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Zwei Apotheker stehen vor einer leeren Medikamentenschublade

Medikamentenmangel: „Selbst in der Planwirtschaft der DDR war es nicht so schlimm“

Die Lieferengpässe bei Medikamenten machen Patienten, Ärzten und Apotheken in Sigmaringen zu schaffen. „Wir haben Patienten, die angesichts der Versorgungslage schlicht verzweifeln“, sagt Dr. Werner Haussmann von der Sigmaringer Bilharzapotheke. Sein Laizer Kollege Simon Forster wählt ebenso drastische Worte: „Bekannte von mir sagen: Selbst in der Planwirtschaft der DDR war es nicht so schlimm – das trifft’s ganz gut.“

Laut einer Liste des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BFARM) sind aktuell bei rund 270 ...

Gesetz gegen Lieferengpässe bei Arzneimitteln beschlossen

Der Bundestag hat ein Gesetz gegen Lieferengpässe bei Medikamenten beschlossen. Verabschiedet wurden dafür Änderungen im Arzneimittelgesetz. Pharmafirmen können künftig verpflichtet werden, über ihre Bestände und die Produktion bestimmter Arzneimittel zu informieren. Bei Engpässen können die Behörden anordnen, dass die Firmen oder Großhändler mehr dieser Präparate auf Vorrat lagern. Beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte soll ein Beirat eingerichtet werden, der die Versorgungslage ständig beobachtet.

Antibiotika

Wegen Coronavirus: Antibiotika-Engpässe möglich

In Deutschland ist die Zahl der bestätigten Coronavirus-Fälle um 2 auf 16 gestiegen.

Die beiden Neuerkrankungen stehen im Zusammenhang mit dem Automobilzulieferer aus Stockdorf bei München, bei dem vor über zwei Wochen bundesweit erstmals eine Infektion mit der neuen Lungenkrankheit gemeldet wurde. Das berichtete das bayerische Gesundheitsministerium in München. Einzelheiten zu den neuen Fällen wollte das Ministerium am Mittwoch bekanntgeben.

Medikamente in einem Regal

Der Mangel an Arzneimitteln wird gefährlich

Der Mangel an Medikamenten ist derzeit dramatisch. „Eine solche Situation haben wir in den vergangenen 30 Jahren noch nie erlebt.“ Friedemann Schmidt, Präsident der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA), beklagt mit deutlichen Worten die Lieferengpässe bei Arzneimitteln. „Die bereiten uns große Sorgen.“ Landauf, landab rennen Pharmazeuten Medikamenten hinterher, die auf den Rezepten vermerkt sind, die Krankenversicherte auf den Tresen legen.

Organspenden

Organspende-Reform kommt: Was bringen die neuen Impulse?

Das Ziel ist klar: Angesichts Tausender todkranker Menschen auf den Wartelisten sollen in Deutschland dauerhaft mehr Organe gespendet werden. Doch wie soll das gelingen?

Der Bundestag beschloss am Donnerstag eine Reform, die auf mehr Impulse setzt, damit sich mehr mögliche Spender auch konkret entscheiden.

Was soll sich konkret ändern?

Umgesetzt werden soll ein Vorstoß, den eine Abgeordnetengruppe um Grünen-Chefin Annalena Baerbock und Linke-Chefin Katja Kipping erarbeitet hat.

In Deutschland lehnt die Politik - anders als in einigen Nachbarländern - Sterbehilfe weitgehend ab.

Sterbehilfe: Fast alle Anträge auf tödliche Medikamente werden abgelehnt

Im Streit um Möglichkeiten für Schwerkranke, sich Medikamente zur Selbsttötung zu kaufen, sind inzwischen 102 Anträge auf eine amtliche Erlaubnis abgelehnt worden. Insgesamt gingen 133 Anträge ein, wie das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte auf Anfrage mitteilte.

24 Antragsteller sind demnach gestorben, über die übrigen Anträge wurde noch nicht entschieden. Zuerst berichtete der „Tagesspiegel“ (Montag) darüber.

Hintergrund ist eine Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts von 2017, wonach ...

Grüne fordern Warnsystem gegen Lieferengpässe bei Arzneien

Die Grünen fordern die Einführung eines Frühwarnsystems, um Lieferengpässen bei Medikamenten vorzubeugen. Einem Papier der Grünen zufolge, das der „Bild“-Zeitung vorliegt, sollte der Großhändler Alarm schlagen und das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte informieren, wenn er erkennt, dass sich die Regale in seinem Lager leeren und sich ein Lieferengpass abzeichnet. Weitere Forderungen der Grünen sind Lagerausweitungen sowie temporäre Exportverbote.

Andreas Gassen

Kassenärzte erwarten keinen „Hype“ bei Gesundheits-Apps

Die Kassenärzte erwarten zunächst eine begrenzte Nachfrage nach neuen digitalen Angeboten für die Patienten wie Gesundheits-Apps auf Rezept.

„Bei manchen Krankheiten werden Apps sinnvoll und hilfreich sein und einen tatsächlichen Mehrwert bringen“, sagte der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, der Deutschen Presse-Agentur. „Dass es einen Hype gibt, glaube ich eher nicht.“ Bei elektronischen Patientenakten sei der Nutzen für Ärzte begrenzt.

Seit Jahresbeginn hat sich der Engpass für bestimmte Medikamente verschärft.

Apotheken haften nicht bei Engpässen

Der seit dem Jahreswechsel grassierende Engpass für bestimmte Medikamente beschäftigt viele Patienten. Was passiert, wenn ich dringend benötigte Medikamente in der Apotheke nicht bekomme? Wer haftet im schlimmsten Fall für gesundheitliche Folgen durch den Engpass an Medikamenten? Die Apotheken nicht, erklärt die Landesapothekerkammer. Die AOK Baden-Württemberg nimmt die Pharmakonzerne in die Pflicht.

Hunderte gängige Arzneimittel sind seit Monaten nicht lieferbar (wir haben berichtet).

Spahn

Spahn will stärker gegen Arznei-Lieferengpässe vorgehen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will stärker gegen Arznei-Lieferengpässe in Deutschland vorgehen. „Patienten erwarten zu Recht, dass sie dringend notwendige Medikamente unverzüglich bekommen“, sagte der CDU-Politiker laut Mitteilung.

„Das ist momentan leider zu häufig nicht der Fall.“ Der Bund werde daher wieder stärker in die Verteilung von Arzneien eingreifen. Der Apothekerverband ABDA warnt immer wieder vor Lieferengpässen bei gängiger Medizin wie Schilddrüsenarzneien, Medikamenten gegen Gicht oder Ibuprofen-Schmerzmitteln.