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Bereits im Jahr 2020 ritt Dekan Ekkehard Schmid nach Köpfingen.

Prozessionsweg beim Blutritt soll verlegt werden

Gemeinsam mit der katholischen Kirchengemeinde und der Blutfreitagsgemeinschaft arbeitet die Stadt Weingarten an einer Verlegung des Prozessionsweges zum Blutfreitag. Das hat die städtische Pressestelle auf Nachfrage bestätigt.

So soll die Reiterprozession, die traditionell am Tag nach Christi Himmelfahrt stattfindet, künftig weniger durch die Innenstadt und wieder mehr über Feld und Flur führen. Maßgeblich für die sehr konkreten Überlegungen: Der dringend benötigte Wohnraum.

 Weingartens Oberbürgermeister Markus Ewald.

Jahresinterview: „Die Hilfsbereitschaft war beispiellos“

Das Jahr 2020 stand ganz im Zeichen der Corona-Pandemie und den Folgen für die Gesellschaft. Im SZ-Jahresinterview sprechen Oberbürgermeister Markus Ewald und Bürgermeister Alexander Geiger über täglich neue Verordnungen, die Solidarität der Weingartener, die Öffnung des Blutritts für Frauen und die Entwicklung der Stadt.

Rückblick auf das Corona-Jahr: Wie ist Weingarten bislang durch die Krise gekommen?

Markus Ewald: 2020 war ein außergewöhnliches Jahr voller Belastungsproben für den eigenen Gefühlshaushalt, mit ...

ZF, Landwirte und das Rutenfest waren einige Themen, die unsere Leserinnen und Leser dieses Jahr bewegt haben.

Was dieses Jahr in der Region wichtig war - außer Corona

  Es könnte beinahe der Eindruck enstehen, es hätte es in diesem Jahr außer Corona kein Thema gegeben. Und natürlich war die Pandemie bei vielen ganz oben auf der Liste der Gesprächsthemen.

Doch abgesehen von Lockdown, Masken und Social Distancing gab es noch anderes, was in der Region für Aufsehen gesorgt hat. Schwäbische.de hat die Listen der meistgelesenen Geschichten unserer Leserinnen und Leser  analysiert - und die Themen nochmal herausgesucht, die besonders im Fokus waren.

Straßen erhalten Namen von ortsbekannten Einheimischen

Der Baienfurter Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung mehrere Straßen in den Neubaugebieten Ravensburger Straße 22 und Altdorfer Ösch getauft. So heißt das Baugebiet Ravensburger Straße 22 künftig Wohnpark Dr. Berta Braun, benannt nach einer Baienfurter Ehrenbürgerin, und die äußere Erschließungsstraße des Neubaugebiets Altdorfer Ösch bekam ihren Namen nach dem Baienfurter katholischen Pfarrer Gebhard Steinhauser, der ein Gegner des Nazi-Regimes war und 1946 in einem russischen Kriegsgefangenen-Lager starb.

Prozession am Blutfreitag

Das Ende der Ausgrenzung: Wie es zur Öffnung des Blutritts für Frauen kam

Superlative und journalistische Berichterstattung passen eigentlich nur sehr schlecht zusammen. Die Gefahr, ein Ereignis unkommentiert zu bewerten und damit zu überhöhen ist viel zu groß.

Doch die Nachricht, die am 25. November von der Pressestelle der Diözese Rottenburg-Stuttgart mit dem etwas sperrigen Titel „Künftig Frauen und Männer hoch zu Ross möglich“ versendet wurde, war schon außergewöhnlich.

Denn ab dem Blutritt 2021 dürfen Frauen an der traditionellen Männerwallfahrt mitreiten.

Die Heilig-Blut-Verehrung blickt in Weingarten auf eine 925 Jahre alte Tradition zurück (Bild rechts). Ein beliebter Treffpunkt

Basilika, das heilige Blut und die Fasnet prägen Weingarten

Spätestens an der großen Kreuzung zur Bad Waldseer Straße, wenn man sich Weingarten von der Abt-Hyller-Straße nähert, dann weiß man, was diese Stadt einzigartig macht: Groß und mächtig erhebt sich vor dem Betrachter die Basilika – wie auf einem Thron. Ein Bild, das beeindruckt, selbst wenn man mit Religion nur wenig am Hut hat.

In dem Bauwerk, das der Bischof von Konstanz Johann Franz Schenk von Stauffenberg am 10. September 1724 den Kirchenpatronen St.

Der Blutritt im Jahr 2018.

Netzreaktionen zur Öffnung des Blutrittes: „Ich bin lieber als Handlanger meiner Gruppe dabei“

Die Entscheidung des Weingartener Kirchengemeinderates St. Martin, den Blutritt in Zukunft für Frauen zu öffnen, hat im Netz jede Menge Reaktionen hervorgerufen.

Alles in allem diskutieren die meisten User – angesichts des hochemotionalen Themas – verhältnismäßig sachlich. Viele User begrüßen die Entscheidung. Doch es gibt auch Ablehnung, sehr persönliche Meinungen und süffisante Kommentare. Die SZ hat einige Stimmen gesammelt, die recht gut den Querschnitt abbilden.

 Carmen Kremer, Kreisvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, zur Öffnung des Blutrittes.

Grüne begrüßen Öffnung des Blutritts

„Weingarten hat vorgelegt“, schreibt die Kreisvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, Carmen Kremer, in einer Stellungnahme zur Öffnung des Weingartener Blutritts für weibliche Reiterinnen. Dies sei ein richtiger Schritt in eine gleichberechtigte Gesellschaft und blickt dabei auch nach Ravensburg.

Seit 40 Jahren kämpfe die Partei für die Gleichstellung von Mann und Frau. Dass die Geschwindigkeit der Veränderung in letzter Zeit sogar Fahrt aufnehmen, sei am Blutritt gut zu erkennen.

Der Blutritt in Weingarten ist die größte Reiterprozession Europas.

Reaktionen auf die Öffnung des Blutfreitags für Frauen: „Wir fühlen uns übergangen“

Die Kommunikation des Beschlusses des Kirchengemeinderats Weingarten, dass bei der Prozession am Blutfreitag künftig auch Frauen mit reiten dürfen, hat die Blutreiter überrascht. Die Frauen fühlten sich bisher nie ausgeschlossen.

Beim traditionellen Blutritt in Weingarten dürfen künftig auch Frauen mit reiten. Das hat der Kirchengemeinderat Weingarten in seiner Sitzung am 30. September 2020 beschlossen und fast zwei Monate später ad hoc den Blutreitergruppen mitgeteilt.

Viele freuen sich über die Entscheidung. Doch es gibt auch zurückhaltende Stimmen.

Wichtige Entscheidungsträger und prominente Blutreiter begrüßen die Öffnung des Blutrittes

Die Entscheidung des Weingartener Kirchengemeinderates, den Blutritt für Frauen zu öffnen, hat – neben einigen zurückhaltenden Stimmen – jede Menge positive Reaktionen bei prominenten Blutreitern, bekannten Weingartenern und wichtigen Entscheidungsträgern hervorgerufen.

Gerade aus Rottenburg und Stuttgart gibt es lobende Worte. „Ich befürworte die Entscheidung der Kirchengemeinde in Weingarten sehr. Mir ist es ein großes Anliegen, die Rolle der Frauen in der Kirche zu stärken.