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Ivanov am Schauspielhaus

Devid Striesow dreht sich als „Ivanov“ um sich selbst

Leer und düster ist die Bühne - und so erscheinen auch die Menschen, die ziellos und ich-befangen dort vor sich hinleben. Da ist gleich zu Anfang Nikolaj Ivanov (Devid Striesow), ein Gutsbesitzer und Mitglied der Behörde für Bauernangelegenheiten.

Zögerlich schleppt er sich umher, die dunkle Anzugjacke über dem weißen Hemd auf einer Schulter lastend. Seinen Gesichtsausdruck darf man als fragend verstehen. Völlig erschöpft tritt Mischa Borkin (Bastian Reiber) hinzu - der entfernte Verwandte und Verwalter hat gerade bei Sommerhitze ...

 Die Akteure der Theatergruppe.

Onkel Wanja gibt es zwei Mal

Mit Anton Tschechows Drama „Onkel Wanja“ eröffnet die Theatergruppe der Jugendkunstschule Zebra den Spielplan 2020. Das Stück ist laut Pressemitteilung besonders für Jugendliche ab 15 Jahren geeignet und wird am Samstag, 18. Januar, um 18 Uhr auf die Bühne der Aula im Immanuel-Kant-Gymnasium gebracht.

Das Stück, das von einem hoffnungslosen Warten auf glückliche Fügungen und einem unerfüllten Hoffen auf Veränderung lebt, beschäftigt sich mit Themen, die heute aktueller sind denn je.

Zwei Figuren zwischen Tragik und Lächerlichkeit: Nikolas (Benjamin Grüter) und Anna (Paula Skorupa).

Tschechows „Iwanow“ am Theater in Stuttgart

Der Brite Robert Icke gilt als große Hoffnung des Theaters. Seine Stuttgarter Neufassung des „Iwanow“ gerät allerdings banal.

Der Arzt rät: „Machen Sie eine Therapie und bearbeiten dies alles.“ Denn Platonow ist ein schrecklicher Mensch, der nichts fühlt und teilnahmslos zuschaut, wie ihm seine junge Frau wegstirbt. Sein Gemüt ist verfinstert, alles, sogar das Haus drückt ihn wie „Bleigewicht“ nieder. Aus heutiger Sicht würde man sagen: Der Mann hat eine handfeste Depression.

 Zog wieder die Massen an: die Jazz Point Big Band an der Eselmühle.

Die Auswahl bei der Wangener Kulturnacht fällt auch diesmal schwer

Mit „Kultur“ bezeichnet man im weitesten Sinne alles, was der Mensch selbst gestaltend hervorbringt, beschreibt Wikipedia die Begrifflichkeit. Die 17. Wangener Kulturnacht wies darüber hinaus auch wieder weitere typische Merkmale auf: Sämtliche Künstler kommen aus Wangen oder der Region oder haben zumindest, wie die Künstler aus der Partnerstadt Prato, eine Verbindung zur Allgäustadt. Umso höher darf die Aussage vieler Besucher gewertet werden, die sich in einem absolut einig waren: „Was für eine Vielfalt!

 Ein Chor singt auf dem Postplatz.

Das sind die Einzelveranstaltungen der Wangener Kulturnacht und des Italienischen Abends

Bei der 17. Wangener Kulturnacht am Freitag, 2. August, ab 19 Uhr ist auch in diesem Jahr wieder viel Abwechslungsreiches geboten. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei. Die „Schwäbische Zeitung“ hat alle Einzelveranstaltungen in einem Überblick zusammengestellt:

Spangenberg rezitiert letztmalig Gedichte: Siegfried Spangenberg gestaltet zum letzten Mal aktiv mit ausgewählten Gedichten ein eigenes Programm. Als Abschied von Wangen hat er für alle, die sich an schönen Gedichten erfreuen können, zwei unterschiedliche Programme ...

Karin Beier

Schauspielhaus Hamburg zeigt „Serotonin“

Mit der Uraufführung von Michel Houellebecqs neuem Roman „Serotonin“ startet das Deutsche Schauspielhaus Hamburg im September in seine neue Saison. Den provokativen Roman zur Männerdämmerung wird Falk Richter inszenieren, wie Intendantin Karin Beier am Freitag in Hamburg sagte.

Das Stück zur Krise des alternden weißen Mannes sei eines von mehreren in der kommenden Saison, das das Thema „Endzeitstimmung“ aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet.

William Boyd: Blinde Liebe

Sprudelndes Lesevergnügen: William Boyds „Blinde Liebe“

Wie im Flug vergehen die 500 Seiten von William Boyds neuem Roman „Blinde Liebe“, bis es beim Zuklappen im Erinnerungsgebälk knirscht: Wann hat man zuletzt ein so kristallklar sprudelndes Lesevergnügen serviert bekommen?

Literarisch auf hohem Niveau, spannend, bewegend und federleicht zugleich erzählt der schottische Autor von der Liebe zwischen dem Klavierstimmer Brodie Moncur und der Sängerin Lika Blum an der Nahtstelle zwischen 19. und 20.

 Die Längenunterschiede täuschen: Zwei große Künstler, die ihr Publikum begeisterten. Christine Ursprung und Christian Segmehl ü

Die Mischung macht’s

„Kennst Du das Land, wo die Zitronen blühn?“ Wer kennt es nicht dieses olle Gedicht vom ollen Geheimen Rat aus Weimar, das einst zur Grundausstattung bildungsbürgerlichen Rüstzeugs gehörte wie Schillers „Glocke“. „Tatort“-Star ChrisTine Urspruch scheute kein Risiko und stellte diesen abgenudelten Goethe-Klassiker an den Anfang ihres Programms „Musikalische Lesung“, das sie am Sonntagvormittag zusammen mit dem republikweit bekannten Saxophon-Virtuosen Christian Segmehl präsentierte.

Ismo Kallio

Finnischer Schauspieler Ismo Kallio gestorben

Der finnische Theater- und Filmschauspieler Ismo Kallio ist tot. Wie das Nationaltheater in Helsinki am Montag mitteilte, starb der in seinem Heimatland sehr beliebte Darsteller am Samstag nach langer Krankheit im Alter von 83 Jahren.

Kallio sei ein ausdrucksstarker Theaterschauspieler gewesen, der sowohl ernste als auch komische Rollen spielen konnte. Wichtig seien ihm immer die Teamarbeit und gegenseitiges Vertrauen gewesen.

Der in Turku geborene Kallio hatte auch an zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen mitgewirkt.

 Unverstanden von der Welt: Konstantin (Marcel Heuperman) und seine Mutter Arkadina (Sophie von Kessel).

„Die Möwe“ am Cuvilliés Theater München

Alvis Hermanis war einst ein gern gesehener Gast an hiesigen Regiepulten. Bis er nach seiner harschen Kritik an der deutschen Flüchtlingspolitik in Theaterkreisen zur Persona non grata geworden ist. Nun hat Intendant Martin Kusej den lettischen Regisseur ans Bayerische Staatsschauspiel geholt. Er inszeniert am Cuvilliés Theater Tschechows Komödie „Die Möwe“: realistisch in Bühnenbild und Kostümen und dabei ganz auf Sprache setzend. Aber genau das war das Problem.