es diesmal überhaupt über die Fünf-Prozent-Hürde schaffen würde. Entsprechend gedrückt war die Stimmung bei der Wahlparty im Festsaal Kreuzberg in Berlin. Als „Schlag in die Magengrube“ bezeichnete die Co-Parteivorsitzende Susanne Hennig-Wellsow die Zahlen aus den Hochrechnungen.

Bodo Ramelow

Streit um Wahlkampagne für SPD-Kandidaten in Südthüringen

Die Aufforderung eines Vereins, die Linke solle ihre Anhänger in Südthüringen zur Stimmabgabe für den SPD-Bundestagskandidaten Frank Ullrich auffordern, sorgt für Streit.

Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) wehrte sich am Dienstag in Erfurt gegen die Aktion des Vereins Campact, durch die er eine Flut an E-Mails bekommen habe. Grund ist das erwartete Duell im Wahlkreis 196 zwischen Ullrich und dem wegen extremer Positionen in der Migrationspolitik umstrittenen CDU-Kandidaten Hans-Georg Maaßen.

Wahlplakate

SPD in Umfragen weiter klar vorn - Lindner ohne Festlegung

Gut eine Woche vor der Bundestagswahl liegt die SPD auch in einer neuen Umfrage weiter mit 25 Prozent vorn. CDU/CSU kommen bei der Erhebung von Forschungsgruppe Wahlen auf 22 Prozent. Die Grünen folgen mit 16 Prozent - nach einem Punkt Verlust.

Die Parteien richten den Blick angesichts des ziemlich stabilen Umfragetrends zunehmend auch auf die wahrscheinlich schwierigen Koalitionsverhandlungen danach.

Auch bei einem Vorsprung der SPD würde FDP-Chef Christian Lindner Kanzlerkandidat Olaf Scholz nach der Wahl nicht ...

SPD-Fans für Olaf Scholz

Rote Socken, olivfarbene Kröten: Kommt Rot-Grün-Rot im Bund?

Unionskanzlerkandidat Armin Laschet ging seinen SPD-Gegenspieler Olaf Scholz sofort frontal an. «Wenn es eine rechnerische Mehrheit gibt, selbst wenn Sie auf Platz zwei lägen als Partei, werden Sie eine Koalition mit den Linken machen», ereiferte sich Laschet beim Triell mit Scholz und Grünen-Kandidatin Annalena Baerbock.

Rot-Grün-Rot als Horrorvision: Im Umfragetief beschwören CDU und CSU lautstark die Gefahr eines Linksrutschs. Scholz versuchte es in der Fernsehdebatte am Sonntagabend mit Ironie.

Olaf Scholz

Grüne und SPD distanziert zur Linken - SPD in Umfragen vorn

Gut drei Wochen vor der Bundestagswahl befeuern die Umfragen Diskussionen über ein mögliches Linksbündnis. SPD und Grüne distanzieren sich zwar von Positionen der Linken, schließen eine Koalition aber weiter nicht ausdrücklich aus.

So nannte Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt im «Handelsblatt» Schnittmengen in der Sozialpolitik, der Kindergrundsicherung und bei Mindestlöhnen, betonte aber zugleich Differenzen in der Außenpolitik und der Industriepolitik.

Die Linke

Grüne und SPD bemühen sich um Abgrenzung von der Linken

Angesichts der Diskussion über ein mögliches Linksbündnis bemühen sich die Grünen um Abgrenzung von der Linkspartei, ohne eine Koalition direkt auszuschließen.

Zwar sagte Bundestagsfraktionschefin Katrin Göring-Eckardt im «Handelsblatt»: «Es gibt in der Sozialpolitik, der Kindergrundsicherung und bei Mindestlöhnen sicher Schnittmengen». Sie betonte aber Differenzen in der Außenpolitik und auch in der Industriepolitik. «Was nicht geht ist ein Kurs, der sagt: Die Unternehmen sind böse und müssen nach allen Regeln der Kunst gegängelt ...

Serpil Midyatli

SPD-Vize Midyatli: Rote-Socken-Kampagne pure Heuchelei

SPD-Bundesvize Serpil Midyatli hat Warnungen aus der Union vor einer Ampel-Koalition oder Rot-Rot-Grün scharf kritisiert. «Die Rote-Socken-Kampagne der Union ist pure Heuchelei», sagte Midyatli der Deutschen Presse-Agentur in Kiel.

Mit der Linksrutsch-Kampagne schadeten CDU und CSU nicht nur ihrem ohnehin schon angeschlagenen Kanzlerkandidaten Armin Laschet (CDU). «Sie disqualifizieren sich dadurch auch als seriöser politischer Partner.

 Stephan W. Link

FDP-Kandidat Link: „Es geht um Inhalte, nicht um Dienstwagen“

Neun Fragen an die Direktkandidaten des Wahlkreises Zollernalb-Sigmaringen: Vor der Bundestagswahl am 26. September haben wir mit den Kandidaten der sechs im Bundestag vertretenen Parteien gesprochen. Um die Menschen näher kennenzulernen, haben wir allen dieselben persönlichen Fragen gestellt. Mit Stephan W. Link von der FDP hat Redakteur Rudi Multer gesprochen. Inhaltlich diskutieren wir mit den Kandidaten bei unserer Talkrunde am Donnerstag, 16.

CDU-Politiker Kurt Biedenkopf ist tot

Kurt Biedenkopf ist tot - Politik würdigt Charakterkopf

Trauer um den gestorbenen früheren sächsischen Ministerpräsidenten Kurt Biedenkopf: Politiker in ganz Deutschland haben Biedenkopf als prägende politische Gestalt gewürdigt.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier betonte die großen Verdienste um das Zusammenwachsen von Ost und West. «Ihr Mann war eine wichtige Integrationsfigur, ein Symbol der inneren Einheit», heißt es in einem Kondolenzschreiben an die Witwe Ingrid Biedenkopf. «Als Modernisierer hat er die Volkspartei CDU und die Reformfähigkeit Deutschlands gestärkt.