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NSU-Prozess

NSU-Waffenbeschaffer Ralf Wohlleben ist frei

Der Waffenbeschaffer für den „Nationalsozialistischen Untergrund“, Ralf Wohlleben, ist aus dem Gefängnis entlassen worden. Er verließ am Mittwochmorgen die Justizvollzugsanstalt Stadelheim in München, wie eine Sprecherin des Gefängnisses sagte.

Wo sich der 43-Jährige nach seiner Freilassung aus der Untersuchungshaft befand, war zunächst unklar. Sicherheitsbehörden rechnen damit, dass er nach Sachsen-Anhalt zieht.

Im NSU-Prozess war Wohlleben am Mittwoch vergangener Woche zu zehn Jahren Haft verurteilt worden.

Ralf Wohlleben (m.)

NSU-Waffenbeschaffer Ralf Wohlleben ist frei

Der Waffenbeschaffer für den „Nationalsozialistischen Untergrund“, Ralf Wohlleben, ist aus dem Gefängnis entlassen worden. Er verließ am Mittwochmorgen die Justizvollzugsanstalt Stadelheim in München, wie eine Sprecherin des Gefängnisses sagte. Wo sich der 43-Jährige nach seiner Freilassung aus der Untersuchungshaft befand, war zunächst unklar. Sicherheitsbehörden rechnen damit, dass er nach Sachsen-Anhalt zieht.

Im NSU-Prozess war Wohlleben am Mittwoch vergangener Woche zu zehn Jahren Haft verurteilt worden.

NSU-Prozess: Bundesanwaltschaft legt Revision ein

Die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe hat Revision gegen das Urteil gegen André E. im NSU-Prozess eingelegt. Die Gründe der Entscheidung vom Montag hingen im Einzelnen von der schriftlichen Urteilsbegründung des Oberlandesgerichts in München ab, sagte eine Sprecherin der Bundesanwaltschaft. Zuvor hatte die „Frankfurter Rundschau“ berichtet. Die Sprecherin äußerte sich nicht zur Frage, ob die Behörde auch Revision gegen die Urteile gegen Beate Zschäpe oder die anderen drei Angeklagten einlegen wird.

Auf der Theresienwiese in Heilbronn wurde 2007 die Polizeibeamtin Michèle Kiesewetter von Anhängern der rechtsextremen Terrororg

So geht ein NSU-Opfer mit den Folgen des Anschlags um

Zwei Kopfschüsse, eine Tote, ein traumatisierter Schwerverletzter: Der Polizistenmord von Heilbronn am 25. April 2007 war Auftakt zahlreicher Verbrechen der rechtsextremen Terrorgruppe Nationalsozialistischer Untergrund (NSU). In dieser Woche ist das teuerste und langwierigste Strafverfahren in der Geschichte der Bundesrepublik mit dem Urteil „lebenslänglich“ für Drahtzieherin Beate Zschäpe vorerst zu Ende gegangen.

Für den überlebenden Polizeibeamten, der damals ganz am Anfang seiner Berufslaufbahn stand, ist seitdem nichts mehr, ...

Ex-NSU-Ausschusschef sieht viele Fragen ungeklärt

Der ehemalige Chef des NSU-Untersuchungsausschusses des Bundestags, Clemens Binninger, hält auch nach dem Urteil gegen Rechtsterroristin Beate Zschäpe etliche Fragen für ungeklärt. „Die wichtigste offene Frage ist nach wie vor, war der NSU wirklich nur ein Trio?“, sagte er der dpa. Er bezweifele, dass alle 27 Verbrechen allein von Zschäpes Komplizen Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt begangen worden seien. Das Oberlandesgericht München hatte die Hauptangeklagte Zschäpe unter anderem des zehnfachen Mordes und der Mitgliedschaft in einer ...

Beate Zschäpe

Ex-NSU-Ausschusschef sieht viele Fragen ungeklärt

Der ehemalige Chef des NSU-Untersuchungsausschusses des Bundestags, Clemens Binninger (CDU), hält auch nach dem Urteil gegen Rechtsterroristin Beate Zschäpe etliche Fragen für ungeklärt. „Die wichtigste offene Frage ist nach wie vor, war der NSU wirklich nur ein Trio?“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart. Er bezweifele, dass alle 27 Verbrechen allein von Zschäpes Komplizen Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt begangen worden sind, ohne dass die beiden auch nur an einem Tatort Spuren hinterlassen hätten.

Proteste nach dem Urteil im NSU-Prozess

„Haben hier ein System“: NSU-Opfer hoffen auf weitere Klage

Die Rechtsterroristin Beate Zschäpe und vier NSU-Helfer sind verurteilt, manche zu milde aus Sicht von Angehörigen der Mordopfer - nun hoffen mehrere Familien, dass der Staat juristisch zur Rechenschaft gezogen wird. „Wir möchten, dass ein Gericht in Deutschland feststellt, dass der Staat versagt hat“, sagte die Anwältin der Familie des ersten NSU-Opfers Enver Simsek, Seda Basay, am Donnerstag in Berlin. „Was noch sehr wichtig ist: Bei dieser Klage geht es mir eigentlich gar nicht um das Finanzielle, nicht um das Geld“, sagte der Sohn des ...

Demonstration vor dem Oberlandesgericht in München

NSU-Urteil gesprochen, viele Fragen offen

Lebenslang für Beate Zschäpe, zehn Jahre für den Waffenbeschaffer Ralf Wohlleben, vergleichsweise milde Strafen für die drei anderen Angeklagten: Mit diesen Urteilen ist der Prozess um die Verbrechensserie des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ nach gut fünf Jahren zu Ende gegangen.

Doch viele Fragen sind noch offen.

Mehrere Verteidiger haben bereits Revision gegen das Urteil angekündigt. Was passiert da jetzt und wie lange dauert es?

Forderung nach weiteren NSU-Ermittlungen - viele Demos

Nach den Urteilen im NSU-Prozess pochen Opfervertreter auf eine weitergehende Aufarbeitung der rechtsterroristischen Terrorserie. Gamze Kubasik, Tochter des in Dortmund ermordeten Mehmet Kubasik, forderte in den ARD-„Tagesthemen“ eine „lückenlose Aufklärung“, etwa zur Rolle des Verfassungsschutzes. Zugleich mahnte sie eine Offenlegung aller Akten zum NSU-Komplex an. Das Oberlandesgericht München hatte die Hauptangeklagte Beate Zschäpe des zehnfachen Mordes und der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung schuldig gesprochen.

Nach NSU-Urteil: Demonstranten fordern weitere Aufklärung

Nach dem Urteil im NSU-Prozess haben Tausende Menschen in mehreren deutschen Städten eine weitergehende Aufarbeitung der rechtsextremistischen Terrorserie verlangt. Die Demonstrationen standen unter dem Motto „Kein Schlussstrich“ und wurden von linken Gruppen angemeldet. In Berlin kamen über 1000 Menschen zu einer Demonstration, die Teilnehmer riefen etwa „Der NSU war nicht zu dritt“. Die Hauptangeklagte Beate Zschäpe war am Mittwoch wegen zehnfachen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden.